Pressespiegel, Deutschland:
"Der Heiler", Ausgabe 4/1996

"Hoffnung für die Aufgegebenen"

"Zehn Jahre nach Tschernobyl: Kann geistiges Heilen radioaktiv Verstrahlten helfen?"

Vor zehn Jahren wurde ein "minimales Restrisiko" aus einer statistischen Rechengrösse zur grauenvollen Realität: Am 26. April 1986 explodierte einer der vier Reaktorblöcke im ukrainischen Kernkraftwerk Tschernobyl – und Luftaufnahme des zerstörten Reaktorblocks 4 des Atomkraftwerks in Tschernobylverwandelte die Umgebung in eine Todeszone. Obwohl "nur" vier Prozent des radioaktiven Materials in die Atmosphäre geschleudert wurden, überzog die Strahlenwolke binnen weniger Tage halb Europa. Am stärksten aber verseuchte das Atominferno die damaligen Sowjetrepubliken Ukraine und Weissrussland (Belarus). (Etwa 70 bis 80 Prozent des radioaktiven Staubes gingen im Süden des benachbarten Weissrussland nieder.) Hunderte von Dörfern wurden evakuiert, über 400'000 Menschen umgesiedelt. Trotzdem lebt noch immer jeder vierte Weissrusse in verseuchtem Gebiet. Experten schätzen, dass über drei der zehn Millionen Einwohner Weissrusslands radioaktive Schäden erlitten. Die Zahl von Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts hat sich verdreifacht, Fälle von Leukämie verfünffacht, von Knochenkrebs verelffacht. "Wir sind ein gigantischer Grossversuch mit inkorporierter Radioaktivität", erklärt Tamara Akulowitsch, Geschäftsführerin der Hilfsorganisation "Salus".

Zu den Hauptleidtragenden zählen Kinder. Von den 2,3 Millionen weissrussischen Kindern erkrankten 600'000; derzeit benötigen knapp 350'000, vom Säugling bis zum 18-jährigen, regelmässige ärztliche Hilfe aufgrund von Asthma, Immunschwäche, Krebs usw.

Waren 1986 noch 61 Prozent der Kinder in Weissrussland gesund, sind es 1996 nur noch 18 Prozent. Ohne Schilddrüsenvergrösserung kommt kaum mehr ein Kind auf die Welt. 1987 nahm die Zahl der behinderten Kinder um 7,4 Prozent zu, 1991 um 17,1 Prozent und in den letzten drei Jahren um 76 Prozent.

Sperrzonen um TschernobylBesonders betroffen sind auch jene 800'000 meist jungen Soldaten, die als sog. "Liquidatoren" unmittelbar nach der Katastrophe zu Aufräumarbeiten in die verseuchten Gebiete geschickt wurden. Von ihnen sind 25'000 bereits tot (Selbstmorde eingerechnet), rund 100'000 wurden bisher zu Invaliden.

Geistiges Heilen ist keine Wunderwaffe, die die Betroffenen kollektiv "entstrahlen" kann. Aber es kann in günstigen Einzelfällen Symptome lindern, ja beseitigen – und das unsagbare psychische Leid der Opfer mildern. Die beiden folgenden Berichte belegen dies eindrucksvoll.

Verstrahlt, hirngeschädigt – heute vollständig geheilt

Ein "Liquidator" von Tschernobyl berichtet von seiner unfassbaren Genesung

Ich bin 1986 bei den Aufräumungsarbeiten nach dem Reaktorunglück in Tschernobyl dabeigewesen. Von den Männern, die mit mir zusammen dort gearbeitet haben, sind bis heute fünfzehn gestorben. Dass ich lebe und wieder gesund bin, ist ein Wunder!

Die Berührung mit dem radioaktiv verseuchten Material zeigte sich, trotz Handschuhen und anderer Schutzkleidung, zuerst auf meiner Haut. Noch während der Arbeit bekam ich an den Handinnenflächen und unter den Fusssohlen ganz viele kleine Bläschen, die Haut ging richtig hoch. Es sah aus wie ein Ekzem. Es dauerte ungefähr ein halbes Jahr, dann waren die Bläschen wieder verschwunden. Aber die Strahleneinwirkung hatte bei mir noch viel schlimmere Schäden verursacht, die äusserlich nicht sichtbar waren und die auch nicht nach kurzer Zeit verschwanden, sondern von Tag zu Tag schlimmer wurden.

