Pressespiegel, Österreich:
"Cogito", Ausgabe 4/1999

Cogito, Ausgabe 4/1999, Das Wirken des göttlichen Heilstroms

"Das Wirken des göttlichen Heilstroms"

"Heilung für Mensch und Erde - das Beispiel von Bruno Gröning (1906 - 1959)"

Die Menschheit erbt zu Beginn des dritten Jahrtausends eine Welt mit zerstörten Gleichgewichten, in der zunehmend Katastrophen, Zusammenbrüche, Krisen und Aggressionen zu erwarten sind. Nicht zuletzt sehen sich die Menschen - aufgrund ihrer unnatürlichen Lebensweise - auch zahllosen alten und neuen Krankheiten gegenüber. Die Auseinandersetzung mit diesen Bedrohungen ist bedrückend. Im folgenden Artikel soll jedoch eine Lösungsmöglichkeit aus der Perspektive des Lichts, der Hoffnung und der Eigenverantwortung beleuchtet werden, und zwar am Beispiel des phänomenalen deutschen Geistheilers Bruno Gröning, dessen Todestag sich 1999 zum vierzigsten Mal jährte.

Deutschland 1949

Genau vor fünfzig Jahren trat in Deutschland plötzlich ein Mann auf, der durch seine Wunderheilungen über Nacht in die Schlagzeilen der Presse und in das Kreuzfeuer der Behörden geriet. Es war die triste Zeit kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Deutschland, offiziell der Kriegsverursacher, musste hohe Entschädigungen zahlen und war in einen Ost- und Westteil zerrissen worden. Kaum jemand auf der Welt hatte mit dem ehemaligen Nazi-Reich Mitleid. Das deutsche Volk, zerbombt und dezimiert, darbte, und Hunderttausende von Kriegsgeschädigten fristeten ein armseliges Dasein.

Da erfuhren die Aermsten, die Hoffnungslosen und Mittellosen, plötzlich, dass es Hoffnung gebe. Ein gewisser Bruno Gröning sei als Wunderheiler öffentlich tätig geworden und sei für alle da, ohne Geld oder Formalitäten zu verlangen. Zu Tausenden und Zehntausenden strömten sie zu ihm, unter ihnen auch wohlhabende Hilfesuchende, und wurden selbst Zeugen von dem, was die Zeitungen und die mündliche Kunde verbreitete. Die meisten, aber nicht alle, erfuhren am eigenen Leib wundersame Heilungen.

Wer war dieser Mann, der scheinbar aus dem Nichts auftauchte und grösste Kontroversen auslöste?

Biographisches

Bruno Gröning war das vierte von sieben Kindern einer einfachen Arbeiterfamilie, die in der nähe von Danzig, der ehemaligen Hauptstadt Westpreussens, lebte. Bereits als Kind fiel er durch seine Heilfähigkeiten auf, und während des Ersten Weltkrieges besuchte er oft die Lazarette. Nach fünf Jahren Volksschule begann er eine kaufmännische Lehre, doch sein Vater, ein Maurer, wollte, dass Bruno ebenfalls einen Handwerkerberuf erlernte. So machte er eine Lehre als Zimmermann, aber die wirtschaftlichen Wirren nach dem Ersten Weltkrieg zwangen ihn zDanken Sie nicht mir, danken Sie dem Herrgott.u vielerlei Gelegenheitsarbeiten. 1927 heiratete er, und 1943 wurde er in die deutsche Wehrmacht eingezogen. Weil er sich weigerte, Waffen zu tragen und auf Menschen zu schiessen, wurde ihm mit dem Kriegsgericht gedroht und man sandte ihn an die russische Front. Dort erlebte er die Schrecken des Krieges und half unzähligen Kameraden. Im März 1945 geriet er in russische Kriegsgefangenschaft und kam im Dezember 1945 als Heimatvertriebener nach Westdeutschland. In den darauffolgenden Jahren stand er trotz des privaten Ueberlebenskampfes immer für Hilfesuchende unentgeltlich zur Verfügung.

