"Es gibt kein Unheilbar""Die Lehre von Bruno Gröning. Heilung auf geistigem Wege"Im März 1949 bat ein Herforder Ingenieur Bruno Gröning als Gast in seine Villa, nachdem Geheilte begeistert von ihm berichtet hatten. Der 9-jährige Sohn des Gastgebers war seit einigen Jahren bett-lägerig, er litt an progressiver Muskeldystrophie. Die Ärzte konnten ihm nicht helfen. Nachdem Gröning sich seiner angenommen hatte, konnte der Junge wieder gehen. Der Vater bat darauf Gröning zu bleiben, um auch anderen die Heilung zukommen zu lassen. Von Tag zu Tag waren es mehr, die bei ihm Heilung suchten. Am Ende waren es Tausende am Tag, die das Haus belagerten. Gelähmte auf Krücken und Bahren, Kriegsverletzte, Taubstumme und Blinde, ein Elendsheer. Sie wurden zum Teil spontan geheilt, viele erlebten etwas später ihre Wiederherstellung und fast alle fanden Linderung und Trost. Bald berichteten die Zeitungen in Schlagzeilen vom "Wunderheiler". Nach kurzer Zeit war Gröning die grosse Sensation weit über die Grenzen Deutschlands hinaus. Stadt und Gesundheitsbehörden waren schliesslich dem "Phänomen Gröning", wie es die Presse nannte, nicht mehr gewachsen. Es wurde gegen ihn ein Heilverbot erlassen. Auf dem Traberhof im bayerischem Rosenheim, wo ihm der Besitzer Gastrecht gewährte, erging es ihm ebenso, nachdem oft bis zu 30.000 Hilfesuchende zu diesem Ausflugsgasthof strömten. Aber von nun an wurde dem Heiler von den Behörden und Gerichten jedes nur mögliche Hindernis in den Weg gelegt, um sein Wirken zu unterbinden. Bruno Gröning wurde am 30. Mai 1906 als viertes von sieben Kindern einer Arbeiterfamilie im damals deutschen Danzig geboren. Schon als Kind zeigten sich seine ungewöhnlichen Fähigkeiten. Einige seiner Verwandten, aber auch Tiere fanden Heilung unter seiner Hand. 1943 in die Wehrmacht eingezogen, geriet er in russische Kriegsgefangenschaft und kehrte nach Kriegsende nach Deutschland zurück. Nach seinem grossen Wirken in der Öffentlichkeit musste sich Gröning, da er keine Heilpraktikerausbildung vorweisen konnte, mehr und mehr zurückziehen. Er gründete die ersten Gemeinschaften und wirkte nun in Form von Vorträgen, und die Heilungen geschahen auf wunderbare Weise weiter. Bruno Gröning starb am 26. Januar 1959 in Paris. Die LehreGröning hat seine Lehre nie schriftlich formuliert. Er vermied alles Dogmatische. "Mit dem Verstand bin ich nicht zu fassen", sagte er oft. In erster Linie wollte er den Notleidenden Hilfe bringen. Er bezeichnete sich als Vermittler einer geistigen Kraft, die er "Heilstrom" nannte. "Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft", ermutigte er die Kranken. Wenn sich der Mensch dieser Kraft, diesem Heilstrom öffnen kann, bekommt er die Heilung. Dies ist an sich jedem Menschen möglich. Nur hängt sie von seiner gedanklich geistigen Ausrichtung ab. Jeder Mensch steht nach Bruno Gröning im Spannungsfeld von guten, lebensbejahenden, positiven und von negativen abbauenden Gedanken. Und Gedanken sind Kräfte. Gröning überlässt hier bewusst dem Menschen den freien Willen und die Verantwortung. Die gedankliche Trennung von der Krankheit als das Böse und die Bejahung aller positiven Gedanken verbinden ihn mit der guten, der göttlichen Heilquelle, die ihm die heilenden Energien zufliessen lässt. Diese Heilkraft hat nichts Mystisches an sich, sie ist für jedermann erfahrbar. Der FreundeskreisIn einem seiner Gespräche sagte Gröning: "Sterben müssen alle Menschen, ich auch, aber ich werde nicht tot sein. Und wenn man mich ruft, komme ich und helfe weiter, so Gott will". Dieses Versprechen und diese Lehre wird heute vom Bruno Gröning-Freundeskreis weitergetragen. Dieser ist eine freie überkonfessionelle Vereinigung und wird von Grete Häusler, selbst Geheilte und langjährige Mitarbeiterin, geleitet. Die ca. 500 Gemeinschaften verteilt über ganz Europa, aber auch auf allen übrigen Erdteilen, umfassen etwa 27.000 Freunde und stehen jedem offen. Die Hilfe ist mit keinerlei Verpflichtung oder Kosten verbunden. Alle Spesen werden von freiwilligen Spenden getragen. In den Gemeinschaften lernt man die Aufnahme des Heilstroms und berichtet von persönlichen Erfahrungen und Heilungen. Die unzähligen unglaublichen, in der Medizin als unheilbar geltenden aber ärztlich bestätigten Heilungen selbst von schwersten Erkrankungen, wie Polyarthritis, Angina pectoris, Krebs, aber auch von Allergien, Magen-Darm-Leiden, Prüfungsängsten und Depressionen, etc. über drei Jahrzehnte nach Grönings Tod, bestätigen sein Versprechen, weiter wirksam zu sein. Die Medizinisch-Wissenschaftliche GruppeIm Jahre 1992 gründete der Hamburger Arzt Matthias Kamp innerhalb des Freundeskreises eine Medizinisch-Wissenschaftliche Fachgruppe, die 1.600 Ärzte und Heilberufler umfasst. Sie ist in Europa neben der Heilungskommission in Lourdes die einzige dieser Art. Sie dokumentiert und überprüft jede Heilung auf das sorgfältigste und lässt Diagnose und Heilung von unabhängigen Ärzten bestätigen. Bisher sind in den letzten sieben Jahren über 3.000 Hilfen und Heilungen in dieser Weise archiviert. Der Bruno Gröning-Freundeskreis sucht auch in Zukunft die Zusammenarbeit mit Schul- und Alternativmedizin. Im Freundeskreis wird im übrigen kein Heilversprechen abgegeben und niemandem vom Besuch eines Arztes abgeraten. Die Heilung wird durch das Wort vermittelt und geschieht auf geistigem Weg. Literatur:
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