J. Block
Fast ein Jahrzehnt war der Name Bruno Gröning in der deutschen Öffentlichkeit präsent. 1949 war er als "Wunderdoktor von Herford" quasi über Nacht weltbekannt geworden, als von wundersamen Heilungen berichtet wurde. In dem westfälischen Städtchen drängten innerhalb von wenigen Wochen Hunderte und Tausende Heilungssuchende zu ihm. Im bayerischen Rosenheim waren es einige Wochen später sogar Zehntausende, die täglich seine Wirkungsstätte umlagerten. Heilungen über Heilungen wurden berichtet. Gelähmte schoben ihre Rollstühle oder liefen ohne ihre Krücken. Blinde konnten wieder sehen, Taube hören, Stumme sprechen.
Das Phänomen Gröning
Gröning wurde zum Phänomen. Presse, Funk und Wochenschau berichteten. Im Herbst 1949 wurde sogar ein Kinodokumentarfilm über ihn gedreht. Ausländische Medien schickten ihre Korrespondenten. In ganz Europa, den USA und selbst im arabischen Sprachraum wurde über Gröning berichtet. Eine medizinische Prüfungskommission befasste sich mit ihm und kam zu dem Schluss, dass er kein Scharlatan sei. Bis hinauf in die höchsten gesellschaftlichen Kreise fanden sich Befürworter Grönings, so beispielsweise der evangelische Bischof Dr. Hermann Kunst, der Verleger Helmut Kindler oder der bayerische Ministerpräsident Dr. Hans Ehard.
Es folgte ein bewegtes Jahrzehnt. Die Massenansammlungen ließen nach, Gröning wurde zunehmend angefeindet und wegen vermeintlichen Verstoßes gegen das Heilpraktikergesetz verfolgt. Er gründete Gemeinschaften, in denen seine Freunde regelmäßig zusammenkamen, sich über seine Lehre austauschten und bei denen er selbst von Zeit zu Zeit Vorträge hielt.
Ende und Neubeginn
Am 26. Januar 1959 starb Gröning in Paris. Die meisten seiner Freunde zerstreuten sich, und das Kapitel Bruno Gröning in der deutschen Nachkriegsgeschichte schien beendet.
Tatsächlich war anderthalb Jahrzehnte Ruhe. Die Zahl der verbliebenen Freunde belief sich nur noch auf ein paar Dutzend, und der Name Gröning war aus den Schlagzeilen verschwunden. Doch Mitte der siebziger Jahre erschien ein Zeitungsartikel, in dem von neuen Gröning-Heilungen die Rede war, Heilungen durch das Befolgen seiner Lehre. Auf diesen Artikel hin meldeten sich neue Hilfesuchende. Wieder traten Heilungen ein. Ein Folgeartikel über diese neuen Heilungen erschien. Daraufhin meldeten sich über 2400 Menschen.
Bruno-Gröning-Freundeskreis
Um das Werk Bruno Grönings in geordneten Bahnen neu aufzubauen, gründete Grete Häusler, die selbst 1950 Heilung von drei unheilbaren Krankheiten erlebt hatte und bis zum Jahr 1959 eine enge Mitarbeiterin Grönings war, 1979 den Bruno-Gröning-Freundeskreis. Sie führte das von Bruno Gröning begründete Prinzip der Gemeinschaften (örtliche Gruppen) fort und hielt sich auch - was die Aufnahme von den sogenannten Erfolgsberichten über eingetretene Heilungen anging - an seine grundlegenden Anweisungen. Dazu gehört auch, dass die Zugehörigkeit zum Bruno Gröning-Freundeskreis frei von finanziellen oder rechtlichen Verpflichtungen und unabhängig von nationalen, ideologischen oder konfessionellen Bindungen ist. Mitgliedschaften oder Bindungen an Vereine sind für die Bruno-Gröning-Freunde daher kein Thema.