Sein unauffälliges Helfen setzte sich in kleinen Kreisen fort, bis er anfangs 1949 im westfälischen Städtchen Herford den neunjährigen Sohn eines Ingenieurs von einer lähmenden Krankheit (Muskelschwund) heilte, der alle Aerzte machtlos gegenüber gestanden waren.

Wundersame Heilkraft

Der Vater dieses Knaben, Ingenieur Hülsmann, berichtete am 18. März 1949 schriftlich: "Mein Sohn Dieter ist neuneinhalb Jahre alt und leidet an einer progressiven Muskeldystrophie. (...) Hilfe bzw. Behandlung auf Heilung wurde mir weder von dort (von der Kinderklinik) noch von weiteren zehn befragten Professoren und Aerzten in Aussicht gestellt. Der Verfall des Kindes nahm beängstigende Formen an. Dieter ist seit zehn Wochen fest bettlägerig. Er kann weder stehen noch gehen. Selbst beim Versuch zu stehen knickt er im Kreuz wie ein Taschenmesser zusammen, da er gar keinen halt mehr verspürt. Die Beine und Füsse sind immer eiskalt und vollkommen gefühllos, da keine Durchblutung, trotz zweimaliger Massage pro Woche, stattfindet. Am Nachmittag des 15. März 1949 führte nun eine uns befreundete Dame Herrn Gröning bei uns ein, da ihr der Krankheitsfall unseres Sohnes Dieter hinreichend bekannt war. Stärkstens beeindruckt durch den Fall ihrer Schwester, die fünf Jahre hindurch gelähmt, nur im Rollstuhl bzw. im Bett liegend ihr Dasein fristete und durch Herrn Gröning geheilt wurde, war sie überzeugt, dass auch meinem Sohn geholfen werden könne. (...) Nach der Einwirkung durch Herrn Gröning setzte sofort die Durchblutung der Beine von den Oberschenkeln an beginnend ein. Mein Sohn zeigte genau den ruckweise vordringenden Blutstrom an, der sich nun wieder durch die verengten Adern bahnte. Danach hatte mein Sohn vollkommen warme Beine und Füsse"

Und bald darauf rannte Dieter geheilt durch das Haus und über die Treppen. Vater Hülsmann war derart dankbar, dass er Herrn Grönings Heilkraft möglichst vielen Menschen zukommen lassen wollte. Er stellte ihm sein Haus zur Verfügung, und so kam es zu den aufsehenerregenden Herforder Heilungen.

Einzel-, Massen- und Fernheilungen

Bruno Gröning entsprach nicht dem Klischee eines heiligen oder eines vergeistigten Geistheilers. Er war von gedrungener Gestalt, knapp 1,70 m gross, stammte aus der Welt der Arbeiter und sprach deren Sprache, war also für alle leicht verständlich.

Während seines öffentlichen Wirkens entfaltete er seine Heilkraft in Einzel- und Massenheilungen. Oft kam es vor, dass er für mehrere Tage nicht schlief und kaum ass. Ein Strom von kranken und invaliden Einzelpersonen wurde zu ihm vorgelassen, die alle (mit wenigen Ausnahmen) wundersame Heilungen erfuhren und nicht nur körperlich, sondern auch moralisch und religiös gestärkt wurden.

Bruno Gröning wollte nie Krankheitsbeschreibungen hören, er erkannte sofort von blossem Auge auch innerliche Gebrechen und löste die Heilung allein durch wenige Worte und unscheinbare Gesten aus, ohne die Patienten zu untersuchen, meistens sogar ohne sie zu berühren. Dieses kurze Einwirken genügte, dass Blinde sehend wurden, Gelähmte aufstanden und Kranke auf der Stelle eine gänzliche oder zumindest deutliche Besserung erfuhren. Er betonte immer, dass Heilung Zeit braucht und dass in der ersten Zeit einige schmerzvolle Heilschübe (sog. "Regelungsschmerzen") auftreten können, bis der Körper sich durch die Kraft des Heilstromes bleibend regeneriert hat.

