Erfolgsbericht
Heilung von Eiweissverlustsyndrom bei angeborener Missbildung im Dünndarm
(intestinale Lympangieektasie)
Raimund S. (14) aus H.:
Christel S. (51) berichtet über die Heilung ihres Sohnes Raimund: [1]
Wir haben eine harte Zeit hinter uns, aber wir haben sie hinter uns. Unser Sohn Raimund
ist am 22.09.1983 geboren, und es ging fünf Monate sehr gut, solange ich ihn stillen
konnte. Aber dann fing es an: Die Augenlider waren voller Wasser, er hatte zuviel Stuhl,
der war weiss und übelriechend.
Der Arzt kannte sich nicht aus, er musste ins Krankenhaus. Es war der 12. März 1984.
Es ist festgestellt worden, dass er Eiweissmangel hatte. Nur wusste man nicht, wodurch das
Eiweiss verloren ging. Nach drei Wochen haben die Untersuchungen ergeben, dass Raimund
veränderte Lymphgefässe im Darm hatte. Dadurch ging das Eiweiss verloren. Aber was das
Schlimmste war, Raimund hatte fast gar keine Immunstoffe. Sie waren so gering vorhanden,
dass die Ärzte nicht weiter wussten.
Die Aussichtslosigkeit, die man mir im Krankenhaus in K. mitgeteilt hatte, war für
mich niederschmetternd. Man sagte mir, dass mein Kind nie wie sein Bruder wird spielen
können. Ich müsste mich damit abfinden und mein Leben danach einrichten.
Raimund wurde dann in die Universitätsklinik in G. überstellt. Der Professor der
Universitätsklinik gab mir Hoffnung, doch auf die Frage: "Sollte mein Kind doch
nicht mal gesund werden können?", gab er mir unmissverständlich zu verstehen, dass
ich mit einer Gesundung nicht rechnen könne, er müsse lebenslang eine Diät einhalten,
um lebensfähig zu sein. Ich konnte und wollte mich damit nicht abfinden und hoffte auf
ein Wunder.
Eine Bekannte, der ich meine verzweifelte Situation geschildert hatte, ohne zu wissen,
dass sie in der Bruno Gröning-Gemeinschaft war, stellte sich mit anderen Freunden aus der
Gemeinschaft ohne mein Wissen auf die Heilkraft für meinen Sohn und mich ein.
Und so wurde alles anders, als die Ärzte es mir prophezeit hatten, es wurde alles gut.
Die Diät, die Raimund sein ganzes Leben einhalten sollte, habe ich seit Mai 1984
Stück für Stück ersetzt durch normale Kost. Seit Ende 1984 isst er völlig normal.
Dennoch sind entgegen der ärztlichen Prognose keine Krankheitssymptome mehr aufgetreten.
Als mir meine Bekannte dann schliesslich Ende 1984 von der Lehre Bruno Grönings
erzählte, bat ich sofort um eine Einführung, da ich mich an meinem Sohn von der Wahrheit
des Gesagten selbst überzeugen konnte.
Mein Kind ist jetzt dreizehn Jahre völlig gesund. Es spielt mit seinem Bruder völlig
normal und isst alles.
Bei all den Nachuntersuchungen in den folgenden Jahren habe ich den Ärzten zuerst
verschwiegen, dass Raimund keine Diät mehr zu sich nimmt. Die Eiweisswerte, die
Immunstoffe, alle Werte stiegen trotzdem weiter an und blieben im Normalbereich. Als ich
den Mut gefunden hatte, den Ärzten zu sagen, dass ich die Diät schon lange nicht mehr
einhalte, konnten sie nicht begreifen, dass Raimund trotz all ihrer Voraussagen jetzt
völlig gesund ist.
Wie dankbar mein Mann und ich für dieses grosse Geschenk sind, kann man nicht in Worte
fassen. Raimund war immer blass, er sah aus wie Kalk. Die Augen waren nicht strahlend. Und
jetzt strahlt er, er hat rote Bäckchen, er steht in nichts mehr hinter seinem Bruder.
Ärztlicher Kommentar:
Durch eine Dünndarmbiopsie (Gewebeentnahme aus dem Dünndarm) ist bei Raimund S. im 6.
Lebensmonat die Diagnose "intestinale Lymphangiektasie" histologisch gesichert
worden. [2] Dieses Krankheitsbild ist durch ausgeprägten Eiweissverlust durch den Darm,
eine Verringerung des Eiweissblutspiegels mit Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme) und
eine Erniedrigung der Lymphozyten und der Immunglobuline (Eiweissstoffe, die für die
Infektabwehr zuständig sind) im Blut charakterisiert. Morphologisch liegt eine angeborene
Missbildung des Lymphgefässsystems im Darm zugrunde. Die Laborwerte vom April 1984 zeigen
deutlich, in welch bedrohlichem Zustand das Kind durch diese Erkrankung gekommen war: Das
Gesamteiweiss war mit 2,6 g/dl [3] (normal 7 - 8 g/dl) stark erniedrigt, ebenso das
Immunglobulin G (IgG) mit 34,1 mg/dl [4] (normal 190 - 860 mg/dl).
Das grosse Ausmass der Schädigung wird zusätzlich noch durch einen speziellen Test
deutlich, in dem die Menge des durch den Darm verlorenen Körpereiweisses erfasst werden
kann. Wie aus dem Abschlussbericht des stationären Aufenthalts von Raimund in der
Universitätsklinik in G. vom 6.5.84 deutlich wird, konnte im Chrom-51-Albumintest
nachgewiesen werden, dass Raimund 52% des intravenös applizierten Chrom-51 markierten
Albumins innerhalb von nur vier Tagen verlor. [5] Der Normalwert liegt unter 1% ! Ohne
Therapie wäre Raimund bei weiterem Verlust von Eiweiss in den Darm bald nicht mehr
lebensfähig gewesen. Dem Kind wurden während des Krankenhausaufenthalts Eiweisse durch
Infusionen zugeführt, doch auf Dauer ist die einzige therapeutische Massnahme eine
spezielle Diät.