Da zu Lebzeiten Bruno Grönings oft Menschen aus Profitgier seine Nähe gesucht hatten, legte Grete Häusler von Anfang an auch viel Wert darauf, dass jede Mitarbeit im Freundeskreis ehrenamtlich erfolgt und alle Ausgaben, z.B. für Raummieten, durch freiwillige Spenden getragen werden. Bis heute hält der Freundeskreis an diesen Prinzipien fest. Der Freundeskreis wird seit 2007 von Dieter Häusler, dem Sohn Grete Häuslers, geleitet.
Internationalität und Medizinische Fachgruppe
Mittlerweile gibt es die Gemeinschaften des Bruno-Gröning-Freundeskreises auf dem ganzen Globus in über 70 Ländern. Aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen und Religionen finden sich Menschen zusammen, um sich mit der Lehre Bruno Grönings zu befassen und gemeinsam die Heilkraft aufzunehmen. Nach wie vor geschehen Heilungen, so beispielsweise von Osteoporose, Angina Pectoris oder Rheuma. Bruno Gröning wies immer wieder darauf hin, dass man Gesundheit nicht kaufen kann. Sie sei ein Geschenk Gottes. Grundsätze seiner Lehre lassen sich durch zwei Zitate beschreiben: "Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft." und "Es gibt kein Unheilbar - Gott ist der größte Arzt."
Dieser einfache Weg zur Hilfe und Heilung durch die Aufnahme dieser natürlichen Heilkraft ist selbst in Fachkreisen bisher erstaunlicherweise weitgehend unbekannt. Daher erfasst und überprüft die Medizinisch-Wissenschaftliche Fachgruppe (MWF), in der sich mehrere tausend Fachärzte, Professoren, Allgemeinmediziner, Homöopathen, Heilpraktiker und sonstige Heilberufler zusammengefunden haben, weltweit Heilungen auf dem geistigen Weg durch die Lehre Bruno Grönings, um sich auch aus fachlicher Sicht mit dem Phänomen zu befassen.
Durch ein eigenes Journal, das in 13 Sprachen übersetzt wird, ist ein fachlicher und persönlicher Austausch länderübergreifend gewährleistet. Hunderte von Helfern wurden geschult, die eingetretenen Heilungen nach den Grundsätzen der klinischen Anamnese zu erfassen. Die Berichte werden in ärztlich geführten Arbeitskreisen zusammengestellt und geprüft. Weitere Gruppen von Ärzten, Tierärzten und Psychologen führen weltweit auf regionaler und Länderebene eine Kontrolle vor der Archivierung der Berichte durch. Heilungen von organischen Krankheiten, aber auch von schweren seelischen Leiden und Suchtkrankheiten werden erfasst. In vielen Fällen ist nach jahre- und jahrzehntelangen Krankheitsverläufen durch die Aufnahme der Heilkraft die Gesundheit wieder eingetreten.
Weltweite Ärztevorträge auch an Universitäten
Durch öffentliche Vorträge - auch an Universitäten - in mittlerweile mehr als 70 Ländern wollen die Ärzte der MWF Kolleginnen und Kollegen und interessierte Heilungs- und Hilfesuchende informieren. Während der Vorträge werden medizinisch dokumentierte Heilungen von schweren chronischen Krankheiten vorgestellt und erläutert. Geheilte berichten selbst von ihrer Heilung. Ziel der Vorträge ist es u.a., den interessierten Zuhörern die Lehre Bruno Grönings näherzubringen und ihnen so viel Eindrucksvolles über die Hintergründe von Gesundheit und Krankheit aus einer ganz neuen Sicht zu vermitteln. Während eines solchen Vortrags ist es auch möglich, die Heil- oder Lebenskraft am eigenen Körper zu spüren.