Gröning arbeitete immer im Beisein von Zeugen, auch wenn dies skeptische Aerzte waren. Er wurde durch solche Zuschauer in keiner Weise irritiert, eher hatte er Mitleid mit diesen "Ungläubigen". Er hatte nichts zu verbergen. Alle Sitzungen und Heilungen sind also bezeugt, und viele von ihnen sind schriftlich belegt, insbesondere durch die Dankesschreiben der Geheilten.

Gröning wirkte unvoreingenommen und unbestechlich. Wenn sich Reiche ihre Heilung erkaufen wollten, schickte er sie zusammen mit ihrem Geld fort von sich. Wenn gewisse Individuen Heilung forderten oder an ihrer Krankheit festhielten und nicht an eine Heilung glaubten oder im Herzen an der Allmacht Gottes zweifelten, sagte er offen, dass er ihnen nicht helfen könne. Dasselbe sagte er auch, wenn bei jemandem tatsächlich "die Lebensuhr abgelaufen" war. Er brüstete sich nicht mit seinen Kräften, sondern stelle klar: "Das ich allen Menschen helfen muss, ist nicht der Fall. Ich weiss, dass 10 von 100 nicht ansprechen. Wer den Herrgott verspottet und nicht den Glauben hat, dem ist nicht zu helfen." Aber: "Alle Menschen, gleich welcher Nation, Rasse oder Religion, sind es wert, dass ihnen geholfen wird. (...) Wir sind alle Kinder Gottes und haben nur einen Vater, und das ist Gott. Er allein kann uns helfen aus der Not und aus dem Elend..."

Weit über zehntausend Hilfesuchende kamen nach Herford, und 80'000 Bittbriefe überschwemmten in diesen Monaten die Herforder Post. Wenn Bruno Gröning nur schon vor der Menschenmenge auf dem Balkon stand und minutenlang in tiefer Andacht schwieg oder während er sprach, kam es zu vielen Spontanheilungen. Bei den Briefen und bei Bitten für solche, die nicht kommen konnten, wirkte er über Fernheilung. In gewissen Fällen stellte er auch seine Hellsichtigkeit unter Beweis, indem er die Krankheit der betreffenden Personen, die irgendwo anders weilten und von denen er nicht einmal den Namen kannte, aufs genauste beschrieb und gegebenenfalls heilte.

Gesundheit: ein Geschenk des Himmels

Obwohl sich Tausende von Menschen gleichzeitig auf den Platz vor dem Hülsmannschen Haus drängten, kam es zu keinen Tumulten. Die Zeitzeugen berichten von erschütternden Szenen, da selten so viele kranke und invalide Menschen an einem Ort zusammenkamen.

Trotz der intensiven Spannung herrschten Ruhe und Zuversicht unter den Menschen und eine spontane, andächtige Hilfsbereitschaft - und das, obwohl die Wartezeiten oftmals viele Stunden oder sogar Tage betrugen, denn Bruno Gröning investierte viel Zeit in Einzelbehandlungen und weilte auch an anderen Orten (und, wie sogleich beschrieben werden wird, bekam schon sehr bald Heilverbote, was der Hauptgrund für die langen Wartezeiten war).

Ueberall, wo Bruno Gröning hinkam, erlebte die überwältigende Mehrheit der Kranken und Invalide unerklärliche Heilungen, und sie sowie alle Umstehenden fühlten Wellen des Glücks, der Dankbarkeit und der neuen Lebensfreude. "Für uns, die wir bei ihm waren, und die vielen, die es mit ansehen konnten, war es (Grönings Wirken in der Menge) ein Zug des Wunders, der Siegeszug einer nicht kriegerischen, sondern versöhnlichen und helfenden Macht", schrieb ein Journalist, der Augenzeuge war, im Münchner Merkur vom 24. Juni 1949. "Der Gewalt dieses Bildes konnte sich keiner entziehen. Die als skeptisch bekannten Herforder, die der Weg zur Arbeit in der Nähe vorbeiführte, umstanden den Platz hinter der Polizeiabsperrung in weitem Kreise und konnten nun Zeugen der Wirkungskraft Grönings an diesem Tage sein.

