Pressespiegel Deutschland

Raum & Zeit, Juli / August 2009


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Das Wirken des göttlichen Heilstroms

Zum 50. Todestag von Bruno Gröning (1906-1959)

Von Armin Risi, Zürich.

Vor 60 Jahren trat er in Deutschland zum ersten Mal auf: Bruno Gröning.
Ein Mann, der durch seine Wunderheilungen über Nacht in die Schlagzeilen der Presse und ins Kreuzfeuer der Behörden geriet.

Es war die triste Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Deutschland war ausgebombt und am Boden zerstört. Die Bevölkerung war dezimiert, und viele hatten kaum das Nötigste zum Überleben. Da erfuhren die Ärmsten - die Kranken und Mittellosen - plötzlich, dass es Hoffnung gäbe: Ein gewisser Bruno Gröning sei als Wunderheiler öffentlich tätig geworden und sei für alle da, ohne Geld oder Formalitäten zu verlangen.

Zu Tausenden und Zehntausenden strömten Menschen zu Bruno Gröning und wurden Zeugen von dem, was die Zeitungen und die mündliche Kunde verbreiteten: Wunder geschehen, spontane Heilungen vor Ort, "Massenheilungen", Fernheilungen.

Wer war dieser Mann, der scheinbar aus dem Nichts auftauchte und größte Kontroversen auslöste?

Bruno Gröning war das vierte von sieben Kindern einer einfachen Arbeiterfamilie aus Danzig, der damaligen Hauptstadt Westpreußens. Bereits als Kind fiel er durch seine Heilfähigkeiten auf. Während des Ersten Weltkrieges besuchte er oft die örtlichen Lazarette. Nach fünf Jahren Volksschule trat er ins Arbeiterleben. 1943 wurde er in die deutsche Wehrmacht eingezogen und geriet im März 1945 in russische Kriegsgefangenschaft. Dank seines Wirkens wurden er und seine Abteilung jedoch bereits Ende 1945 freigelassen. Gröning kam als Heimatvertriebener nach Westdeutschland. Obwohl er selbst praktisch mittellos war, setzte er sich im freiwilligen Hilfsdienst für die Vertriebenen ein und bewirkte bei vielen Hilfesuchenden Heilungen.

Sein unauffälliges Helfen setzte sich in kleinen Kreisen fort, bis er im März 1949 im westfälischen Städtchen Herford den neunjährigen Sohn eines Ingenieurs von einer schweren Krankheit (Muskelschwund) heilte. Vater Hülsmann war derart dankbar, dass er Bruno Grönings Heilkraft möglichst vielen Menschen zukommen lassen wollte, und stellte ihm sein Haus zur Verfügung. Nun kam eine neue Dimension in Bruno Grönings Wirken: Er wurde nicht mehr nur zu den Menschen gerufen, die Menschen kamen zu ihm und das gleich zu Tausenden.

Die biblischen Szenen von Kranken, Lahmen und Blinden, die plötzlich Heilung erfuhren, blieben nicht lange ungestört. Im Mai 1949 erließ die Stadtregierung von Herford, vorwiegend auf Drängen der Ärzteschaft, ein Totalverbot.

Bruno Gröning verließ Herford und wirkte an verschiedenen anderen Orten. Als er den Besitzer des "Traberhofs", eines großen Pferdegestüts in Rosenheim bei München, heilte, bot dieser ihm an, er solle sich an diesen Ort zurückziehen, um etwas Ruhe zu finden. Bruno Gröning nahm dieses Angebot an, aber die Journalisten entdeckten schon bald seinen Aufenthaltsort und schrieben mit großen Schlagzeilen darüber, was bewirkte, dass nach Rosenheim noch größere Menschenmengen kamen als nach Herford. Auf den Wiesen des Traberhofs lagerten rund 30000 Menschen - ein Meer von Kranken und Invaliden. Auch hier kam es zu zahlreichen Wunderheilungen.

Obwohl Bruno Gröning immer die Zusammenarbeit mit den Ärzten suchte, kam es zu weiteren Heilverboten, in den folgenden Jahren zu mehreren Gerichtsprozessen. 1958 wurde ihm durch ein Gerichtsurteil in ganz Deutschland jegliche Heileraktivität unmöglich. Anfang 1959 reiste er nach Paris und verstarb dort am 26. Januar 1959.

Kurz vor seinem Verscheiden sagte Bruno Gröning: "Was meine Gegner tun mussten, haben sie restlos getan und sind damit am Ende. Ebenso habe ich getan, was ich tun musste - dieses aber ist erst der Anfang."

Die Rehabilitation eines Verkannten

Nach Bruno Grönings Heimgang hielten dankbare Geheilte sein Werk, das scheinbar zerschlagen war, zunächst in kleinem Kreis am Leben, bis die Saat in einer neuen Dimension und Verbreitung aufgehen konnte. Pionierarbeit leistete hierbei Grete Häusler (1922-2007), die vor 30 Jahren im Jahr 1979 den Bruno Gröning Freundeskreis gründete. Der Freundeskreis ist eine konfessionell unabhängige Vereinigung von Menschen. Er wird von freiwilligen Spenden und ehrenamtlicher Mitarbeit getragen. Durch das Wirken dieses Kreises wurden Bruno Grönings Lehren über Hilfe und Heilung auf dem geistigen Wege neu belebt und weltweit verbreitet. Heute gibt es in über siebzig Ländern Gemeinschaften des Freundeskreises, die sich regelmäßig treffen, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam die Heilkraft aufzunehmen. Die unerklärlichen Heilungen setzen sich bis zum heutigen Tag fort. Jährlich erscheint ein Band mit den neuesten Erfolgsberichten. Zahlreiche Heilungsberichte sind auch auf der Webseite des Freundeskreises veröffentlicht. Die Medizinisch-Wissenschaftliche Fachgruppe (MWF) des Freundeskreises, eine internationale Verbindung von einigen Tausend anerkannten Ärzten, Heilpraktikern und anderen Angehörigen heilkundlicher Berufe, untersucht und dokumentiert seit Anfang der 1990erJahre diese Erfolgsberichte aus aller Welt. Der Leiter dieser Fachgruppe ist Dr. med. G. Blättner.

