Anmerkung zu den kurzgefassten Erfolgsberichten

Von Dr. med. Matthias Kamp, Arzt und Leiter der Medizinisch-Wissenschaftlichen Fachgruppe (MWF)

Die geistige Heilung gehört nicht zu den Themen, die in nüchterner seriöser Form in der Öffentlichkeit weitergegeben werden. Selbst der werdende Arzt erfährt in seinem Studium nichts über die Hintergründe und Möglichkeiten geistiger Heilung. Dabei ist Heilung durch eine höhere Kraft die älteste Form des Heilens, man begegnet ihr in allen Hochkulturen vergangener Zeiten. Die Bücher der grossen Religionen sprechen von einer göttlichen, geistigen Kraft, die Grundlage alles Lebendigen ist und Heilung geben kann. In Indien nennt man sie "Prana", in China "Chi" und auch die Väter der heutigen Medizin wussten um die Existenz einer höheren Kraft. Die Lebenskraft ("Vis vitalis"), der "innere Arzt", war für Paracelsus, den grossen Arzt der beginnenden Neuzeit, dessen Namen bis heute Apotheken und Kliniken ziert, eine Selbstverständlichkeit. Auch Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, verschwieg ihre Existenz nicht.

Heute ist die Lebenskraft zu einem Tabuthema in wissenschaftlichen Kreisen geworden; man überlässt es einer immer vielfältiger werdenden esoterischen Szene, die Bevölkerung über das Wirken und die Möglichkeiten höherer Heilkräfte aufzuklären. Allein in England, in den Niederlanden und in einzelnen Schweizer Kantonen wird geistige Heilung gesetzlich erlaubt; ansonsten entzieht sich auch der Gesetzgeber seiner Pflicht, Brücken zu bauen und Wege zu bahnen für die Vielzahl an Kranken, die neben den Möglichkeiten der Schulmedizin andere Wege zur Heilung suchen.

Doch ist es angesichts der ständigen Zunahme chronischer Erkrankungen nicht mehr verantwortbar, dass breite Bevölkerungsschichten, aber auch die meisten Ärzte nichts von den Möglichkeiten und Grenzen seriöser, geistiger Heilung wissen. Viele Kranke unter grossem Leidensdruck vertrauen sich irgendeinem Heiler an, ohne in der Lage zu sein, Scharlatanerie von Echtem zu unterscheiden.

Grundlage der Aufstellung sind kurzgefasste Erfolgsberichte aus einer der weltweit grössten Bewegungen für geistiges Heilen: dem Bruno Gröning-Freundeskreis. Bruno Gröning (1906-59) wurde in den 50er Jahren in Deutschland durch grosse Heilungen bekannt. Durch Vermittlung seiner Lehre geschehen weltweit bis in die heutige Zeit die erstaunlichsten Heilungen. Auf allen Kontinenten vertreten, wird in den Gemeinschaften (örtliche Gruppen) des Freundeskreises Hilfesuchenden die Möglichkeit gegeben, durch die bewusste Aufnahme der geistigen Heilkraft gesund zu werden. Es gibt keine Behandlung oder Untersuchung, es werden niemandem die Hände aufgelegt oder irgendeine Form der Therapie durchgeführt. Dabei erfüllt dieser Kreis beispielhaft die Kriterien seriöser, geistiger Heilung. Sämtliche Aktivitäten werden ehrenamtlich, aus Dankbarkeit für erlebte Hilfen und Heilungen durchgeführt, es entstehen dem Hilfesuchenden keine Kosten, die Kosten werden durch freiwillige Spenden getragen. Es werden keine Heilversprechen gegeben oder von notwendigen Therapien abgeraten. Die Aufnahme der Heilkraft widerspricht keiner begleitenden medizinischen Therapie.

Bruno Gröning (1906-1959) legte schon zu seinen Lebzeiten sehr viel Wert auf die schriftliche Erfassung von Erfolgsberichten

Bruno Gröning (1906-1959) legte schon zu seinen Lebzeiten sehr viel Wert auf die schriftliche Erfassung von ErfolgsberichtenAufgrund der eindrucksvollen Heilungen gründete sich innerhalb des Bruno Gröning-Freundeskreises 1992 eine Medizinisch-Wissenschaftliche Fachgruppe (MWF), in der heute (1998) einige tausend Ärzte und Vertreter anderer heilkundlicher Berufe aus 25 Ländern angeschlossen sind. Durch regelmässige internationale Fachvorträge vor Kollegen und interessierten Laien in mittlerweile 20 Ländern wollen Mediziner und Heilpraktiker dieser Gruppe über die Möglichkeiten und Grenzen geistiger Heilung aufklären. Anhand verschiedener medizinisch dokumentierter Erfolgsberichte organischer Leiden in den Vorträgen wird gezeigt, dass geistige Heilung weit mehr als Auto- und Fremdsuggestion ist. Es geht um das konkret nachvollziehbare gesetzmässige Wirken einer höheren Kraft, die jeder Mensch sehr leicht in sich aufnehmen und für seine Gesundung nutzen kann. Grundlage der Vorträge ist die Lehre Bruno Grönings, die in verblüffend einfacher Form zeigt, wie man die geistige Heilkraft nutzen kann.

Laien wurden von Ärzten der MWF geschult, um die Heilungen innerhalb der Gemeinschaften des Bruno Gröning-Freundeskreises nach dem Vorbild der klinischen Anamnese sachgerecht aufzunehmen. Die Erfolgsberichte werden ärztlicherseits inhaltlich geprüft und ggf. medizinisch dokumentiert.

Die vorliegende Aufstellung soll einen systematischen Überblick der Heilungen im Bruno Gröning-Freundeskreis innerhalb der letzten Jahre geben. Aus Zeitgründen konnte nur ein Teil der bisher bearbeiteten Erfolgsberichte erfasst werden. Neben der ausführlichen recherchierten Fassung, deren Richtigkeit der Geheilte und ein Zeuge durch Unterschrift bestätigen, wird eine Kurzfassung erstellt. Diese Kurzfassungen sind Grundlage der Aufstellung. Sie wurden analog zu der Aufteilung in den Standardwerken der Medizin – nach Krankheitsgruppen sortiert. Aufgrund des grossen Arbeitsaufwands, der von den Mitarbeitern der MWF wie überall im Bruno Gröning-Freundeskreis in Freizeit und Urlaub ehrenamtlich geleistet wird, konnte bisher nur eine Auswahl von Heilungen abschliessend medizinisch dokumentiert werden. Doch ist die systematische medizinische Dokumentation bei dem grössten Teil der Fälle mittlerweile eingeleitet worden.

Die kurzgefassten Erfolgsberichte sprechen für sich. Sie sind ein persönliches Zeugnis der Menschen, die geistige Heilung im Bruno Gröning-Freundeskreis an sich selbst erlebt haben. Sie sollen Menschen in der heutigen Zeit, die unter der Last von Krankheit und Schmerzen zu zerbrechen drohen, Hoffnung und Glauben an die eigene Gesundung wiedergeben und ihnen einen Weg zur Heilung weisen. So sollen all die, die über geistige Heilung spotten, nachdenklich werden und verstummen und eine Ahnung davon bekommen, dass es etwas Höheres gibt, eine Hilfe, die nicht von Menschen kommt und die jede Wunde heilen kann.