Es war, als teilte sich ein Meer vor ihm, so ging er durch die sich um die Autos stauende Menge hindurch. Von Wagen zu Wagen, dort ein paar Worte wechseln, hier ein Händedruck und dann einige Fragen, die Bitte, über das weitere Befinden zu berichten und wiederzukommen - und neben ihm und nach ihm, wo die Flut zusammenschlug, standen Menschen aus ihren Stühlen (Rollstühlen) auf, nahm er Lahmen die Gehstöcke weg und warf sie beiseite. Keiner konnte sich der Gewalt dieses Erlebnisses entziehen. Es war, als ob sich ein Getreidefeld nach dem Sturm mit neu gewonnener Kraft wieder aufrichtete.

Bei Kindern wurden gelähmte Glieder, die unter ständigem Kältedruck standen, wieder warm. Bruno Gröning stieg von einem LKW auf den andern hinauf, ging von Mensch zu Mensch, die auf Stroh und Matratzen gebettet waren. Sie richteten sich auf und fühlten neue Kräfte. In einem der LKWs, für alle Umstehenden sichtbar, sass eine siebzigjährige Frau, vollkommen gelähmt, sie war auf dem Sessel in den Wagen getragen worden, wie mir der Fahrer berichtete. Nach wenigen Worten Grönings bewegte sie die Arme, erhob sich, und als der Wagen sich in Bewegung setzte, winkte sie mit freudenstrahlendem Gesicht der umstehenden Menschenmenge mit den bisher völlig bewegungslosen Armen und Händen zu."

Dr. A. Kaul, ein Zeuge von 1949, veröffentlichte die Broschüre "Das Wunder von Herford". Darin beschreibt er: "Ich habe Bruno Gröning oft mit Kranken sprechen gesehen, und immer hatte ich den Eindruck, er weint innerlich über diese Not und das menschliche Elend, das sich seinen Augen darbietet. Bruno Gröning ist ein Mann aus dem Volk. Eitelkeit ist ihm so fremd wie die Pose..."

"Der Prophet im eigenen Land"

Die biblische Szenerie von Kranken, Lahmen und Blinden, die plötzlich Heilung erfuhren, blieb nicht lange ungestört. Im Mai 1949 kamen von der Stadtverwaltung erste Heilverbote, weil Gröning angeblich gegen das Heilpraktikergesetz verstiess. Dies führte zu Protestkundgebungen der Tausenden von Heilungssuchenden, die aus allen Teilen Deutschlands, zum Teil unter grössten Entbehrungen und Schmerzen, nach Herford angereist waren. Meinungsverschiedenheiten und Kräfteringen in der Stadtverwaltung führten zu einem hin und her von Aufhebungen und weiteren Verboten, bis sich die Obermacht der ärztlichen Kreise und der Stadtregierung mit einem Totalverbot durchsetzen konnte.

Bruno Gröning musste Herford verlassen und wirkte an verschiedenen anderen Orten, insbesondere in SüddDer Mann im Bild links oben ist nach jahrelanger Lähmung soeben aufgestanden und schiebt seinen eigenen Rollstuhl. ... und neben ihm und nach ihm, wo die Flut zusammenschlug, standen Menschen aus ihren Stühlen (Rollstühlen) auf, nahm er Lahmen die Gehstöcke weg und war sie beiseite. Keiner konnte sich der Gewalt dieses Erlebnisses entziehen. Es war, als ob sich ein Getreidefeld nach dem Sturm mit neu gewonnener Kraft wieder aufrichtete.eutschland, wo ihm bei Rosenheim ein grosses Gelände zur Verfügung gestellt wurde. Dorthin kamen an gewissen Tagen bis zu 30'000 Menschen - ein Meer von Kranken und Invaliden. Das Elend der Gesellschaft wurde an diesem Ort in komprimierter Form sichtbar. Und zahllose Menschen, denen kein Arzt helfen konnte, bekamen die ersehnte Heilung.

Obwohl Bruno Gröning immer die Zusammenarbeit mit Aerzten suchte, kam es zu weiteren Heilverboten und zu zwei Prozessen, bei denen er vorerst mit Vorbehalten freigesprochen wurde. Die Verbote waren dadurch jedoch nicht aufgehoben, und Gröning konnte nur unter grössten Schwierigkeiten in privaten Kreisen weiterwirken. Doch auch dort wurde er immer wieder von vermeintlichen Helfern behindert, die mit ihm Geld verdienen wollten und von denen er sich kompromisslos trennte. Einige von diesen schworen Rache und begannen Verleumdungskampagnen.

