Pressespiegel, Deutschland:
"Familie für den Frieden", Ausgabe 3/2002

"Heilen auf geistigem Weg"

Immer mehr Menschen sind mit Krankheiten belastet und sie finden keine Heilung. Die konventionelle Schulmedizin kann ihnen nicht helfen. So suchen sie neue Wege, um ihre Gesundheit wieder zu erlangen. Lange Zeit ein Tabuthema, findet heute mehr und mehr auch geistiges Heilen grosse Beachtung. Menschen, die mit Schmerzen und Sorgen belastet sind, suchen nach Befreiung von ihrem Leiden – und viele wenden sich an den Bruno Gröning-Freundeskreis, der zahlreiche dokumentierte Heilungen nachweisen kann in Fällen, wo die Schulmedizin schon lange aufgegeben hatte.

In der letzten Maiwoche nahm ich an einer Tagung des Bruno Gröning-Freundeskreises in Rosenheim teil. Die 2-tägige Veranstaltung war die erste dieser Art, die ich besuchte, und ich möchte ein wenig über den Freundeskreis, seine Entstehung und sein Wirken berichten.

Bruno Gröning wurde im Mai 1906 in Danzig geboren. Von Kindheit an waren sonderbare Fähigkeiten an ihm zu beobachten. Er schien einen heilenden Einfluss auf seine Umgebung, auf Mensch und Tier auszuüben. Weil er anders war als die anderen, hatte er es von Kindheit an sehr schwer, wurde zu Hause missverstanden, abgelehnt und war so oft allein. In der schwierigen Zeit vor dem 2. Weltkrieg musste er wie viele andere um sein Überleben kämpfen, wobei immer wieder Heilungen in seinem Umfeld bekannt wurden.

Im Jahre 1949 begann er in die Öffentlichkeit zu treten. In einer Zeit der Not und des Elends – viele Menschen litten noch unter den Gräueln des Krieges – war die Suche nach Heilung von äusseren und inneren Leiden ungeheuer gross. So wurde Bruno Gröning die Hoffnung für viele, die von den Ärzten aufgegeben waren. Bald ging sein Bild durch die deutsche Presse. Aufgrund starker Anfeindungen seitens der Ärzteschaft, die ihn als Scharlatan und Betrüger darstellte, wandte sich die Presse gegen ihn und er wurde erbittert bekämpft. Schliesslich wurde ihm von den Behörden die Heilerlaubnis entzogen.

Trotz seiner Bemühungen um Kooperation mit den Amtsärzten gab es zahlreiche Prozesse gegen ihn, bis er 1959 in Paris verstarb.

Bruno Gröning war ein einfacher Mann, der tiefes Mitgefühl und Liebe für die Menschen und die Umwelt empfand. Sein Wahlspruch lautete: "Nicht ich heile, sondern Gott heilt durch mich." Er sah sich als Werkzeug einer höheren Macht, das die Menschen von der Existenz und Allmacht Gottes in Kenntnis setzt. Er wollte aber die Menschen nicht nur aufklären, sondern dahin führen, dass sie wieder bewusst Zugang finden zur allumfassenden Schöpferkraft Gottes, zum Heilstrom, den wir in uns aufnehmen können und der uns geistig und physisch heilt.

Es ist ein einfacher Vorgang, diesen "Heilstrom" in sich aufzunehmen. Nach Bruno Grönings Lehre bedarf es einer offenen Körperhaltung, Arme und Beine sollen nicht überkreuzt sein und auch das Gemüt soll offen sein. Unsere Gedanken sollten frei sein von allem Negativen, sie sollten sich abwenden von Krankheit und Sorgen, wir sollen an etwas Schönes denken und dabei unseren Körper beobachten. Diese äussere und innere Haltung nannte Bruno das "Einstellen". Es ist die Voraussetzung, die Heilkraft zu empfangen. Empfindungen stellen sich ein, wie wenn ein Strom durch den Körper fliesst, Hitze, teilweise auch Schmerzen, oft auch ein Gefühl von innerem Frieden und Harmonie. Verschüttete Gefühlsregungen werden wach, manchmal fliessen die Tränen, die Heilung durch die Höhere Kraft erfordert keine grossen persönlichen Leistungen, sie ist ein göttliches Geschenk. Auch wenn sich keine spürbaren Dinge tun – der Heilstrom kann auch unspektakulär wirken, wie ich es öfters erlebt habe.

Nicht immer findet eine Heilung sofort und ohne Rückschlage statt. Ein Regelungsschmerz, der ein Reinigungsprozess ist, kann in Körper und Seele auftreten. Er ist das Zeichen dafür, dass der Körper auf den Heilstrom anspricht, und jetzt ist es wichtig, dass wir die Krankheiten (Belastungen) nicht wieder an uns ziehen, sondern uns von ihnen auch geistig frei machen. Jede Krankheit hat ihre Ursache im Geistigen. Negative Gedanken und Gefühle, Hass, Neid, Sorgen, Wut, Selbstsucht – alle bösen geistigen Energien bringen Unordnung in den Körper und verursachen physisches Leid und Krankheiten.

Oft ist eine Änderung unserer Haltung nötig, um gesund zu bleiben. Wir müssen uns vom Bösen trennen. Deshalb sollten wir morgens und abends, immer um 9.00 Uhr, 20 Min. Zeit nehmen, um uns auf den Heilstrom einzustellen und die göttliche Ordnung in uns und in der Welt um uns herum wiederherzustellen.

Die Gedanken und die Lehre Bruno Grönings werden im Freundeskreis weitergetragen. Menschen, die geheilt wurden, versammeln sich regelmässig zu Gemeinschaftsstunden und bitten um die Kraft für sich und für andere. Sie verteilen Einladungen, halten Einführungsvorträge und geben Menschen neue Hoffnung und Kraft. Der Bruno Grönings-Freundeskreis hat sich weltweit ausgebreitet und überall finden Heilungen auf geistiger Ebene statt, die akribisch erfasst, von Medizinern geprüft und veröffentlicht werden. Besonders stark ist das Bemühen, Ärzten diesen Weg zu heilen aufzuzeigen, und dazu werden viele Kongresse veranstaltet.

All das geschieht, ohne dass irgendwelche Rechnungen und Kosten für Heilung geltend gemacht werden, das ganze Werk wird getragen vom Idealismus und von Spenden.