Diese sehr strenge lebenslange Diät konnte Frau S. als Mutter nicht konsequent
durchziehen. Schon 14 Tage nach der Entlassung aus der Universitätsklinik ging sie aus
Mitleid mit ihrem Kind, das keine Krankheitssymptome mehr zeigte, dazu über die Diät
nach und nach durch verbotende Nahrungsmittel zu ersetzen. Da Raimund die normale Kost
trotz ärztlicher Prognose gut vertrug, ernährte sie ihn seit Ende 1984 wieder völlig
normal, allerdings ohne dies ihren Ärzten gegenüber bei den regelmässigen
Nachkontrollen zu erwähnen. Da sie die ambulanten Nachuntersuchungstermine ausnahmslos
wahrnahm, kann man den Verlauf der Bluteiweisswerte und der Immunglobuline über fast zwei
Jahre gut verfolgen.
Raimund war vom 12.3. - 5.4.84 im Krankenhaus in K. und wurde am 5.4. in die
Universitätsklinik in G. verlegt. Dort wurde er bis zum 27.4.84 stationär behandelt. Die
erste ambulante Kontrolle fand am 8.6.84 statt. Dann folgten Termine am 19.10., 28.11.84,
am 20.2., 27.6., 25.11.1985 und am 29.1.87.
Im April 1984 begann die Bekannte von Frau S. die Heilkraft nach der Lehre Bruno
Grönings für Raimund aufzunehmen. Das anfängliche Ansteigen der Eiweiss- und Immunwerte
ist durch die Substitution im Krankenhaus und den fehlenden Verlust in Folge der strengen
Diät medizinisch erklärbar. Nur hätte nach Entlassung aus dem Krankenhaus Ende April
1984 bei den folgenden ambulanten Kontrollen wieder ein Abfall der
Bluteiweisskonzentration auftreten müssen, da durch die normale Ernährung die
morphologischen Veränderungen des Lymphgefässsystem wieder zum Tragen kommen müssten.
Spätestens bei den Kontrollen nach 1984 wäre dies medizinischerseits zwingend zu
erwarten gewesen. Doch der Eiweisswert blieb bis zur letzten Kontrolle 1987 im
Normalbereich. Am 29.1.87 fanden sich nach mehr als zwei Jahren ohne Diät ein normales
Gesamteiweiss von 7,4 g/dl (normal 7-8 g/dl), bei unauffälliger Elektrophorese (72%
Albumin) und normalen Immunglobulinen (IgG 642 mg/dl).[6]
Am 06.05.1984 schrieb der behandelnde Arzt der Universitätsklinik Prof.Dr.G. in einer
medizinschen Bescheinigung für Raimunds Eltern:
"Bei dem o.g. Kind besteht eine Erkrankung, bei der [...] eine lebenslange
Diät durchgeführt werden muss. Da diese Ernährung wesentlich teurer ist als eine
normale Kost, entsteht für die Eltern dieses Kindes eine starke finanzielle
Mehrbelastung..."[7]
Bei der letzten ambulanten Kontrolle im Januar 1987 äusserte sich der behandelnde Arzt
der Kinderklinik Prof.Dr.G. in einer abschliessenden Stellungsnahme an den
nachbehandelnden Kinderarzt Dr.O.:
"Der Verlauf ist weiterhin zufriedenstellend. Auch bei nicht konsequenter
Einhaltung der Diät ist es nicht zum Verlust von Immunglobulin oder Lymphozyten gekommen.
Es wäre natürlich sehr interessant, sich die Darmschleimhaut jetzt noch einmal
anzusehen..." [8]
Bis heute (1996) sind bei Raimund keine Beschwerden mehr aufgetreten, ein klarer Beweis
für das Anhalten der Heilung des Kindes.
Diese Heilung ist besonders bemerkenswert, da weder das Kind noch die Mutter von der
Aufnahme der Heilkraft der Bekannten für sie wwssten. So kann man nicht von einer Form
der suggestiven Beeinflussung sprechen. Zudem lag ein organisches angeborenes Leiden vor,
weitab von jeder psychogenen Genese.
Textstellennachweis:
A-MWF = Archiv der medizinisch-wissenschaftlichen Fachgruppe D-Hamburg/Hennef-Sieg
[1] Erfolgsbericht von Frau S. über ihren Sohn Raimund, A-MWF
[2] Biopsie vom 27.3.84, begutachtet durch Prof. Dr. S. vom Pathologischen Insitut der
Universität in G. zitiert aus: Abschlussbericht des stationären Aufenthalts vom 12.03.
bis 05.04.1984 im Kinderkrankenhaus in K., A-MWF
[3] aus dem Laborbericht der medizinischenen Apparategemeinschaft in G. vom 05.03.1984,
A-MWF
[4] Abschlussbericht des stationären Aufenthalts, Kinderkrankenhaus in K. (s.a.2),
A-MWF
[5] Abschlussbericht des stationären Aufenthalts vom 05.-27.04.1984 in der
Universitätskinderklinik in G., A-MWF
[6] Bericht der ambulanten Untersuchung in der Universtätskinderklinik durch
Prof.Dr.G., A-MWF
[7] ärztliche Bescheinigung Prof. Dr. G. Universitätskinderklinik in G. vom
08.06.1984, A-MWF
[8] s.a. 6
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