Bald kamen verlockende Angebote aus dem Ausland, und es wäre für Bruno Gröning ein leichtes gewesen, reich und berühmt zu werden. Aus Amerika winkten die Dollars, wenn er sich auf eine Show-Tournee eingelassen hätte. Gröning widerstand aber allen Versuchungen und blieb in Deutschland, obwohl ihm in seinem Heimatland bis zum Schluss grösste Widerstände in den Weg gelegt wurden, von Aerzten und Behörden und von besagten ehemaligen "Helfern" (Anfeindungen, Unterstellungen, nachträgliche Lohnforderungen usw.).

Sein Plan, von Deutschland aus auch in anderen Ländern Heilstätten zu errichten, wurde vereitelt. Als ihm 1958 durch ein Gerichtsurteil jegliche Heileraktivität in Deutschland verunmöglicht wurde, reiste er privat nach Paris und verstarb dort am 26. Januar 1959. Man fühlt sich an die alte Wahrheit erinnert: "Im eigenen Land wird der Prophet verkannt" (Mt 4.24; Joh 4,44).

Die Rehabilitierung eines Verkannten

Bruno Gröning hatte vorausgesagt, dass er auch nach seinem Tod weiter wirken werde. Dies hat sich im Verlauf der letzten vierzig Jahre unbestreitbar bestätigt. Obwohl alle Gröning-Organisationen, die während Bruno Grönings Lebzeiten gegründet wurden, aufgrund der Geldgier der Verantwortlichen schnell wieder zerfielen oder von Gröning selbst aufgelöst wurden, konnten sich einige dankbare, aufrichtige Geheilte zusammenfinden und das Werk Bruno Grönings am Leben erhalten. Pionierarbeit leistete in den vergangenen Jahrzehnten Frau Grete Häusler, die im Sinn von Grönings Selbstlosigkeit einen Freundeskreis ins Leben rief. Durch das Wirken dieses Kreises setzen sich die Unerklärlichen Heilungen bis zum heutigen Tag fort, und jährlich erscheinen Bände mit den neusten schriftlichen Erfolgsberichten. Eine "Medizinisch-Wissenschaftliche Fachgruppe", bestehend aus anerkannten Aerzten, untersucht und dokumentiert seit Anfang der neunziger Jahre diese Erfolgsberichte aus aller Welt. Vom Leiter dieser Gruppe, Dr. med. Matthias Kamp, stammt das Buch Revolution in der Medizin - Rehabilitation eines Verkannten. Eine ärztliche Dokumentation der Heilung auf geistigem Wege.

Der Heilstrom

So sensationell Bruno Grönings Heileraktivität war, so einfach war seine Erklärung: Ursprünglich sei der Mensch in höchster Einheit mit Gottvater gewesen, doch wenn der Mensch aus dieser Verbindung herausfalle, gebe er sich dem Bösen, der Not und dem Elend preis. Doch Gottes unbegrenzte Kraft bleibe allgegenwärtig wirksam, und diese göttliche Kraft hat als "Heilstrom" auch eine unbegrenzte Heilkraft. Wer sich wieder dieser Kraft öffne, könne Heilung und auch persönliche Harmonie und alle anderen Formen von Gottes Hilfe empfangen. "Gott gibt uns alles Gute, nur müssen wir all das Seine, das Er uns sendet, in uns aufnehmen."

