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Mit 15 Jahren begann ich Haschisch und Marihuana zu rauchen. Später probierte ich alles aus, was auf dem Drogenmarkt war und nach etwa einem Jahr begann ich Heroin zu spritzen. Bald brauchte ich meine ganze Zeit nur noch zur Drogenbeschaffung. Ich ging auf den "Baby-Strich" und hielt mich mit kleinen Diebstählen über Wasser. 1976 lag ich 3 Monate wegen einer Gelbsucht (Serum-Hepatitis B) im Krankenhaus. Seither hatte ich sehr oft einen Druck im rechten Oberbauch und war ständig müde. Nach meiner Entlassung fing ich sofort wieder an zu spritzen. 1977 wog ich nur noch 48 kg und fasste den Entschluss aufzuhören. Nach zwei jeweils vorzeitig abgebrochenen Langzeittherapien wurde ich 1979 wieder rückfällig. 1983 stieg ich auf Haschisch und Captagon (ein Aufputschmittel) um, Heroin besorgte ich nur, wenn ich viel Geld hatte. Nüchtern konnte ich das Leben nicht ertragen und hatte Depressionen. In dieser Zeit nahm ich täglich 5 g Hasch und 3-5 Captagon. Im Oktober 1985 kam ich zum Bruno Gröning-Freundeskreis. Im Dezember erlebte ich eine intensive Generalreinigung in Form von Erbrechen, Durchfall, Leber-, Gliederschmerzen, Müdigkeit und Depressionen. Nach einer Woche war alles abgeklungen, und Lebensfreude ergriff mich. Seither nehme ich kein Captagon und andere Tabletten mehr. Der Druck in der Lebergegend, die ständige Müdigkeit und die Depressionen sind verschwunden. 1987 wurde festgestellt, dass meine Leberwerte völlig in Ordnung sind. Anfang 1987 hörte ich ganz auf, Hasch zu rauchen, und das ist bis heute so geblieben. Ich habe keine Drogen mehr angerührt, habe die Kraft bekommen, eine Ausbildung zu machen und arbeite regelmässig im Büro.