Pressespiegel Liechtenstein:
Liechtensteiner Vaterland vom 21.6.2007

"Den Menschen zu Gott zurückführen"
"Anschauliche und sachliche Informationen über Bruno Gröning und sein
Wirken" möchte der Film über den kontrovers diskutierten sogenannten
Wunderheiler zeigen, den der Bruno-Gröning-Freundeskreis am 24. 6. in Balzers
zeigt.
Der Dokumentarfilm "Das Phänomen Bruno Gröning - Auf den Spuren des
'Wunderheilers'" wird seit längerem in öffentlichen Aufführungen auf
freiwilliger Spendenbasis in vielen Ländern gezeigt, so nun auch im Schlosskino
Balzers am 24. Juni, und zwar von 9.30 Uhr 15.45 mit zwei Pausen. Veranstalter
ist der Bruno-Gröning- Freundeskreis. Dieser ist ein zwangloser Zusammenschluss
von Menschen, die "den Wert der Lehre Bruno Grönings für sich erkannt haben"
bzw. glauben, mittels seiner Kräfte und Aussagen auch noch nach seinem Tod,
Hilfe für sich selbst oder andere erhalten zu haben. In Hunderten von
Gemeinschaften in allen Teilen der Erde wird die Lehre weitergegeben: "Durch
eine entsprechende Körper- und Geisteshaltung wird gelernt, die göttliche Kraft
aufzunehmen. Dieser im Körper spürbare 'Heilstrom' bewirkt Hilfen und Heilungen,
selbst von chronischen, degenerativen und schweren organischen Leiden" sagt der
Freundeskreis und zitiert Gröning: "Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die
göttliche Kraft."
Im Bruno-Gröning-Freundeskreis erfolgen gemäss dem Vorbild Bruno Grönings
keinerlei medizinische Beratungen, Untersuchungen oder Behandlungen. "Die
Zugehörigkeit zum Bruno-Gröning-Freundeskreis ist jederzeit freiwillig und
kostenfrei sowie unabhängig von nationalen, ideologischen oder konfessionellen
Bindungen. Alle Aktivitäten werden unentgeltlich geleistet, alle Kosten aus
Spenden gedeckt."
Wer war Bruno Gröning?
Bruno Gröning (*30. Mai 1906 in Danzig-Oliva; +26. Januar 1959 in Paris) trat ab
1949 in verschiedenen Regionen Deutschlands als spiritueller Heiler öffentlich
in Erscheinung. Er betrachtete sich als von Gott gesandt und rief in seinen
Vorträgen seine Mitmenschen zur "Grossen Umkehr" auf. Das Medienecho war
kontrovers, die Berichte teilweise widersprüchlich, das öffentliche
Meinungsspektrum über ihn breit gefächert. Die einen bezeichneten Gröning als
"Wunderdoktor", die anderen sahen in ihm jedoch einen "Scharlatan", da Gröning,
von Beruf Handwerker und Gelegenheitsarbeiter, keinerlei medizinische oder
theologische Ausbildung vorweisen konnte und das Geschehen um ihn vielen
seltsam: und obskur erschien.
Über sich selbst berichtet er in den "Stationen meines irdischen Lebens", er
habe bereits im Jugendalter bei sich die Fähigkeit festgestellt, beruhigenden
oder heilenden Einfluss auf Menschen und Tiere auszuüben. Da seine Eltern wenig
Verständnis für diese Begabung aufgebracht hätten, habe er diesbezüglich bald
völlige Selbstständigkeit angestrebt.
Ein Run geht los
Die erste Gröning zugeschriebene Heilung lässt sich auf das Jahr 1931 datieren.
Dieses Wirken geschieht jedoch von der Öffentlichkeit weitestgehend unbeachtet.
Tausende Heilungssuchende strömen jedoch bald zu Grönings Vorträgen, und die
Presse berichtet ausführlich über ihn. Am 3. Mai 1949 wird über Gröning in
Nordrhein-Westfalen von den Behörden ein Verbot der Ausübung des Heilberufs
verhängt. Schon bald müssen Gröning und seine Mitarbeiter erkennen, dass es
ihnen nicht möglich war, diesen Massenansturm von Hilfesuchenden in geordnete
organisatorische Bahnen zu lenken. Im Januar 1958 wird Gröning vom Landgericht
München II wegen fahrlässiger Tötung zu acht Monaten Freiheitsstrafe und wegen
Verstosses gegen das Heilpraktikergesetz zu 5000 DM Geldstrafe
verurteilt. Die Strafe wird zur Bewährung ausgesetzt. Gröning geht in Revision.