Er, der "kleine" Gröning, wie er sich oft nannte, sah sich als Transformator für diese göttliche Heilkraft, um sie allen Menschen zugänglich zu machen. Wenn er sich als Transformator bezeichnete, dann meinte er dies ganz konkret als physische Aufgabe, und zwar nicht "nur" in bezug auf auf die vielen Menschen, die zu ihm kamen, sondern für alle Menschen und die ganze Erde, wie er betonte. Eine solche energetische Leistung war für einen Menschen physisch eine einzigartige Funktion und könnte auch der Grund für eine bestimmte körperliche Eigenart Bruno Grönings gewesen sein, nämlich dass sich in gewissen Situationen oder Phasen sein Hals seitlich aufblähte. Auch in dieser Hinsicht war er für die irdischen Aerzte ein Rätsel

Umgang mit dem Heilstrom

Um sich als "gewöhnlicher" Mensch auf den Heilstrom einzustellen und ihn zu empfangen, wird empfohlen: sich gerade hinsetzen, den Rücken nicht anlehnen, Arme und Beine nicht kreuzen, die Hände auf den Oberschenkeln mit der Handfläche nach oben, loslassen aller störenden Gedanken und Ablenkungen, Konzentration auf denBruno Gröning und Herr Schiller, Herausgeber der Zeitschrift Mensch und Schicksal, Villach/Österreich, Oktober 1954 Heilstrom, angefangen mit dem Aussprechen eines Dankes und der Bitten.

In diesem Umfeld entsteht eine Atmosphäre, die es ermöglicht, dass der Heilstrom empfangen werden kann, was auch heute noch zu Heilungen führt. (Nähere Information liefert die aufgeführte Literatur und die Gesundheitsberatung des Bruno-Gröning-Freundeskreises).

Ist der Heilstrom einfach eine billige Gratisenergie? Oder welche Verantwortung ist mit dem Wirken dieser Energie verbunden? Der Journalist Dr. Kurt Trampler, der 1949 bei einer Berichterstattung über Grönings Wirken unverhofft von einem Beinleiden befreit wurde, schrieb in der Folge über Bruno Gröning das Buch "Die grosse Umkehr" und erklärt darin zu diesen Fragen: Auch in privaten Gesprächen hörte ich von Gröning oft die entschiedene Feststellung, dass er die Verantwortung vor Gott trage, die Heilung durch die rein göttliche Kraft nur an den Leidenden zu vollziehen, die zumindest des guten Willens sind, dem göttlichen Gesetz gemäss zu leben, und jene von der Heilung auszuschliessen, die nicht bereit sind, vom Bösen abzulassen. "Ich könnte", so sagte er, "eine Massenheilung auch so vollziehen, dass ich sage: Alle Kranken einer Stadt oder eines Landes werden gesund! Aber wäre damit nicht mehr verloren als gewonnen? Wären die Schlechten unter den Kranken damit zur Umkehr bereit? Würden sie nicht nur die wiedergewonnene Gesundheit missbrauchen? Nein! Zuerst muss der Mensch eine innere Umkehr in sich bewirken, zuerst muss er bereit sein, das Teuflische aus sich herauszureissen und den Weg zu Gott zu finden. Erst dann ist er es wert, geheilt zu werden." (zitiert in: Eich, S. 61f.)

Erste Vorzeichen des neuen Zeitalters?

Dr. Trampler schrieb in seinem Buch "Die grosse Umkehr" bereits 1949: "Das Empfinden, dass das materialistische Zeitalter seiner Selbstvernichtung entgegengeht, ist in der Welt von heute allgemein. Aber auch hier scheiden sich die Geister zwischen jenen, die in dumpfer Verlassenheit der Katastrophe entgegentreiben oder, wenn sie zu den Mächtigen gehören, mit einer gewissen Raubtiermoral zu überdauern hoffen, und den anderen, die inmitten des grossen Chaos den unerschütterlichen Glauben behalten, dass ein neues Zeitalter des Lebendigen anbricht (...). Auch die Gesunden fragen, ob seine (Grönings) unerklärlichen Heilungen sich zu den Zeichen fügen, die eine Wende aller Zeiten ankündigen. Ja, vielen Kranken ist diese letzte Frage sogar noch bedeutsamer als ihre eigene Heilung." (zitiert in: Häusler, S. 31f.)