1987, ein Jahr nach dem Reaktorunglück, nahm ich plötzlich an Gewicht zu: innerhalb von kurzer Zeit etwa 12 kg. Aber es war kein gesundes Zunehmen, man konnte spüren – besonders meine Frau sah es mir an -, dass ich krank war. Ich war schlecht gelaunt, mit allem unzufrieden, keiner konnte mir etwas recht machen, und ich fing an, Dinge zu vergessen. Dann bekam ich Schmerzen in Armen und Händen, die so stark waren, dass ich nichts mehr halten konnte, selbst Teller fielen mir aus den Händen. Gleichzeitig fingen auch meine Beine und Füsse an, ganz stark zu schmerzen; ich konnte kaum laufen. Treppensteigen war für mich unmöglich geworden. Tag für Tag hatte ich diese Schmerzen, egal, ob ich mich bewegte oder nicht. 1988 bin ich zum ersten Mal im Krankenhaus gewesen, aber die Ärzte konnten mir die Ursache meiner Beschwerden nicht sagen.

Im Mai 1989 trat dann plötzlich eine ganz starke Müdigkeit auf, selbst meine Augen wurden schon nach kurzer Zeit beim Lesen müde. Auch konnte ich mich immer schlechter konzentrieren, und ich vergass viele Dinge. Immer öfter beschuldigte ich meine Frau, dass sie etwas gesagt oder getan hatte, was aber gar nicht stimmte, nur weil ich mich nicht mehr genau erinnern konnte.

Von Tag zu Tag wurde mein Zustand schlechter. Die Müdigkeit nahm immer mehr zu, ich fühlte mich schon morgens völlig kraftlos, so dass ich auch meiner Arbeit nicht mehr nachgehen konnte. Ich konnte nicht einmal leichte Tätigkeiten verrichten, mir fehlte einfach die Kraft. Wenn ich es doch einmal versuchte, bekam ich richtige Schwächeanfälle, und dann ging gar nichts mehr. So fuhr ich zum Beispiel nur sehr unsicher Auto. Später fuhr ich fast gar nicht mehr, weil ich mich nicht mehr auf den Strassenverkehr konzentrieren konnte. Ich konnte mir keine Namen, Strassen usw. mehr merken. Auch an Ereignisse, die nur kurze Zeit zuvor geschehen waren, konnte ich mich nicht mehr erinnern. Das Lesen fiel mir sehr schwer; um den Inhalt einer Buchseite sinngemäss ungefähr zu erfassen, brauchte ich bis zu zwei Wochen. Mein Gedächtnis setzte zeitweise ganz aus.

Mein Zustand wurde so schlimm, dass ich täglich einige Male für drei bis fünf Minuten das Bewusstsein verlor. Von 1989 bis 1990 war ich immer wieder in verschiedenen Krankenhäusern. Es wurden viele Untersuchungen durchgeführt: Blutabnahme, der Kopf wurde mehrmals geröntgt, das Knochenmark punktiert und ein EKG durchgeführt.

Nach jeder Untersuchung kam ich mit einer anderen Diagnose aus dem Krankenhaus. Ich bekam Spritzen, Tropfen, Infusionen und nahm bis zu fünfzehn Tabletten am Tag. Diese brachten höchstens kurzzeitig etwas Linderung, aber keine wirksame Hilfe. Auch Massagen wurden mir verordnet, sie nutzten nichts. Der Versuch der Ärzte, mit reinem Sauerstoff zu behandeln, erwies sich als unmöglich, weil ich dabei das Bewusstsein verlor.

Auf der Suche nach Wegen ausserhalb der Schulmedizin suchte ich einen Geistheiler auf und nahm an Hypnosesitzungen teil. Auch diese brachte wieder nur kurzfristig Linderung.