Bevor ein endgültiges Urteil gesprochen wird, stirbt er jedoch: Am 25. Januar
1959 fällt Gröning ins Koma und stirbt tags darauf am 26. Januar 1959.
Nach Grönings Tod
Nach Grönings Tod verliessen viele "Freunde" diese örtlichen Gemeinschaften. Die
Vorstandschaft des "Vereins zur Förderung seelisch-geistiger und natürlicher
Lebensgrundlagen" entschied sich jedoch, diese im Frühjahr 1958 noch auf
Initiative
Grönings ins Leben gerufene Organisation weiterzuführen.
Bruno Gröning sah seine Aufgabe vor allem darin, den Menschen wieder zu Gott
zurückzuführen und rief in seinen Vorträgen zur "Grossen Umkehr" auf. Ein
wichtiger Bestandteil seiner Lehre ist der unantastbare freie Wille des
Menschen, und eine zentrale Stellung in Grönings Lehre nimmt der sogenannte
Göttliche Heilstrom ein. "Der Heilstrom ist um uns und jeder kann ihn sich
holen, wenn er ihn braucht. So wie die Radiowellen da sind, so ist auch der
Heilstrom da, rund um die Uhr und zu jeder Zeit." Gröning selbst sah sich als
"Transformator", der diesen Heilstrom aufnehmen konnte, um ihn in der richtigen
Dosierung
an die Heilungssuchenden weiterzuleiten.
Bruno Gröning und die Kirchen
Sein Aufwachsen in einem streng katholischen Elternhaus prägte Bruno Gröning
Zeit seines Lebens als äusserst religiösen Menschen, ausserdem unternahm er Pilgerfahren zum Marienwallfahrtsort Lourdes. Nachdem er begonnen hatte, als
Heiler aufzutreten und sich dabei öffentlich auf Gott berief, waren die
Meinungen innerhalb der Kirchen ihm gegenüber geteilt. Gröning selber forderte
die Menschen auf, in der Religion zu bleiben, in die der einzelne hineingeboren
wurde, da jede Religion sehr viel Gutes und Richtiges beinhalte. Das
Christentum sah er allerdings in einer Sonderrolle, weil hier Jesus Christus als
Erlöser der Menschheit anerkannt wird. Die evangelische Kirche nahm zunächst
eine eher liberalere Position ein, die katholische kennt eine Mittlerrolle, wie
er sie bei sich nannte, jedoch nicht, sie ist ausschliesslich offiziellen
Kirchenvertretern, die in der apostolischen Nachfolge Jesu Christi stehen,
vorbehalten. Das Verhältnis Grönings zur katholischen Kirche (der er zeitlebends
angehörte) wie auch zur evangelischen war zwar etwas unterkühlt, aber
keinesfalls feindselig.
Treffen
Bei "Infoabenden", durch Vorträge auf Esoterikmessen oder durch den in den Kinos
gezeigten Film (wie am kommenden Sonntag in Balzers) werden interessierte
Personen in der Regel zum ersten Mal mit der Person und der Lehre Bruno Grönings
konfrontiert. Nach dem Besuch eines "Einführungsvortrags in die Lehre Bruno
Grönings" ist es dann möglich, an sogenannten: Gemeinschaftsstunden
teilzunehmen, die im Regelfall alle drei Wochen abgehalten werden. Bruno Gröning
wird hier als geistig anwesend empfunden. In diesen Gemeinschaftsstunden wird
hauptsächlich über persönliche Erfahrungen, Hilfen und Heilungen, die mit der
Lehre Bruno Grönings in Zusammenhang gebracht werden, berichtet. Ein wichtiger
Punkt ist ausserdem die gemeinsame Aufnahme des von Gröning vermittelten
"Heilstroms". Im Abstand von mehreren Wochen finden auch überregionale Treffen
("Tagungen") statt.
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