Der Autor dieses Zitats gehörte zu den ersten, die hinter der überirdischen Wirkungsweise Bruno Grönings ein erstes Anzeichen für "eine Wende aller Zeiten" erahnte. Was heute im Zusammenhang mit den Diskussionen um die bevorstehende Höherschwingung der Erde, den Aufstieg in die 5. Dimension und das Einwirken des Photonenringes bekannt wird, war damals noch unbekannt. Doch es ist ein frappantes Beispiel von Synchronizität, dass zeitgleich mit Bruno Grönings öffentlichem Auftreten, im Frühling 1949 ebenfalls in Deutschland ein Buch erschien, das zum ersten Mal genau diesen Dimensionssprung der Erde beschrieb und ankündigte. Was heute als "Photonenring" bezeichnet wird, wird in diesem Buch - Der Jüngste Tag von Paul Otto Hesse - "manasische Strahlung" genannt und wird im Menschen neue Fähigkeiten erwecken: "Diese Schwingung, die hier Manasische Vibration genannt wird, ...ist der heilende Geist (der Heilstrom) der Liebesschwingung des Alls selbst, ... jene kosmische Lichtstrahlung in der auch alle die Menschen strahlen werden, die angenommen werden. ... Die manasischen Strahlenvibrationen durchdringen in ihrer Wirkung sämtliche Elemente und rufen bisher unvorstellbare Erscheinungen hervor." (S. 7, 28, 50; weiter zitiert und mit zusätzlichen Quellentexten erläutert in: Armin Risi, Machtwechsel auf der Erde, S. 515-522).

Obwohl sich die meisten Menschen heute mit der Existenz von Krankheit abgefunden haben und diese als normalen Teil des Alltags betrachten, widersprechen diese gestörten Gleichgewichte der göttlich-natürlichen Harmonie. Diese soll wieder mit dem "neuen Zeitalter" aufleben, wodurch auch jede physische Krankheit von der Erde verschwinden wird, genauso wie es in der 5. Dimension und in den Lichtwelten keine Engel gibt, die krank sind.

Göttliche oder satanische Kraft?

Angesichts der grossen Scharen von Hilfesuchenden und der zahlreichen Wunderheilungen fühlten sich viele Menschen an Beschreibungen von Jesu Wirken erinnert. Dass Jesus bloss durch seine Gegenwart und seine Worte Krankheiten schlagartig heilen konnte, halten viele für Uebertreibung oder gläubige Erfindung, und nun wurde mitten im 20. Jahrhundert ein ähnliches Phänomen erneut sichtbar, und zwar wiederholbar und prüfbar. Durch Bruno Grönings Beispiel mussten Jesu Untertaten auch Skeptikern auf einmal wieder als reale Tatsache erscheinen.

"Wieder strömte eine so grosse Menge zusammen, dass er und seine Jünger nicht einmal zum Essen kamen. Als das seine Angehörigen erfuhren, machten sie sich auf den Weg, um ihm mit Gewalt wegzuholen, denn sie sagten sich: "Er muss verrückt geworden sein." Einige Gesetzeslehrer, die aus Jerusalem gekommen waren sagten: "Er steht mit dem Teufel im Bund! Der oberste aller bösen Geister gibt ihm die Macht, die Geister auszutreiben." Jesus antwortete: "Wie kann der Satan sich selbst austreiben? .." (Mk 3,20-23)

Aehnliche Verdächtigungen bekam auch Bruno Gröning zu hören. Skepsis bei propagierten Erfolgen, Stigmata und Wundern ist immer angebracht, und so stellt sich die Frage: Geschahen Bruno Grönings Wunder durch göttliche oder satanische Kraft? Jesu Antwort bringt auch hier Klarheit: Gröning befreite die Menschen von verschiedensten Einflüssen der Dunkelmächte, wie z.B. von Schädigungen durch den Krieg, von ärztlicher Ignoranz und von finanzieller Ohnmacht (weil die meisten Hilfesuchenden nicht die Mittel für teure Operationen hatten, deren Nutzen ohnehin fraglich gewesen wäre). Er bestärkte die Menschen in ihrem Glauben an Gott, verbreitete durch seine Erscheinung Ruhe, Lebensfreude und Nächstenliebe, wollte aber nie persönlich verehrt oder als "Messias" betrachtet werden; er gründete keine Kirche oder Sekte und entlarvte eigennützige Heuchler, Neider und teuflische Gegner, die sich herausgefordert fühlten, Grönings Wirken um jeden Preis zu unterbinden. Würde der Satan auf diese Weise sein eigenes Werk untergraben?

