"Reger Zulauf beim Bruno Gröning-Freundeskreis"Der "Bruno Gröning-Freundeskreis" erlebt einen beispiellosen Zulauf: Mit nunmehr über 23000 "Freunden" in mehr als 350 örtlichen Gemeinschaften, von Portugal bis Australien, ist er inzwischen die mit Abstand grösste Vereinigung für geistiges Heilen. Im Jahre 1979 von der gebürtigen Kärntnerin Grete Häusler gegründet und seither geleitet, wächst der "Freundeskreis" vor allem seit Anfang der 90er Jahre explosionsartig. Während 1990 erst rund 2000 Hilfesuchende zu ihm gefunden hatten, waren es 1992 bereits 6000, 1993 über 10 000 und Ende 1994 knapp 19 000. Ende April 1995 wies eine Statistik 21 635 "Freunde" aus, eingebunden in 347 Ortsgruppen, davon rund die Hälfte im deutschsprachigen Raum. Der "Freundeskreis" will erklärtermassen das Werk Bruno Grönings (1906-1959) fortsetzen: des gefeiertsten, aber auch umstrittensten deutschen Geistheilers der fünfziger Jahre. In den Heilkreisen kommt es bis heute immer wieder zu medizinisch unerklärlichen Genesungen, selbst bei langjährigen chronischen Leiden, die Ärzte für "therapieresistent" erklärt haben. Dabei wird niemand im eigentlichen Sinne "therapiert". Hilfesuchenden wird lediglich die Lehre Bruno Grönings vorgestellt und gezeigt, wie sie den "göttlichen Heilstrom" aufnehmen können, den der Geist des toten Grönings womöglich aus dem "Jenseits" vermittelt und verstärkt. Auch gibt es keine "Heiler"; die Gemeinschaftsleiter, in der Regel selbst ehemalige Patienten, übernehmen rein organisatorische Aufgaben. Der "Freundeskreis" kennt keine formelle Mitgliedschaft, keine Beiträge, keine verbindliche Satzung; Interessenten können unentgeltlich an den Zusammenkünften teilnehmen. Seit 1986 besteht innerhalb des Freundeskreises eine Medizinisch-Wissenschaftliche Fachgruppe, in der über 1300 aufgeschlossene Ärzte, Heilpraktiker, Psychotherapeuten und Vertreter anderer Heilberufe unter Leitung des praktizierenden Arztes Matthias Kamp aus Schneverdingen regelmässig zusammenkommen. Ein 33-köpfige Ärztekommission sammelt, überprüft und dokumentiert Heilungsberichte, die aus den einzelnen Gemeinschaften berichtet werden. |