Pressespiegel, Paraguay:
"Aktuelle Rundschau", Ausgabe 10.11.2002

(Auszug)

"Bruno Gröning – ein ungewöhnlicher Mensch"

1949 rückte der Name Bruno Gröning über Nacht ins Schlaglicht der Öffentlichkeit. Presse, Funk und Wochenschau berichteten. Monatelang hielt das Geschehen um den "Wunderdoktor", wie er bald genannt wurde, die junge Republik in Atem. Ein Kinofilm wurde gedreht, wissenschaftliche Untersuchungskommissionen einberufen, und die Behörden befassten sich bis hinauf in die höchsten Gremien mit dem Fall Bruno Gröning.

Der nordrhein-westfällische Sozialminister liess Bruno Gröning wegen Verstossens gegen das Heilpraktikergesetz verfolgen, der bayerische Ministerpräsident hingegen erklärte, man dürfe ein solch "exzeptionelle Erscheinung" wie Gröning nicht an Paragraphen scheitern lassen. Das bayerische Innenministerium bezeichnete seine Tätigkeit als "freie Liebestätigkeit".

In allen Bevölkerungsgeschichten wurde heftig und kontrovers über den Fall Bruno Gröning diskutiert. Die emotionalen Wellen brandeten hoch. Geistliche, Ärzte, Journalisten, Juristen, Politiker und Psychologen: alle sprachen über Bruno Gröning. Seine Wunderheilungen waren für die einen Gnadengeschenke einer höheren Macht, für die anderen Scharlatanerie. Doch die Faktizität der Heilungen wurde durch medizinische Untersuchungen belegt.

Bruno Gröning, 1906 in Danzig geboren und nach dem Krieg als Heimatvertriebener nach Westdeutschland emigriert, war ein einfacher Arbeiter. Er hatte von den verschiedensten Tätigkeiten gelebt, war Zimmermann, Fabrik- und Hafenarbeiter gewesen, Telegrammzusteller und Schwachstrommonteur. Nun stand er plötzlich im Mittelpunkt öffentlichen Interesses. Die Nachricht von seinen Wunderheilungen verbreitete sich weltweit. Aus allen Ländern kamen Kranke, Bittbriefe und Angebote. Zehntausende Heilungssuchende pilgerten zu seinen Wirkungsstätten. Eine Revolution in der Medizin bahne sich an. 

Doch auch die Gegenkräfte waren da. Einflussreiche Ärzte, Kirchenfunktionäre, Juristen und ehemalige Mitarbeiter setzen alles in Bewegung, um das Wirken von Bruno Gröning zu unterbinden. Heilverbote verfolgten ihn, Prozesse wurden ihm angehängt. Alle Bestrebungen, sein Wirken in geordnete Bahnen zu lenken, scheiterten. Zum einen am Widerstand massgeblicher gesellschaftlicher Kräfte, zum anderen an Unvermögen oder Profitgier seiner Mitarbeiter. Als Bruno Gröning im Januar 1959 in Paris starb, war der letzte Prozess gegen ihn in vollem Gange. Das Verfahren wurde eingestellt, nie ein endgültiges Urteil gesprochen. Doch viele Fragen blieben offen.

Die Lehre Bruno Grönings

Die Lehre Bruno Grönings geht vom Einfluss geistiger Kräfte auf den Menschen aus. Der Einfluss dieser Kräfte ist grösser, als von den meisten Menschen angenommen.

Bruno Gröning vergleicht den Menschen mit einer Batterie. Im täglichen Leben gibt jeder Kraft ab. Jedoch wird die benötigte neue Lebensenergie oft nicht mehr ausreichend aufgenommen. Ebenso wie eine leere Batterie nicht funktionstüchtig ist, kann ein kraftloser Körper seine Aufgabe nicht erfüllen. Abgespanntheit, Nervosität, Lebensängste und letztlich Krankheit sind die Folgen.

Bruno Gröning erläuterte nun, wie der Einzelne wieder zu neuen Energien kommen kann. Der Glaube an das Gute ist hierfür ebenso Voraussetzung wie der Wille zur Gesundheit. Der Mensch ist überall von Heilwellen umgeben, die er nur aufzunehmen braucht. Laut Bruno Gröning gibt es keine unheilbare Krankheit, was die ärztlich geprüften Erfolgsberichte bestätigen. Die Heilungen geschehen hier allein auf geistigem Wege und sind daher nicht an Bruno Grönings materiellen Körper gebunden.