Demgegenüber erkennt man das Wirken der Dunkelmächte daran,

...

dass Wunder (z.B. Heilungen oder Materialisationen) durchgeführt werden, um sich selbst zu profilieren und sich Gehör zu verschaffen;

...

dass gewisse Personen Geld, Genuss und Verehrung für sich in Anspruch nehmen;

...

dass Menschen durch verabsolutierte Richtlinien (Dogem) manipuliert und eingeschüchtert werden;

...

dass die Menschen energetisch oder astral an den Heiler gebunden werden (durch Verehrung, abhängig machende Einweihung, finanzielle Verpflichtungen usw.);

...

dass entweder fanatische Ueberzeugungen oder dann pseudospirituelle Lehren vertreten werden, die das Negative rechtfertigen bzw. verharmlosen und dem Ego schmeicheln;

Bruno Gröning steht mit seinen selbstlosen Taten und einfachen verständlichen Gotteslehren über all diesen Verdachtmomenten. Er berief sich konkret auf Gott und Gottes Kraft und warnte die Menschen dabei auch deutlich vor den Einflüssen der negativen Mächte, frei von Dogmen, aber auch frei von esoterisch-atheistischen Floskeln wie "Alles ist eins", "alles ist relativ", "es gibt nichts Negatives", nichts Falsches" usw.

Hauptgrund seiner Schwierigkeiten war, dass er es strikt ablehnte, durch seine Kraft Geld zu verdienen oder für andere Leute Geldquelle zu sein. Vielmehr hielt er immer an seiner göttlichen Mission fest und machte keine Kompromisse mit ego-motivierten Anhängern, selbst auf das Risikon hin, dass diese sich dann gegen ihn wandten. Er liess sich auch nicht von weltlichen Verlockungen beirren. Er wollte nicht einmal persönlichen Dank: "Danken Sie nicht mir. Danken Sie dem Herrgott. (...) Gott ist der grösste Arzt."

Schlüssel zu göttlicher Kraft und Heilung

Das Weltbild der materialistischen Wissenschaft hat für Bruno Grönings Wirken keine Erklärung. Dennoch sind seine Erfolge eine historische Tatsache und können nicht geleugnet werden, so wie dies bei Jesu Biographien oft versucht wird. Grönings persönliche Erklärungen sprengen jeden materialistischen Unglauben und beweisen praktisch die Wahrheit der Jesus-Worte: "Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Jeder, der an mich glaubt, wird die Taten, die ich tue, auch tun und wird sogar noch grössere als diese tun; denn ich gehe zum Vater, und was ihr in meinem Namen erbitten werdet, das werde ich tun, damit durch den Sohn die Herrlichkeit des Vaters sichtbar wird. Wenn ihr euch auf mich beruft, werde ich euch jede Bitte erfüllen." (Joh 14, 12-14)

"Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn euer Vertrauen auch nur so gross ist wie ein Senfkorn, dann könnt ihr zu diesem Berg sagen: "Geh von hier nach dort, und er wird es tun. Dann ist euch nichts mehr unmöglich." (Mt 17,20)

Dieser Schlüssel zu den überirdischen Realitäten steht allen Menschen gleichsam zu, nur dürfen sich die Menschen dieses Schlüssels selbst nicht berauben (durch Unglauben, Stress, Ablenkung, Egoismus usw.). Wahrer Glaube kann Berge versetzen, und solche bewegenden Taten sind heute gefordert.

Wenn das Versagen der modernen Zivilisation immer deutlicher wird, werden wir Menschen, die nicht resignieren oder klein beigeben wollen, nicht umhin kommen, dieses göttliche Prinzip des Bittens und Empfangens für uns selbst zu verwirklichen und uns wieder bewusst mit der göttlichen Urkraft, dem "Heilstrom", zu verbinden.

Kontakt:

Grete Häusler
Fasanenweg 12
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Fax: 02242/85820