(Ins Deutsche übersetzt, Auszug)
"Freundeskreis
des Wunderheilers in Australien"
"Bewundert, verspottet, verfolgt Gröning kannte Höhen und Tiefen"Melbourne - "Ich muss ganz ehrlich sagen, bei mir hat es auch einige Zeit gedauert. Man muss es einfach glauben", erinnert sich Jürgen Lenffer, Gruppenleiter des Bruno Gröning-Freundeskreises in Melbourne, an seine erste Auseinandersetzung mit dem Wirken des deutschen Wunderheilers Bruno Gröning. "Messias oder Scharlatan?" - sind Stichworte, die immer wieder die Diskussionen um den 1906 im damaligen Danzig geborenen Sohn eines Arbeiters bestimmen. "Mit dem Verstand bin ich nicht zu fassen", sagte der 1959 verstorbene Gröning oft von sich selbst. "Versuchen Sie es nicht rational zu erklären, mit dem Kopf sind die Heilungen nicht zu verstehen", bestätigt auch Matthias Kamp, selbst Arzt und Autor einer "ärztlichen Dokumentation der Heilung auf geistigem Wege". Den Spuren Grönings nachgehend, möchte er in seinem knapp 550seitigem Buch das vermitteln, was er nach jahrelangen Recherchen erkannte: das Wirken des "Wunderheilers" stellt eine Revolution in der Medizin dar. "Es gibt kein Unheilbar" war der Leitspruch Grönings. "Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft", ermutigte er die Kranken. Er selbst sah sich als Vermittler einer geistigen Kraft, die er als "Heilstrom" bezeichnete und mittels derer er Blinden, Taubstummen, Kriegsverletzten und unheilbar Kranken Linderung und Heilung verschaffte. Aufmerksamkeit über die Grenzen Deutschlands hinaus zog sich Gröning, dem schon als Kind ungewöhnliche Fähigkeiten zugesprochen wurde, durch die Heilung eines Jungen zu. Der Sohn eines Herforder Ingenieurs war seit einigen Jahren bettlägrig und litt an progressiver Muskeldystrophie. Die Ärzte konnten dem Neunjährigen nicht helfen. Gröning, so sprach es sich später schnell herum, heilte den "Unheilbaren". Bald füllte der "Wunderheiler" die Schlagzeilen der Zeitungen, das "Phänomen Gröning" wurde zur grossen Sensation, Tausende suchten von da an seine Hilfe. Die Gesundheitsbehörden reagierten mit einem Heilverbot. Mit Klagen gegen den Heiler ohne Heilpraktikerausbildung versuchte man das unerklärliche Treiben des "Scharlatans" zu unterbinden. Gröning zog sich daraufhin mehr und mehr aus der Öffentlichkeit zurück und konzentrierte sein Wirken auf die von ihm gegründeten privaten Gemeinschaften. Auch nach seinem Tod im Jahre 1959 bestanden diese Gemeinschaften fort. Heute gibt es weltweit knapp 500 Bruno Gröning-Gemeinschaften mit rund 27.000 Freunden, darunter auch eine kleine Gruppe in Sydney und Melbourne. Der Freundeskreis in Melbournes Stadtteil Doncaster trifft sich alle drei Wochen unter der Leitung von Jürgen Lenffer. Der Heilpraktiker, der vor knapp 40 Jahren von Hamburg nach Australien auswanderte, hat sich ausgiebig mit Bruno Gröning befasst. Überzeugt hat ihn die Lehre des "Wunderheilers", weil er gesehen hatte, "dass es wirklich hilft". "Man braucht sich mit Krankheiten nicht abfinden", ist der 65jährige überzeugt. Darüber hinaus, so betont Jürgen Lenffer, sind die Heilungen basierend auf Grönings Lehre ärztlich dokumentiert und sorgfältig von unabhängigen Ärzten überprüft. Über die letzten acht Jahre seien mehr als 3000 Heilungen auf diese Weise archiviert worden. Der Freundeskreis, so fügt Lenffer hinzu, ist eine frei überkonfessionelle Vereinigung, die sich durch freiwillige Spenden trägt. Die eineinhalb- bis zweistündigen Treffen der Melbourner Freunde in Doncaster sind kostenlos. Bisher trifft sich dort lediglich eine Handvoll Interessierter. Auch der Freundeskreis in Sydney befindet sich noch im Aufbau. Zu gross, so betont Gruppenleiter Lenffer, sollte die Gruppe aber auch nicht werden. 30 Teilnehmer an den Treffen sei noch überschaubar. Bei grossem Interesse könne man dann vielleicht sogar an die Gründung einer weiteren Gruppe denken, die sich dann in einem anderen Vorort Melbournes treffen könnte. |