Um diesen Heilstrom aufzunehmen, sitzt der Hilfesuchende mit geöffneten Händen, Arme und Beine sind nicht verschränkt, um das Fliessen des Heilstroms nicht zu unterbinden. Gedanken an Krankheit und Sorge wirken hinderlich, Gedanken an etwas Schönes hingegen sind hilfreich.

Wenn der Heilstrom durch den Körper fliesst, stösst er auf die Organe, die durch Krankheit belastet sind und beginnt dort seine reinigende Wirkung. Dabei kann es zu Schmerzen kommen, die ein Anzeichen für die Reinigung des Körpers sind. Da die Krankheit ihrem Wesen nach nicht von Gott gewollt ist, wird sie nach und nach beseitigt. Dies kann in einzelnen Fällen auch spontan geschehen. Hierzu ist es notwendig, dass sich der Mensch nicht mehr gedanklich mit der Krankheit beschäftigt, sondern daran glaubt, dass es für Gott kein "Unheilbar" gibt.

Um auch weiterhin gesund zu bleiben, stellen sich die Bruno Gröning-Freunde täglich auf dem Empfang des Heilstroms ein. Der gesunde Körper bildet die Grundlage für ein Leben in Einklang mit sich selbst, den Mitmenschen und der Natur.

Das Ziel der Lehre Bruno Grönings ist es, einen Kranken zu einem lebensfrohen Menschen zu machen, der frei von körperlichen und seelischen Belastungen ist.

Der Bruno Gröning-Freundeskreis

Der Bruno Gröning-Freundeskreis führt das Werk Bruno Grönings fort. In ihm haben sich Menschen zusammengefunden, die auch heute Heilung durch die Lehre Bruno Grönings erlangen wollen oder schon erlangt haben.

Leiterin des Freundeskreises ist Grete Häusler. Sie lerne Bruno Gröning im August 1950 kennen und erhielt schon bei der ersten Begegnung Heilung von drei unheilbaren Leiden. In den folgenden Jahren begegnete sie Bruno Gröning noch oft, arbeitete eng an seiner Seite und bemühte sich, Hilfe suchenden Menschen seine Lehre nahe zu bringen. Aus diesem Bemühen heraus rief sie 1979 den Bruno Gröning-Freundeskreis ins Leben.

Es gibt inzwischen mehrere Hundert örtliche Gemeinschaften in Deutschland, benachbarten europäischen Ländern und zunehmend auch weltweit. Einige zehntausend Freunde treffen sich in der Regel in dreiwöchigen Abständen zu Gemeinschaftsstunden. Die Leiter der Gemeinschaftsstunden und deren Helfer kommen in Arbeitskreisen zusammen, um anstehende Aufgaben zu besprechen und zu koordinieren. Die aktiven Freunde arbeiten eigenverantwortlich an ihren Aufgaben. Alle Arbeiten werden ehrenamtlich und unentgeltlich ausgeführt.

Neben den örtlichen Gemeinschaften für Erwachsene, Jugendliche und Kinder sind auch Sondergemeinschaften entstanden, z.B. die weltweite Betreuung einzelner Freunde in verschiedenen Sprachen oder spezielle Gemeinschaften als Ausweg aus der Drogensucht. Für Freunde aus medizinischen Berufen gibt es die Medizinisch-Wissenschaftliche Fachgruppe (MWF).

Die Zugehörigkeit zum Freundeskreis ist unabhängig von Bindungen an Kirchen oder sonstige religiöse oder weltanschauliche Gruppierungen. Bindungen finanzieller oder rechtlicher Art besteht nicht. Das Werk Bruno Grönings finanziert sich ausschliesslich auf der Basis freiwilliger Spenden. Entsprechend dem Vorbild Bruno Grönings wird im Freundeskreis nicht diagnostiziert, therapiert, untersucht oder behandelt. Von Medikamenteneinnahme und Arztbesuchen wird weder abgeraten, noch wird diese empfohlen. Jede Heilung ist ein Geschenk und somit eine göttliche Gnade. Deshalb ist ein Heilversprechen unmöglich und wird im Bruno Gröning-Freundeskreis auch nicht gegeben.

Jungen Menschen im Bruno Gröning-Freundeskreises

Der Sinn der Zusammenkünfte ist in erster Linie die Vermittlung der Lehre Bruno Grönings, die den Menschen u. a. dazu anleitet, wie man eine Heilkraft (göttliche Kraft) in sich aufnehmen kann.

