Pressespiegel, Österreich:
"Neue" Vorarlberger Tageszeitung, Ausgabe 11.9.2006

"Das Phänomen Bruno Gröning"
Im Bregenzer Metro-Kino läuft in den nächsten Wochen ein Dokumentarfilm
über den Wunderheiler Bruno Gröning.
Schweigend stehen die vielen tausend Menschen vor dem Rosenheimer
Traberhof, blicken hinauf zum Balkon und kleben an den Lippen des Mannes,
der für viele von ihnen zur letzten Hoffnung geworden ist. Der
"Wunderdoktor" - wie sie ihn nennen - sieht ruhig in die Menge und spricht
ohne Pathos. Plötzlich ertönt unten ein Schrei. "Ich kann wieder sehen!"
Alles fährt herum, starrt ungläubig auf den Rufer. Fassungslos betrachtet
der seine Hände, dann die Umstehenden und immer wieder schreit er: "Ich kann
wieder sehen, ich kann wieder sehen."
Lahme können wieder gehen
Und nun spielen sich Szenen ab, wie es sie in unserer Zeit noch nie gab.
Kranke richten sich von ihren Tragbahren auf, Gelähmte werfen ihre Krücken
von sich und können gehen. Dankesrufe künden von immer neuen Heilungen. Kurz
darauf singt die Menge, viele mit Tränen in den Augen und zitternder Stimme,
"Grosser Gott wir loben dich."
So endet der erste Teil des Kino-Dokumentarfilms "Das Phänomen Bruno
Gröning - Auf den Spuren des Wunderheilers". Sicher eine der
eindruckvollsten Szenen des Films, doch solche Geschehnisse ereigneten sich
zu Lebzeiten Grönings (1906-1959) immer wieder.
30.000 Menschen kamen
1949 strömten täglich tausende und zehntausende Menschen zu seinen
Wirkungsstätten. Ein Elendsheer von Kranken und Leidenden setzte sich in
Bewegung. Vom Krieg geschlagen, von Ärzten aufgegeben, kannten diese
Menschen nur noch einen Wunsch: gesund zu werden, frei von Not und
Schmerzen. Bruno Gröning sollte ihnen helfen. Das Unfassbare geschah -
unzählige Kranke wurden gesund: Lahme konnten gehen, Blinde wieder sehen.
Der Kinofilm "Das Phänomen Bruno Gröning" zeichnet die dramatischen
Ereignisse jener Zeit nach und begibt sich auf die Spuren dieses
ungewöhnlichen Mannes.
Gröning soll schon als kleiner Junge einen heilenden Einfluss auf kranke
Menschen und Tiere ausgeübt haben. Im Jahre 1949 wurde er durch die Heilung
eines von den Ärzten aufgegebenen Buben in Norddeutschland überall bekannt.
Monatelang hielt das Geschehen um den "Wunderdoktor", wie er bald genannt
wurde, die junge Republik in Atem. Bis zu 30.000 Menschen kamen täglich, um
Gröning zu hören und gesund zu werden.
Bin für den da, der mich ruft
Die Ärzteschaft betrachtete das Geschehen sehr kritisch, in der Presse
erschienen verleumderische Artikel. Und die Justiz warf ihm Verstoss gegen
das Heilpraktikergesetz vor. 1952 kam es zu einem ersten Prozess gegen
Gröning. In diesem wurde er zwar freigesprochen, aber es wurde ihm jede
Heiltätigkeit untersagt.
Daraufhin sagte der Wunderheiler voraus, dass er innerlich verbrennen
würde, wenn man ihm das Heilen verbieten würde. Im Jahr 1959 starb Gröning.
Ärzte in Paris bestätigten nach zwei Operationen: "Es sah aus wie eine
totale innere Verbrennung".
Noch zu Lebzeiten sagte Gröning: "Alle Menschen müssen sterben, auch ich.
Den Körper wird man in die Erde legen, aber ich werde nicht tot sein. Wer
mich rufen wird, für den werde ich da sein, und ich helfe weiter."
Und in der Tat. Auch nach seinem Heimgang sind zahlreiche Heilungen
dokumentiert (siehe auch Artikel rechts). Um die vielen Heilungen, die nach
dem Tod Grönings wieder eintraten und eintreten, zu dokumentieren, wurde
1992 die "Medizinisch-Wissenschaftliche Fachgruppe" gegründet. Ihr gehören
zahlreiche Mediziner an. Die Ärzte prüfen und kommentieren die Heilungen. In
dem mittlerweile mehrere tausend Seiten starken Archiv befinden sich
Heilungsberichte von Krebs, Parkinson, Rheuma und Knochenschwund, aber auch
von Drogen- und Alkoholsucht, Depressionen und vielen Krankheiten mehr.
Mehr als 70 Stunden Filmmaterial wurden über Gröning gedreht, mehr als 80
Zeitzeugen wurden interviewt. Die Spieldauer beträgt fast fünf Stunden. Der
Film wird in drei Teilen gezeigt. Wochenschauberichte, Originaldokumente und
Auszüge aus Fernsehsendungen, dazu aufwändige Spielfilmszenen mit bis zu
2000 Statisten machen den Film für den Zuschauer zu einem beeindruckenden
Erlebnis.
| DER FILM Der Dokumentarfilm "Das Phänomen
Bruno Gröning" läuft heute im Metro-Kino in Bregenz, ausserdem am 8.
