Frei von Drogen durch Heilung auf dem geistigen Weg
Ein alternativer Weg aus der Sucht?
Kassel (per). Im Oktober 1993 erschien das Buch der ehemals
Heroinsüchtigen — Petra Rüther: "Mein Weg über den
Abgrund". In diesem Buch beschreibt sie in grosser Offenheit, wie sie
— beinahe noch ein Kind — in die Klauen der Rauschgiftsucht gelangte
und alle Gräuel dieses Teufelskreises durchleben musste. Fast 10 Jahre
bemühte sie sich, durch Entziehungskuren und Langzeittherapien von der
Droge loszukommen. Ohne Erfolg! Das Buch endet jedoch nicht — wie so
viele andere in diesem Genre — mit Resignation und Aufgabe oder gar mit
dem Umstieg au f staatlich erlaubte Ersatzdrogen, sondern mit einem "Happy End".
Einfühlsam beschreibt sie ihren Weg aus der Sucht durch die Lehre Bruno
Grönings, die es ihr möglich machte, seit 1985 bis zum heutigen Tag
dauerhaft von Drogen frei zu bleiben. Heute ist Petra Rüther eine vitale,
lebensfrohe Frau Anfang 40. Resultierend aus der eigenen Erfahrung hat sie
ein tiefes Mitgefühl mit dem Elend der Drogensüchtigen.
Pionierarbeit auf der Drogenszene
Nach dem Erscheinen dieses Buches hat sie gemeinsam mit ihrem Mann und Freunden begonnen,
im Rahmen des Bruno Gröning-Freundeskreises Süchtige direkt auf der Strasse anzusprechen,
sie zu so genannten Gemeinschaftsstunden einzuladen, um dort mit ihnen gemeinsam die Heilkraft
aufzunehmen, die Gröning Heilstrom nannte — die universelle göttliche Kraft. Durch diese
Pionierarbeit entstanden in mehreren Städten Deutschlands und in den Niederlanden, vor
allem in den Hochburgen der Drogensucht, die örtlichen Gruppen, in denen sich
Suchtmittelabhängige treffen, um gemeinsam Kraft und Ruhe aufzunehmen.
Petra Rüther ein Einzelfall?
Mit Sicherheit nicht. Im Laufe der letzten Jahre war
diese Hilfe zur Selbsthilfe von Erfolg gekrönt und viele Süchtige konnten dem Teufelskreis der körperlichen und seelischen Abhängigkeit von Drogen,
Alkohol und diversen anderen Suchtmitteln entkommen. Nachfolgend lesen Sie Heilungsberichte, deren
Krankheitsverlauf und Genesung dem Bericht der Petra Rüther in keiner Weise nachstehen. Die Zahl
der Hilfen und Heilungen steigt bis zum heutigen Tage.
Stephanie Knabe (37)
"Mit 15 Jahren (1979) bekam ich schwere Depressionen und Gewichtsprobleme bzw. Essstörungen.
Ich habe mich oft mit Essen vollgestopft und nahm in kurzer Zeit 10 kg zu. Ich versuchte
abzunehmen, doch es kamen immer wieder Rückschläge. Ich war sogar einmal zur Kur wegen meiner
Gewichtsprobleme.
Mit Haschisch, das ich bis 1983 intensiv rauchte, hatte ich zwei Jahre später
meinen ersten Kontakt. Zwischen 1983 und 1990 nahm ich gelegentlich LSD, Heroin, Kokain oder
psychogene Pilze (Psylocybin). Ab 1991 nahm ich wieder häufiger Drogen, Kokain und Heroin -
besonders am Wochenende. Jetzt wurde ich davon richtig abhängig. Ich war damals 28 Jahre alt.
1992 kam ich in das vom Staat geförderte Polamidon-Programm für Süchtige. Anfangs reichte mir
1 ml Polamidon, doch zum Schluss nahm ich 30 ml Polamidon täglich. Diese Mengen musste ich mir
illegal besorgen. Wenn ich mal einen Tag kein Polamidon hatte, war es fast zum Verrücktwerden.
Dass ich das überlebt habe, ist für mich unfassbar. (Anm. der Red.: Polamidon ist ein sehr
starkes Schmerzmittel. Höchstdosis 10 Tropfen (= 1 ml). 3 ml Polamidon können auch bei Menschen,
die bereits Drogenkontakt hatten, tödlich wirken). Ich wusste keinen Ausweg, hatte keine Kraft,
mich von der Sucht zu lösen. Im Juli 1999 sah ich ein Interview von einer ehemaligen Drogensüchtigen
(10-jährige Heroinabhängigkeit), die durch Geistheilung gesund geworden war. Es wurde von
Bruno Gröning gesprochen, durch den diese Heilung geschehen sei. Diesen Namen hörte ich zum
ersten Mal. Zwei Wochen später sah ich das gleiche Interview mit Petra Rüther noch einmal.