Weiteres Ziel ist es, die Auswirkungen des eigenen Denkens, Sprechens und Handelns auf die eigene Gesundheit und das Wohlbefinden – wie auch auf das unserer Umgebung – zu erkennen.

Spezielle Themen der Jugendgemeinschaften sind unter anderem:

  • Verlorene Schulängste
  • Der natürliche Umgang mit dem Glauben u.a. an Gott
  • Die Grösse und Bedeutung des eigenen Gefühls als Gegensatz zur allgemeinen Oberflächigkeit
  • Achtung und Rücksicht in Beziehungen

Das Thema Drogen ist ebenfalls wichtig. Es bildet den Schwerpunkt im Bereich der Gemeinschaften der Hilfebedürftigsten.

Der Unterschied zu anderen Gruppierungen wie Selbsthilfegruppen liegt darin, dass kein Solidaritätsgefühl und Verstandensein durch Suchen gemeinsamer Probleme und die ständige Beschäftigung damit erzeugt werden soll. Die entsprechenden Themen werden deswegen im Zusammenhang mit einem Heilungsbericht besprochen, um den Betroffenen den Glauben an ihre eigene Heilung zu stärken und einen möglichen Ausweg aufzuzeigen.

Frei von Drogen durch die Lehre Bruno Grönings – ein alternativer Weg aus der Sucht

Jenseits aller herkömmlichen Selbsthilfegruppen oder therapeutischen Angebote für Drogenkonsumenten hat sich in den letzten Jahren der Bruno Gröning-Freundeskreis auch süchtiger Menschen angenommen. Die Hilfe bezieht sich auf alle Arten der Sucht. Therapeuten, Betroffene sowie deren Angehörige sind gleichermassen angesprochen.

Angefangen hat alles mit dem Engagement von Frau Rüther. Sie schaffte es, auf diesem Weg 1985 als Erste von Drogen wie Heroin, Kokain, Captagon u.a. frei zu werden. Ihren persönlichen Weg aus der Sucht hat sie in dem Buch "Mein Weg über den Abgrund" festgehalten. Petra Rüther ist seit 1985 drogenfrei. 1993 hat sie damit begonnen, Süchtige direkt auf der Strasse anzusprechen. Durch diese Pionierarbeit entstanden in Deutschland und im angrenzenden Ausland in mehreren Städten "Gemeinschaften der Hilfebedürftigsten", in denen Süchtige zusammenkommen, um Kraft und Ruhe aufzunehmen. Hilfen und Heilungen in diesem Bereich geschehen bis zum heutigen Tag.

Ärzte bestätigen, wie erfolgreich die Heilung auf dem geistigen Weg auch im Bereich der Suchterkrankung sein kann. Die Leiter dieser Gemeinschaften arbeiten eng mit der Medizinisch-Wissenschaftlichen Fachgruppe (MWF) des Bruno Gröning-Freundeskreises zusammen, in der die Heilungen in Form von Erfolgsberichten aufgenommen und wenn möglich wissenschaftlich dokumentiert werden.

Kontaktadressen

Bruno Gröning wies darauf hin, dass es eine heilende Kraft gibt, die er Heilstrom nannte. Er klärte die Hilfesuchenden auf, wie sie durch die bewusste Aufnahme dieser Kraft Hilfe und Heilung erlangen können. Bis zu seinem Tod im Jahr 1959 geschahen bei seinen Vorträgen Heilungen, die in die Tausende gehen. Grete Häusler wusste und erlebte, dass die Hilfen und Heilungen auch nach seinem Tod weiter eintraten. Daher gründete sie den Bruno Gröning-Freundeskreis, um das Wissen um das Wirken dieser Heilkraft weiterzugeben. In örtlichen Gemeinschaften kommen die Menschen zusammen, um gemeinsam die Kraft aufzunehmen und mehr über die Lehre Bruno Grönings zu erfahren. Wenn Sie interessiert sind, mehr über die Lehre und den Freundeskreis zu erfahren oder selbst an einer solchen Gemeinschaftsstunde teilnehmen möchten, dann können Sie sich an die Kontaktstelle wenden. Sie werden dann zu einem kostenlosen und unverbindlichen Einführungsvortrag in die Lehre Bruno Grönings in Ihrer Region eingeladen. Bruno-Gröning-Gemeinschaften gibt es zur Zeit in vielen Ländern. (...)