Pressespiegel, Österreich:
"New Age", Ausgabe Jan./Feb. 1998

"Heilung auf geistigem Wege"

"Das Phänomen Bruno Gröning"

Von Dr. Rosmarie Heid

Dass jeder Mensch die universelle Kraft (Prana, Heilenergie, Heilstrom, Lichtnahrung bezeichnen diese universelle Energie), die uns umgibt, nutzen kann, ist für viele Menschen in dieser Zeit der geistigen Öffnung schon selbstverständlich geworden. Ein Wegweiser und grosses Vorbild für die Aufnahme und Vermittlung dieser Kraft war ein einfacher, mit Gott verbundener Mann: Bruno Gröning.

Er wurde am 31.5.1906 in Danzig-Oliva geboren. Der Knabe fiel bereits als Kind durch seine Andersartigkeit auf. Eine besondere Verbindung zur Natur und das völlige Fehlen von aggressivem Verhalten, das alle anderen Kinder mehr oder weniger zeigten, wiesen schon auf einen ungewöhnlichen Lebensweg hin. Er hatte ein merkwürdig enges Verhältnis zu Tieren. Einmal wurde er beobachtet, wie er versonnen hinter einem lahmenden Hunde herging. Er spielte mit dem Tier und streichelte es, und nach mehreren Tagen lahmte der Hund nicht mehr. So folgten ihm viele Tiere, die in seiner Anwesenheit gesund geworden waren, in den nahegelegenen Wald.

Charakteristisch für den jungen Bruno blieb, dass er sich von frühester Jugend an immer wieder zu kranken Menschen hingezogen fühlte, zu denen er sagte : "Du bist doch nicht mehr krank". Und so geschah es dann auch. Später bemerkte er, dass er in der Lage war, zur gleichen Zeit auch mehreren Menschen zu helfen. Sein Wirken blieb aber durch die Kriegswirren nur auf einen kleinen Kreis von Menschen beschränkt.

Als Schüler war er nicht schlecht, aber auch nicht besonders gut, gab aber seinen Lehrern oft Rätsel auf, wenn er Sätze zu Ende las, die der Lehrer erst begonnen hatte, auf die Tafel zu schreiben.

Schon als kleiner Junge suchte er aus ganzem Herzen Gott in der Einsamkeit und im Frieden der Natur. Nur eine gereifte Seele kann eine so frühe bewusste Gottsuche zeigen. Solche Menschen werden meist nicht verstanden und auch von ihrer Umgebung wegen ihrer Andersartigkeit angegriffen. So zeichnete sich bei Bruno Gröning schon sehr früh eine besondere Lebensaufgabe ab.

Er machte eine Zimmermannsausbildung, die er nicht beenden konnte, weil die Firma schliessen musste. In dieser wirtschaftlich schwierigen Zeit in Danzig übte er verschiedene Berufe aus, er arbeitete in einer Lackfabrik, in einer Schokoladenfabrik, im Hafen, beim Postamt und als Schwachstrommonteur. Seinen Kollegen fiel immer wieder auf, dass er ein besonderes Geschick bei allen Tätigkeiten hatte. Seine Kraftausstrahlung machte sich auch hier bemerkbar, wenn er z.B. Radioröhren, die wirklich kaputt waren, wieder zum Arbeiten brachte. Mit 21 Jahren heiratete er. Seine Frau konnte seinen Drang, anderen zu helfen, und seine beständige Hilfsbereitschaft nicht verstehen.

1943 wurde er 37jährig zur Wehrmacht eingezogen. Seine pazifistische Einstellung und der Einsatz für seine Kameraden in der russischen Kriegsgefangenschaft waren oft lebensgefährlich für ihn. In der schweren Nachkriegszeit gründete er in Dillenburg ein "Hilfswerk der Vertriebenen". Durch diese Tätigkeit kam er mit vielen Menschen in Berührung. Immer mehr Kranke suchten ihn auf. Er wurde von Haus zu Haus gebeten. Am 14.3.1949 wurde er zu Familie Hülsmann in Herford gebeten. Die Heilung des bettlägerigen Sohnes Dieter, der an Muskelschwund gelitten hatte, wurde bekannt, und bald kamen immer mehr Leidende zum Haus Hülsmann am Wilhelmsplatz 7. Bruno Gröning sprach zu den Heilungssuchenden, und seine Worte bewirkten Wunder. Schmerzen verschwanden, Gelähmte konnten wieder gehen und Blinde wieder sehen.

Er sah sich als Vermittler der universellen, göttlichen Energie und klärte die Menschen über die höheren Gesetze des Lebens auf. Er wies die Leidenden darauf hin, dass der Wille zum Guten, der Wille zur Umkehr und der Glaube an Gott eine wichtige Voraussetzung für eine Heilung ist. Er sprach einfach und schlicht und doch als ein Wissender, der ohne Studium einen Zugang zu einem Urwissen hatte, dass vielen Menschen nicht mehr zugänglich war.