Diesmal schrieb ich mir sofort die eingeblendete Telefonnummer auf, rief dort an und wurde
Ende September 1999 in die Lehre Bruno Grönings eingeführt. Den Heilstrom spürte ich gleich
bei der Einführung.
Einen Tag danach war ich kräftig und fühlte mich so leicht wie schon lange
nicht mehr. Nun stellte ich mich regelmässig auf diese Kraft ein. Ich wünschte mir endlich von
Polamidon frei zu werden. Aber solange ich das Zeug weiterhin spritzte, war das aussichtslos.
Diese Zeit war sehr hart. Arme und Hände waren voll von Hämatomen, die Venen waren schon sehr
kaputt.
Im März 2000 fing ich an, statt 30 ml zu spritzen, 15 ml täglich zu trinken und mich
jede Woche um 1 ml herunterzudosieren. Mittlerweile besuchte ich auch regelmässig die
Gemeinschaftsstunden. Im November 2000 war ich dann bei 1 ml Polamidon angekommen. Das
Bedürfnis zu spritzen war weg. Am Donnerstag, den 16. November 2000, wachte ich morgens mit
dem Gedanken auf: Heute nehme ich kein "Pola" mehr! So war es auch. Es war für mich wie eine
zweite Geburt, ein zweites Leben. Ich konnte regelmässig schlafen, war nie unruhig, hatte kein
Erbrechen oder keinen Durchfall, was ja eigentlich die typischen Entzugserscheinungen von
Polamidon gewesen wären.
Seit Februar 2001 bin ich wieder voll berufstätig. Trotz einiger
körperlicher Umstellungsprozesse auf ein Leben ohne Drogen fühle ich mich so stark und gesund
wie schon lange nicht mehr. Ich habe keine Depressionen, kein Verlangen nach Drogen mehr.
Heute kann ich mir nicht mehr vorstellen, jemals wieder Drogen zu nehmen, egal in welcher Form."
Holger Jessen (36)
"Alkohol, Haschisch, LSD, Kokain, Speed und Heroin gehörten zu den Drogen, die ich seit meiner
frühesten Jugend (ab 13 Jahren) konsumierte, bis diese mich im Alter von 21 Jahren in die
Psychiatrie führten. Dort hatte ich die schlimmsten Zustände: Ständiges Umfallen, da ich
plötzlich keine Luft mehr bekam, und einen Kreislaufzusammenbruch nach einer zusätzlichen
Ration Neurocil. Ich wurde reanimiert. Meine Zähne konnte ich mir aufgrund schlechter Motorik
nicht mehr selber putzen und so wurde ich durch den Pfleger gebadet und gewaschen.
Dreimalige Klinikaufenthalte in der Psychiatrie brachten keine Besserung. Starke Medikamente
(Haldol, Neurocil etc.) tauschte ich nach stationärem Aufenthalt gegen Kokain und Haschisch ein.
So wurde ich zum Drehtürpatienten, bis ich im März 1989, kurz vor meinem 24. Geburtstag, von
der Lehre Bruno Grönings hörte. Da ich schon Erfahrung mit Heilung auf dem geistigen Weg gemacht
hatte, konnte ich gleich bei der Einführung die Heilkraft spüren. Spontan verlor ich die
Schlafstörungen. Der von mir konsultierte Neurologe hatte "Paranoide Schizophrenie mit
halluzinatorischen Wahnvorstellungen" diagnostiziert, die jetzt verschwunden sind. Das ist
nun 8 Jahre her. Ich erfreue mich bester Gesundheit, bin glücklich verheiratet und Vater von
drei gesunden Kindern. Ich brauche keine Drogen mehr, habe eine Umschulung zum Altenpfleger
mit Erfolg abgeschlossen und stehe seitdem in fester Anstellung."
Heilung auf dem geistigen Weg auch bei Suchterkrankungen
Ärzte und Psychologen bestätigen, wie erfolgreich die Heilung auf dem geistigen Weg auch
im Bereich der Suchterkrankungen sein kann. Die Leiter der örtlichen Gruppen arbeiten eng mit
der Medizinisch- Wissenschaftlichen Fachgruppe (MWF) des Bruno Gröning-Freundeskreises zusammen,
in der die Heilungsberichte aufgenommen und dokumentiert werden.
Gemeinschaftsarbeit - Was geschieht in den örtlichen Gruppen?
Während der Gemeinschaftsstunden wird ausschliesslich über positive und aufbauende Themen
gesprochen. Ziel ist es, durch bewusste Verbindung mit dem Guten die Sucht und damit
zusammenhängende Probleme hinter sich zu lassen. Die Anwesenden berichten über erlebte Hilfen,
Heilungen und ihre Erfahrungen mit der Lehre Bruno Grönings. Eine Gemeinschaftsstunde dauert ca.
zwei Stunden und findet alle drei Wochen statt.
|