In den letzten Jahren besuchten weltweit mehr als 100.000 Menschen die Vorträge. Immer mehr Ärzte, Tierärzte und Psychologen haben auf diesem Weg einen Zugang zu einer Quelle der Kraft und Heilung für sich und ihre Patienten gefunden. Die Vorträge sind kostenlos, die gesamte Arbeit finanziert sich durch freiwillige Spenden. Entsprechend dem Vorbild Bruno Grönings erfolgen keine medizinischen Beratungen, Untersuchungen oder Behandlungen.
Wenn Sie mehr erfahren wollen, so finden Sie im Internet unter www.bruno-groening.org weitere Informationen zum Thema.
Aussagen
"Alles wahrhaft Große auf Erden wächst aus etwas Geringem empor."
"Die Ordnung ist Gott. Die Ordnung ist Gesundheit."
Die Umsetzung von Bruno Grönings Lehre im Alltag
Auf der Grundlage ihrer Lebenserfahrung empfahl Grete Häusler mit Blick auf Bruno
Gröning und seine Lehre: "Getrauen Sie sich, ihn, den schlichten, einfachen Mann,
als Freund anzunehmen; getrauen sie sich, seinen Worten nachzugehen und sie zu
befolgen; getrauen Sie sich, zu bitten und zu wünschen, dann werden Sie den heilenden Strom empfangen können, der Ihren Körper und Ihre Seele erfassen und erfüllen wird mit dem, was Sie brauchen. Stellen Sie sich jeden Tag ein1, bitten Sie um diesen Strom des Lebens, und das Leben wird erfüllt werden mit Licht, Freunde, Gesundheit und allem, was Sie brauchen werden für Ihren Lebenskampf, um die Lebensaufgabe meistern zu können."2
1 Einstellen - ist der Begriff für die Aufnahme der Heilkraft mit einer offenen Körperhaltung: Arme und Beine sollten nicht überkreuzt werden.
2.Aus: Grete Häusler - Erkenntnisse und Lebensweisheiten, zusammengetragen und herausgegeben von Thomas Eich, S. 63
Christiane Koch (55) aus Schweinfurt berichtet:
Im März 1994 traten zum ersten Mal Schmerzen im Lendenwirbelbereich auf, die bis ins rechte Bein ausstrahlten. Das Liegen in der Nacht war mir nur mit angezogenen Beinen seitlich möglich. Trotzdem wachte ich bis zu 15 Mal vor Schmerzen auf. Nach vergeblichen homöopathischen und kinesiologischen Maßnahmen erhielt ich 1995 die Diagnose Ischialgie. Seit April 1998 traten die Ischiasschmerzen ständig im unteren Rücken, der rechten Gesäßhälfte und oft im Bein bis zur großen Fußzehe auf. Jede Lageveränderung, wie Wechsel vom Liegen zum Stehen, oder Sitzen zum Stehen, waren nur noch unter Schmerzen möglich. Das Leben war zur Qual geworden. Tag und Nacht Schmerzen. Cortison und Diclophenac brachten immer nur für einen Tag Erleichterung. Auch Kuren und Gymnastik konnten die Schmerzen nicht nehmen. Durch eine Röntgenaufnahme beim Orthopäden wurde jetzt ein 2-3gradiges Wirbelgleiten mit hochgradiger Bandscheibenabnutzung festgestellt. Nach elfmonatiger Krankschreibung musste ich meinen Beruf als Krankenschwester aufgeben.
Ab Januar 2000 besuchte ich regelmäßig die Gemeinschaftsstunden des Bruno-Gröning-Freundeskreises und vier Monate später war ich vollkommen schmerzfrei. Seitdem kann ich beim Schlafen die Beine wieder strecken und auf dem Rücken liegen. Gartenarbeit und Wandern in den Alpen sind meine größte Freude. Ich bin wieder ein lebensfroher gesunder Mensch geworden.
