(Teilübersetzung, ab Seite 59, "...Bycie chorym...")



Janina Sodolska-Urbanska
Das Kranksein und das Gesundsein liegen in der geistig-körperlichen Harmonie sowie im Ausdruck der Gegensätze. Jede Disharmonie in den Körperfunktionen erfordert deswegen einen Prozess der Reinigung und des Reifens. Grundsätzlich kann es nur einen Zustand des Krankseins geben sowie es nur eine Gesundheit gibt. Die Heilung ist letztendlich ein Ereignis mit tiefer Bedeutung, führt zur Bewusstseinserweiterung und damit zur erhöhten Lebenssensibilität. Demjenigen, dem es gelingen wird, die inneren Gegensätze aufzulösen und zur Stille des Ewigen zurückzukehren, welche die alten Chinesen Tao nannten, der wird nie krank werden. Ein erster Akzent der Umkehr und Erneuerung des Gesundheitswesens auf dem geistigem Wege wurde in Deutschland in den 50-er Jahren durch das Wirken von Bruno Gröning gesetzt. Er hinterliess nach seinem Tod eine solide Basis, welche auch heute noch, viele Jahre danach, immer mehr Menschen den Zugang zur Heilkraft verschafft.
Bruno Gröning bot auf diesem Gebiet als einer der ersten Pioniere dem Widerstand der damaligen Ärzteschaft seine Stirn. Sein Wirken in der Nachkriegszeit bewegte die Öffentlichkeit in Deutschland. Die Presse leugnete böswillig die Wirksamkeit der Heilungen unter dem Einfluss der Ärzte und verwirrte damit die Leser. Bruno Gröning war gezwungen sich stets gegen die Verleumdungen und gemeinen Lügen zu wehren.
Im "Münchner Merkur" vom 19. September 1949 äußerte er sich darüber wie folgt öffentlich: „Es existieren tausende notariell beglaubigte Berichte über Heilungen, welche geschahen und geschehen - dank der Menschen, die mit einer besonderen Gabe ausgestattet wurden. Trotzdem gibt es Ärzte, die in der vergangenen Zeit stecken geblieben sind und immer noch solche Heilungsberichte nicht als wahr annehmen können. Die wundersamen Heilungen des Matthias Brenner in Luxemburg; sensationelle Heilungen in Lourdes; die Tatsache, dass Léon Alalouf unter anderem 300 Ärzte heilte, deren eigene Fachkollegen nicht weiterhelfen konnten sowie das Wirken von Bruno Gröning in Deutschland in den 50-ger Jahren der 20. Jahrhunderts - für die Opponenten bedeutet das alles "nur ein Beweis für ganz natürliche Prozesse". Jedoch konnte keiner dieser Ärzte, die die oben genannten Tatsachen stets anfechten, jemals solch einen "natürlichen Prozess" unter Beweis stellen
Im Marz 1983 erlitt Erika B. einen Bandscheibenvorfall. Da sie einer Operation nicht zustimmte, behandelte man die Beschwerden mit Hilfe von Medikamenten, Massagen und Bestrahlungen. Dies brachte nur geringe Besserung. Ihre Bewegungsfähigkeit war stark eingeschränkt. Sie konnte nur sehr langsam gehen und nicht weiter als hundert Meter. Die ganze Zeit hatte sie Schmerzen. Sie war verzweifelt und dachte, dass sich bis zu ihrem Lebensende nichts ändern wird. Im Mai 1989 erfuhr sie durch einen Pressebericht über Bruno Gröning und begann seine Lehre im Leben praktisch umzusetzen. Ein paar Monate später verschwand das Leiden vollständig, welches sie seit sechs Jahren belastete. Heute kann sie springen wie ein junger Hüpfer.
