Ich wurde in Surinam auf den Niederländischen Antillen geboren. Während meiner Kindheit war ich zeitweise völlig verwirrt, sehr ängstlich und oft aggressiv. Schon als Kind trank ich Alkohol.
Mit dreizehn Jahren kam ich 1980 zu meiner Großmutter nach Holland. Ab 1986 konnte ich nicht mehr bei ihr wohnen. In der Folge verstärkte sich meine depressive Stimmung. Ich trank viel Alkohol und rauchte 1-2 g Haschisch pro Tag. Bald konsumierte ich zusätzlich Speed zusammen mit Alkohol und Tabletten (Valium, Rohypnol und Seresta), ein Jahr später auch Kokain. 1990 bekam ich Wahnvorstellungen und Halluzinationen und landete in einem Obdachlosenheim. Um den Drogenkonsum finanzieren zu können, machte ich Einbrüche. Ein achtmonatiger Gefängnisaufenthalt machte mich völlig apathisch und ich stand kurz vor einem Selbstmord. 1995 begann ich, anfänglich 2-3 g Kokain täglich als Crack zu rauchen. 1998 wurde ich wegen Schizophrenie für arbeitsuntauglich erklärt. In den Monaten vor meiner Einführung konsumierte ich pro Tag 2 Gramm Kokain, 40-50 ml Methadon, 1 Gramm Hanf und 6-10 Gläser Bier.
Kurz vor Weihnachten 1999 wurde ich in die Lehre Bruno Grönings eingeführt. Damit trat eine Wende in meinem Leben ein. Meine Gesundheit verbesserte sich zusehends und im Dezember 2001 konnte ich ganz auf Methadon und das Neuroleptikum Orap verzichten. Nach und nach reduzierte ich auch die Dosis von Kokain und kam sogar wochenlang ohne aus. Ende Juli 2002 konnte ich ohne Entzugserscheinungen ganz mit Kokain, Haschisch und Alkohol aufhören. Seit August 2002 gehe ich einer regelmäßigen Arbeit nach. Alle psychischen Störungen und Krankheiten sind verschwunden. Meine gesamten Drogenschulden in Höhe von 7000 Gulden konnte ich zurückzahlen.
Vor 25 Jahren rauchte ich zum ersten Mal Haschisch, eine hohe Dosis, die gleich zu einem Horrortrip führte. Ich bekam Panikattacken. Zwar erholte ich mich bald, doch etwa acht Jahre später, 1979, kamen die Angstgefühle plötzlich wieder hoch. Sie verschlimmerten sich. Gegen die diagnostizierte Angstneurose und die Depressionen verschrieb ein Arzt 1980 Valium. Ich musste immer eine Tablette griffbereit haben, denn die heftigen Attacken traten zwar selten, doch urplötzlich auf. Schliesslich kamen sie jede Nacht, so dass ich ab 1984 nur noch drei bis vier Stunden schlafen und meinen familiären und beruflichen Pflichten kaum noch nachkommen konnte. Das Psychopharmakon Lexotanil, das ich nun regelmässig nahm, setzte ich, als es nicht mehr wirkte, ab. Verschiedene Therapien brachten keinen Erfolg. Ich magerte ab, war völlig verzweifelt und wollte nicht mehr leben.
Durch die Lektüre des Buches "Revolution in der Medizin" von Matthias Kamp im Juli 1995 verschwanden die Ängste. Ich empfand wieder Lebensfreude und liess mich Mitte September desselben Jahres in die Lehre Bruno Grönings einführen. Seit Mitte 1996 lebe ich ohne Tabletten, kann gut schlafen und habe zugenommen. Seit dem Frühjahr 1998 hat die Angst keinerlei Macht mehr über mich. Ich bin ein glücklicher Mensch.