Sachverständigengutachten

Der zwischenbehördliche Sachverständigenrat in St. Petersburg hat auf einer Sitzung den Antrag und die vorgelegte medizinische Dokumentation von Igor Megorski über den Zusammenhang seiner Erkrankungen mit den Arbeiten und dem Dienst auf radioaktiv verseuchtem Gebiet geprüft.

Diagnose: Vegetativ-vaskuläre Dystonie (gemischter Typ). Organische Schädigung des Grosshirns mit asthenischen Störungen und Gedächtnisschwäche. Chronische Gastroduodenitis.

Gutachten: Erkrankungen durch die Arbeiten zur Beseitigung der Folgen des Reaktorunfalls in Tschernobyl.

Gez. Der Vorsitzende des Rates
Prof. Dr.med. J.N. Schischmarew

 

Von 1992 bis 1993 lag ich ein ganzes Jahr lang ununterbrochen im Krankenhaus. Die Ärzte hatten inzwischen die Ursache der Beschwerden gefunden und auch eine Diagnose gestellt: "Organische Schädigung des Grosshirns mit asthenischen Störungen und Gedächtnisschwäche". Helfen konnten die Ärzte mir nicht. Meiner Frau sagten sie, dass ich nur noch zwei, höchstens drei Monate zu leben hätte. "Ich hatte keine Hoffnung mehr. Aber ganz tief in mir war der Wunsch zu leben!"

Wie gross und barmherzig der Herrgott ist, zeigte sich, als meine Frau gerade in dieser Zeit zwei Angehörige des Bruno Gröning-Freundeskreises kennenlernte. Am 21. November 1993 wurden meine Frau und ich in die Lehre Bruno Grönings eingeführt. Von da an stellte ich mich täglich auf den göttlichen "Heilstrom" ein.

Jedesmal während des Einstellens traten plötzlich ganz starke Kopfschmerzen auf. (Nie zuvor hatte ich darunter gelitten.) Danach waren sie immer wieder weg. Offenbar waren dies die "Regelungen", die nach Bruno Gröning einer Heilung häufig vorangehen.

Nachtarbeiten am zerstörten Reaktorblock II von Tschernobyl, kurz nach dem GAU. Der Unglücksreaktor wurde in den Folgemonaten in fieberhafter Tag- und Nachtarbeit mit einem Betonmantel umhüllt. Igor Megorski gehörte zu den Aufräumtrupps."Seit 1994 geht es mir wieder gut. Dafür danke ich dem Herrgott."

Ab April 1994 wurde mein Zustand täglich besser. Die Regelungsschmerzen in Händen und Armen, Beinen und Füssen wurden immer schwächer und waren ungefähr Mitte 1994 ganz verschwunden. Ich kann wieder alles mit den Händen festhalten und genauso gut und lange laufen wie vor dem Unglück. Auch Treppensteigen ist mir wieder möglich.

Seit Mitte 1994 brauchte ich überhaupt keine Tabletten mehr zu nehmen, weil es mir wieder gutgeht. Ich bin nicht mehr müde oder kraftlos, fahre wieder täglich mit dem Auto. Heute arbeite ich sogar wieder in meinem Beruf. Meine Konzentrationsfähigkeit ist wieder da, und ich kann mir Dinge merken, vor allem kann ich wieder ganz normal lesen und auch während des Lesens den Sinn erfassen. Ich bin nicht mehr schlecht gelaunt, im Gegenteil, es ist eine neue Lebensfreude in mich eingezogen, und ich spüre eine tiefe Dankbarkeit gegenüber dem Herrgott für diese grosse Heilung.

"Igor Megorski" ist ein Pseudonym. Name und Anschrift des Betroffenen liegen der Redaktion vor.

Mediziner, die sich für nähere Einzelheiten dieses Falles interessieren, wenden sich an den Leiter der Medizinisch-Wissenschaftlichen Fachgruppe des Bruno Gröning-Freundeskreises, den Arzt Matthias Kamp, D-23820 Pronstorf, Mühlenstr. 37 e.