Ärztlicher Kommentar:
Bei Frau Koch handelt es sich bei seit Jahren bestehenden Beschwerden im Lendenwirbelbereich mit Ausstrahlungen in das rechte Bein (Ischialgie) um ein Abgleiten des letzten Lendenwirbels gegen das Sacrum (Spondylolisthesis L5/S1), radiologisch erstmals diagnostiziert im Mai 1998.
Schulmedizinisch ist es nicht erklärbar, dass vorliegender Symptomenkomplex ohne "Therapie" (in Form von Krankengymnastik etc.) innerhalb kürzester Zeit vollständig bis zur Beschwerdefreiheit, ja sogar bis zur normalen "Belastbarkeit" abgeheilt ist. Hier muss ein Zusammenhang zwischen der "inneren Öffnung" und der regelmäßigen Aufnahme des Heilstroms gesehen werden. Ich selbst sah Frau Koch im Juli 2001 in völliger Beschwerdefreiheit in meiner Praxis.
Röntgenbilder von Juli 2001 zeigten dabei im Vergleich zu den Voraufnahmen vom Mai 1998 eine zunehmende knöcherne Abstützung des Lendenwirbels gegenüber dem Sacrum. Ein Kernspintomogramm der Lendenwirbelsäule von November 2003 zeigte eine weitere Verbesserung des Befundes, hier lag statt der Spondylolisthesis nur noch eine Pseudospondylolisthesis vor.
Zusammenfassend ist der Erfolgsbericht beeindruckend, die geschilderte Beschwerdesymptomatik medizinisch nachvollziehbar, die ärztlichen Unterlagen ausreichend, der Zeugenbericht des Ehemannes glaubhaft.
Dr. K.-J.B., Arzt
Interview mit dem Leiter der Medizinisch-Wissenschaftlichen Fachgruppe (MWF) des Bruno Gröning-Freundeskreises, Dr. med. G. Blättner
Herr Dr. Blättner, warum setzen Sie sich als Schulmediziner so engagiert öffentlich für Heilung auf dem geistigen Weg durch die Lehre Bruno Grönings ein?
Ich bin der Überzeugung, dass in der heutigen Zeit ein jeder Arzt die Verpflichtung hat, seinen Patienten zu helfen. Doch reicht das universitäre Wissen nicht mehr aus, man sollte als Arzt auch andere Wege unvoreingenommen prüfen, die den Patienten helfen können. Vor Jahren wurde ich auf Bruno Gröning und den Freundeskreis aufmerksam. Als ich durch die Überprüfung der berichteten Heilungen sah, dass selbst schwere chronische Leiden einfach verschwunden sind, da wusste ich, ich kann und darf nicht schweigen über das, was hier geschieht.
Es gibt doch noch viele andere Wege in der Naturheilkunde, aber auch auf dem Gebiet des geistigen Heilens. Warum setzen Sie auf den Bruno-Gröning-Freundeskreis?
Zum einen können Sie sich denken, dass man Prioritäten setzen muss. Die Ärzte, Heilpraktiker und Personen aus anderen heilkundlichen Berufen engagieren sich neben ihren beruflichen Verpflichtungen in der MWF. Da muss man schon wissen, wofür man die Zeit hergibt. Für mich persönlich ist dieser Weg nicht der einzige, aber doch der wertvollste, weil er so einfach ist. Es ist mein Ziel, Menschen etwas Einfaches vermitteln zu können, kostenlos sich selbst zu helfen. Das ist das, was wir in der heutigen Gesundheitssituation brauchen. Meine Kollegen und ich erleben es bei unseren Vortragsreisen besonders auch in den armen Ländern dieser Erde. Im Vortrag erklären wir den Menschen, wie sie sich nach der Lehre Bruno Grönings dem Heilstrom öffnen können. Sehr viele der Zuhörer spüren die Kraft sofort an ihrem Körper. Wir beobachten auch schon während der Vorträge die ersten Heilungen. Es bilden sich dann örtliche Gruppen, und es entsteht eine Eigendynamik, es wächst von allein, weil es wirklich hilft.