Bei einem Fahrradunfall erlitt Gerda Jakobs einen Bluterguss im linken Unterschenkel, welcher sich nicht abbaute. Nach sechs Jahren bildete sich dort ein langsam wachsendes Geschwür, welches schließlich eine Größe von fünf mal zehn Zentimeter erreichte. Dieses Geschwür schmerzte über Jahre hinweg. Die offene Stelle heilte trotz ärztlicher Bemühungen nicht ab. Die Patientin war permanent auf starke Schmerzmedikamente angewiesen. Zu alledem wurde sie nach 15 Jahren Behandlung gegen die Salbe allergisch.
Zusätzlich hatte sie noch Krampfadem. Ein Spezialist war bemüht, mit Hilfe von Spritzen die stärksten zu eliminieren. Er hoffte, dass dies die Beschwerden lindern würde. Leider kam es zu einer Wadenentzündung. Die Frau war verzweifelt und fühlte sich sehr hilflos. Da erzählte eine Bekannte ihr über Bruno Gröning und versprach, auch für sie die Heilkraft aufzunehmen. Und so hatte Gerda Jakobs in Kürze etwas Wunderbares erlebt. Sie schlief nach vielen Jahren eine ganze Nacht durch und am Morgen hatte sie keine Schmerzen mehr. Sie nahm ihren Verband ab und stellte fest, dass die Wundrose verschwunden war und es gab keine Anzeichen einer Entzündung mehr. Wahrend der Nacht bildete sich über dem Geschwür ein dünnes Häutchen. Nur noch in der Mitte war eine Wunde von drei mal vier Zentimetern zu sehen, die jedoch in Laufe der folgenden Wochen vollständig verheilte. Diese Heilung ereignete sich vor sieben Jahren und erwies sich bis heute als dauerhaft.
Wahre Heilung auf geistigem Wege hat nicht im Geringsten etwas mit Okkultismus zutun. Sie ist etwas ganz Natürliches, welches durch Nächstenliebe und Gottesliebe geschieht. Eine Revolution in der Medizin und eine Erneuerung der Gesundheitsvorsorge durch die Kraft des Geistes in einem System, in dem man den Menschen beinahe ganz vergessen hatte, ist eine Notwendigkeit. Kein Heiler schließt die Ärzteschaft aus. Ganz im Gegenteil; alle betonen, dass sie eine Kooperation erwarten.
An dieser Stelle muss man sich bewusst machen, dass die Medizin in der Form wie es sie heute gibt, erst seit relativ kurzer Zeit so praktiziert wird. Dagegen sind Heilungen auf dem geistigen Wege seit Jahrtausenden bekannt. Es ist also höchste Zeit, dieses Phänomen der "Wunderheilungen" objektiv zu erklären – frei von persönlichen Vorurteilen, von übertriebener Wortgewandtheit und Berufsneid. Wir leben nicht im Zeitalter der Entdeckung der Dampfmaschine. Wir treten ein in eine neue Ära, über die wir zuerst nur sagen können, dass wir über sie kaum etwas wissen.
Bruno Gröning: "Ich war niemals ein Feind der Ärzte und werde es nie sein. Die Zusammenarbeit mit den Ärzten, die ihr verantwortungsvolles Amt als eine Berufung empfinden, rastlos nach allen Möglichkeiten zu suchen, die ihren Kranken Heilung versprechen, ist mir ein ernstes Anliegen, und sie hat noch überall dort, wo sie reinen Herzens zustande kam, die besten Erfolge gezeitigt. Wer mir freilich mit Neid und mit Voreingenommenheit und ohne Gegenbeweis Heilmöglichkeiten abspricht, deren Tatsächlichkeit ich genau kenne, darf sich über meine Ablehnung nicht wundern.
Meine Freunde und meine Gegner werden sich schon in kurzer Frist unabhängig von Glauben und Zweifel - ein klares Bild über meine Heilungen machen können, das kein Flugblatt mehr verwischen kann. Auch die Zweifler - und gerade die medizinisch Vorgebildeten - werden dabei zu der Erkenntnis gelangen, in welchem Maße der Glaube an Gott und der Einklang des Lebens mit seinen Geboten das Fundament der seelischen und damit die erste Voraussetzung auch der körperlichen Gesundheit ist."