Der Heilstrom

So sensationell Bruno Grönings Heileraktivität auch war, so einfach war seine Erklärung: Ursprünglich ist der Mensch in höchster Einheit mit Gott verbunden, doch wenn der Mensch aus dieser Verbindung herausfällt, trennt er sich von seiner Verbindung mit der göttlichen Quelle und gibt sich dem Bösen, der Not und dem Elend preis. Aber Gottes unbegrenzte Kraft bleibt allgegenwärtig wirksam, und diese göttliche Kraft hat als "Heilstrom" auch eine unbegrenzte Heilkraft. Wer sich wieder für diese Kraft öffnet, kann Heilung und alle anderen Formen von Hilfe empfangen."Gott gibt uns alles Gute, nur müssen wir all das Seine, das Er uns sendet, in uns aufnehmen."

Das Sichverbinden mit dem Heilstrom und Empfangen von Heilenergie aus der göttlichen Quelle nannte Bruno Gröning "Sich-Einstellen". Viele bitten so für sich selbst und die eigene Heilung, für ihre eigenen Herzenswünsche oder auch für das Wohl anderer Menschen, für die ganze Menschheit, die Natur und die Erde.

Wenn Menschen einzeln oder in einer Gruppe sich einstellen, entsteht eine Atmosphäre, die es ermöglicht, dass der Heilstrom empfangen werden kann. Hier werden wir das Wort Jesu erinnert: "Wo immer zwei oder drei in meinem Namen zusammenkommen, bin ich in ihrer Mitte." (Mt. 18,20)

Dieser Schlüssel zu den geistigen Realitäten steht allen Menschen zur Verfügung, nur dürfen wir uns dieses Schlüssels nicht berauben lassen (durch Unglauben, Stress, Ablenkung usw.). Heute, wo das Versagen der modernen Zivilisation immer deutlicher wird, sind wir Menschen gefordert, das göttliche Prinzip des Bittens und Empfangens in unser eigenes Leben zu integrieren und uns wieder bewusst mit der göttlichen Urkraft, dem "Heilstrom", zu verbinden. Vorbilder wie Bruno Gröning können uns helfen, uns an unsere eigene Göttlichkeit und Gottverbundenheit zu erinnern.

Obwohl Bruno Gröning die Zusammenarbeit mit Ärzten suchte, kam es zu weiteren Heilverboten.


Heilung nach schwerem Unfall

Nach einem schweren Autounfall litt Frau von Mierlo an einem Bandscheibenvorfall zwischen dem vierten und fünften Halswirbel. Ihr Schlüsselbein renkte sich seitdem in regelmäßigen Abständen aus. Tag und Nacht hatte Frau von Mierlo sehr starke Schmerzen, die sich durch sehr starke Schmerzmittel nur kurzzeitig unterdrücken ließen. Sie musste ihren Beruf der Krankenschwester aufgeben, ebenfalls die Haus- und Gartenarbeit und war so verzweifelt, dass sie an Selbstmord dachte. Nach achtzehn Jahren Schmerzen stieß sie dann auf die Lehre Bruno Grönings. Nach ihrer Einführung in diese verschwanden die Schmerzen völlig. Der Arzt Dr. med. W. Lobeck stellte dazu fest: Aus medizinischer Sicht ist diese Heilung sehr beeindruckend und nicht zu erklären. Sie kann nur durch die Einwirkung des Heilstromes bewirkt worden sein.


Heilung von Asthma bronchiale

Seit ihrer Kindheit litt Angelika Fehrle oft unter Bronchitis. 1983 wurde Asthma bronchiale diagnostiziert. Ärztlicherseits hieß es, damit müsse sie leben und lebenslänglich Medikamente nehmen. Trotz ständiger Behandlung und vieler Arzneien, Spritzen und einer Kur verschlechterte sich ihr Zustand von Jahr zu Jahr. Schon Wetterveränderungen oder schlechte Raumluft führten zu Atemnot. Morgens quälte sie meist ein starker schmerzhafter Husten. Im August 1995 wurde sie in die Lehre Bruno Grönings eingeführt. Ihr Zustand verbesserte sich so, dass sie nach einigen Wochen keine Beschwerden mehr hatte, Treppensteigen konnte, etc. Ein Lungenfacharzt bestätigte: Sie brauche keine Medikamente mehr, sie sei gesund. Dr. med. M. K. führt dazu aus: "Eine Ausheilung nach 12 Jahren wäre medizinischerseits nicht mehr zu erwarten gewesen. Ohne die Heilung durch Aufnahme des Heilstroms hätte Frau Fehrle voraussichtlich ihr ganzes Leben die Krankheit tragen müssen."


Der Autor, Armin Risi, geb. 1962; Philosoph und Sachbuchautor; lebte 18 Jahre in vedischen Klöstern in Europa und Indien; seit 1998 als freischaffender Schriftsteller und Referent tätig.
Veröffentlichungen: drei Gedichtbände. fünf Sachbücher mit spirituell-philosophischem und zeitkritischem Inhalt; zahlreiche journalistische Arbeiten.
www.arminrisi.ch
Website des Bruno Gröning Freundeskreises: www.bruno-groening.org ;
Dokumentarfilm über Bruno Gröning: siehe www.bruno-groening-film.org