Oktober, am 12. November und am 10. Dezember (jeweils von 9.30 bis 15.45
Uhr - zwei grosse Pausen eingeschlossen). Der Eintritt ist frei. |
"Er heilte mich mit Gotteskraft"
Christine (56) aus dem Montafon vertraute auf Bruno Gröning. Und wurde
prompt von ihrem Venenleiden geheilt.
VON MARTINA KUSTER
Christine gehört seit 2002 dem Bruno-Gröning-Freundeskreis an. Der
Freundeskreis wurde 1979 Von Grete Häusler gegründet. Sie, die beim Besuch
eines Vortrags von Gröning geheilt wurde, verspürte den inneren Auftrag, die
Lehre Grönings bekannt zu machen. Unter anderem deshalb, weil sie die
Erfahrung machte, dass auch nach dem Tod Grönings Heilungen geschahen. Ihre
Putzfrau, die am rechten Auge erblindet war, könnte plötzlich wieder sehen -
nachdem ihr ein Bild von Bruno Gröning beim Staubwischen zu Boden gefallen
war.
Sieben Jahre Schmerzen
Der Freundeskreis führt das Werk Grönings fort. In allen Ländern Europas
und auf allen Kontinenten der Erde treffen sich Menschen um gemeinsam die
Heilkraft aufzunehmen. Seit 1994 gibt es auch in Vorarlberg Zusammenkünfte.
500 Vorarlberger gehören mittlerweile schon dem Freundeskreis an.
Christine erkrankt 1995 an den Beinen. Ihr Venensystem funktioniert nicht
mehr richtig. "Ich hatte starke Schmerzen in den Beinen, von morgens bis
abends", so Christine zur NEUE. Sie will sich operieren lassen. Doch der
Arzt sagt: "Das kann man nicht operieren. Sie müssen mit den Schmerzen leben
lernen."
Sieben lange Jahre leidet die Montafonerin an brennenden Schmerzen.
Christine: Weil ich die Beine immer bewegen beziehungsweise hochlagern
musste, konnte ich fast nirgends mehr hingehen. Meine sozialen Kontakte
schrumpften auf ein Minimum."
Im Jahr 2002 erfährt sie von einer Bekannten von Bruno Gröning. Christine
klammert sich an diesen Strohalm. "Denn ich hatte keine Wahl, stand mit dem
Rücken zur Wand." Also besucht sie eine Informationsveranstaltung des Bruno
Gröning-Freundeskreises. Während der Veranstaltung geht etwas vor sich, "was
ich nicht benennen konnte. Ich spürte an Händen und Füssen ein starkes
Kribbeln". Ab diesem Tag setzt sie sich zweimal am Tag vor ein Foto von
Gröning und dankt für ihre Heilung. "Ich vertraute darauf, dass ich Hilfe
bekomme." Christine weiter: "Nach zweieinhalb Monaten war ich völlig
schmerzfrei." Bei einer Nachuntersuchung kann ihr Arzt gar nicht glauben,
dass alles in bester Ordnung ist. "Aber so war es, auf dem Ultraschall war
nichts mehr zu sehen." Christine ist sich sicher: "Gröning heilte mich mit
der Kraft vom Herrgott."
Infoveranstaltungen des Freundeskreises: Kindergarten Andelsbuch,
17.9.; Berufsschule Bregenz, 4.10.; Hotel Messmer, Bregenz, 15.10.; Hotel
Bären, Feldkirch, 12.11. (jeweils 19 Uhr).
"Gott ist der grösste Arzt!"
Bruno Gröning betonte immer wieder, dass nicht er heile, sondern Gott.
"Es gibt kein unheilbar - Gott ist der grösste Arzt!", sagte er zu den
Hilfesuchenden. Und: "Ein Mensch kann nicht heilen. Er kann nur Vermittler
der Kraft sein, die die Heilung bewirkt."
"Heilstrom" oder "göttliche Kraft" nannte Gröning die Kraft, die dem
Menschen Heilung und Hilfe geben kann. Sie soll in Hülle und Fülle für jeden
Menschen vorhanden sein. Man müsse nur lernen, sich ihr wieder zu öffnen.
Man könne sie nicht sehen oder anfassen, doch werden sie dem Gefühl
wahrnehmbar.
Gröning lehrte seine Zuhörer, wie sie diese Kraft wieder bewusst in sich
aufnehmen und für die eigene Gesundheit nutzen können. Voraussetzungen für
die Heilung und den Empfang dieser göttlichen Kraft sind laut Gröning der
Wille zur Gesundheit sowie eine innere und äussere geöffnete Haltung. Durch
die Aufnahme dieser Kraft würden dann auf rein geistigem Wege die Heilungen
geschehen. Er sagte: "Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche
Kraft." |
Texte unter den Bildern:
<1> Der Wunderheiler und die Kranken. Zehntausende Menschen strömten zu ihm.
Auch nach seinem Tod werden ihm viele Heilungen zugeschrieben.
<2> Bruno Gröning: Mehr über ihn und den Freundeskreis erfährt man unter
www.bruno-groening-film.org |