IM KAMPF GEGEN DIE SUCHT
Auch Drogenabhängige finden im Bruno Gröning-Freundeskreis Hoffnung und Heilung
Stuttgart (kaw). Ein großes Problem unserer Zeit sind diverse Süchte und Abhängigkeiten sowie deren Folgen. Alkohol, Tabak, Medikamente und auch so genannte harte Drogen sind eine Geißel der Menschheit. Im Jahr 2001 starben in Deutschland über 155.000 Menschen an den Folgen von Suchtkrankheiten, Tendenz steigend. Die meisten Todesopfer forderte die Nikotinsucht (>70%).
Hilfe und Heilung ist möglich
Doch selbst in diesem schier hoffnungslosen Teufelskreis der Sucht ist Hilfe und Heilung durch die Lehre Bruno Grönings möglich. Seit 1993 werden im Bruno Gröning-Freundeskreis
Erfolgsberichte (siehe Seite 6/7) erfasst und dokumentiert. Sie sind der Beweis für Heilungen von Nikotin-, Alkohol-, Heroin- und sonstiger schwerer Drogensucht.
Ein Zeichen von Nächstenliebe
Seit 1993 wurden in Deutschland zehn und in den Niederlanden drei
Gemeinschaften für sog. "Hilfebedürftigste" (Suchtmittelabhängige) aufgebaut. Geplant ist der Aufbau in Zürich und in Wien, wo sich auch Bruno Gröning-Freunde für diese Menschen einsetzen wollen. Es ist ein besonderes Zeichen von Nächstenliebe, wenn Menschen sich gerade in diesem Bereich engagieren und ihre Freizeit für diese oft nicht ganz einfache Aufgabe zur Verfügung stellen.
Kraft und Zuversicht
Sinn und Zweck dieser Gemeinschaften sind die Aufnahme und
Betreuung auch von Schwerstabhängigen. In den Gemeinschaftsstunden können sie zusammen mit erfahrenen Bruno Gröning-Freunden Kraft und Zuversicht tanken und den Glauben an die Gesundheit und an ein suchtmittelfreies Leben finden. Bruno Gröning sagte:
"Der Wille im Leben ist in allem die Voraussetzung. Wie der Wille, so der Gedanke. Der Gedanke bewegt den Menschen zur Tat. (...) Ich verbiete und verschreibe
nichts." Deshalb wird in den Gemeinschaften weder von Therapien noch von Arztbesuchen abgeraten.
Arbeit in den Niederlanden sehr erfolgreich
Besonders in den Niederlanden gibt es immer noch die so genannte "offene
Szene". Außerdem ist der Handel mit Cannabis (Haschisch) in den rund 1.500 Coffeeshops zwar nicht legal, aber geduldet, so dass der Einstieg in die Sucht mit der
"weichen" Droge leicht gemacht wird. Obwohl Heroin bei den niederländischen Jugendlichen als
"uncool" und als die Droge der "Looser" gilt, blieb der regelmäßige Konsum von Opiaten in den letzten Jahren konstant, während das Haschrauchen jährlich um ein Prozent stieg. So kommt es nicht selten vor, dass die Menschen auf den
S traßen dahinvegetieren oder in abbruchreifen Häusern ihr armseliges Domizil aufgeschlagen haben. Hier können sie durch persönlichen Kontakt dazu bewegt werden, in die Gemeinschaft zu kommen und gemeinsam um Hilfe und Heilung zu bitten. Einmalig ist jedoch die Möglichkeit in Rotterdam: hier werden in einer Kirche Gemeinschaftsstunden gehalten. Der dortige Pfarrer ist nämlich dem Drogenproblem gegenüber sehr aufgeschlossen und engagiert sich seit vielen Jahren in diesem Bereich.
Inzwischen sitzen nicht selten mehr als dreißig Schwerstsüchtige in dieser Gemeinschaftsstunde. Dort stellen sie sich nach der Lehre Bruno Grönings auf den
Heilstrom ein.
Informationsvorträge mit Ärzten und Psychologen
2001 und 2002 fanden eine Reihe von Vorträgen in zahlreichen Städten
Deutschlands (u. a. Berlin, Hamburg, Kassel, Bremerhaven, Saarbrücken, Frankfurt am Main und Ingolstadt) zum Thema
"Frei von Drogen!" statt. Die Medizinisch-Wissenschaftliche Fachgruppe (MWF) hat sich auch der Suchtproblematik angenommen und führt Vorträge zum Thema durch. Ärzte und Psychologen informieren über einen alternativen und kostenfreien Weg aus der Sucht. In diesem Jahr sind in Deutschland u. a. in Stuttgart, München, Münster, Hannover, Zürich und Wien Vorträge geplant.
Kommentare von Bruno Gröning-Freunden, die mithelfen
Warum engagieren Sie sich in dieser Gemeinschaft?
"Aus Dankbarkeit über meine Heilung von Alkohol." (Me. B.)
"Ich beobachte selbst und höre, wie die Aggressionen, die Gewalt und auch der Drogenkonsum unter den Schülern zugenommen hat. Ich erlebe die Hilflosigkeit und auch die
Resignation." (U. G.)
"Weil es für mich von großer Wichtigkeit ist, bewusst für das zu kämpfen, was Leben, Liebe, Glück und Zufriedenheit schenken kann: das Göttliche. Und nirgendwo konnte ich diesen Kampf in größerer Intensität erleben, wahrnehmen und fühlen wie in den Hilfebedürftigsten-Gemeinschaften, wenn denen geholfen wird, die am Rande unserer Gesellschaft
stehen." (Ma. B.)
"Nach meiner Heilung von einer aussichtlosen Krankheit empfinde ich tiefes Mitgefühl mit diesen Ausgegrenzten, und möchte ihnen auch diese großartige Heilkraft näherbringen, die ich selbst erfahren
habe." (A. dW.)
"In meiner Jugend nahm ich Drogen und kenne daher den ganzen Leidensweg.
Heute, wo ich gesund sein darf, weil ich im Freundeskreis meine Heilung bekommen habe, weiß ich um die große Chance, die wir den Drogensüchtigen bieten können. Ich erlebe, wie schnell und überwältigend die Heilkraft an diesen Menschen Erfolge erzielt. Wenn ein junger Mann (voll mit Crack) in fünf Minuten während eines Informationsvortrags über die Lehre Grönings mit einem Mal aufschaut und berichtet, dass er Hitze und Kribbeln im ganzen Körper spürt, kann man mit dem Verstand nicht erfassen, wie
groß Gottes Wirken ist. Das bewegt uns weiter zu informieren und diese Leute aus der Falle zu
befreien." (L. N.)
"Aus meiner langjährigen Tätigkeit in der Suchtarbeit, weiß ich wie schwer es für Abhängige ist von Drogen frei zu kommen. Mit der einfachen Lehre Bruno Grönings ist es möglich nicht nur körperlich zu gesunden, sondern auch psychisch ganz frei zu werden. Die Sucht verschwindet völlig ,aus dem Kopf`´." (Ch. H.)
Was war/ist das beeindruckendste Erlebnis?
"Das Beeindruckendste ist, immer wieder von neuem zu sehen, wie Menschen, denen jegliches Vertrauen fehlte, wieder dadurch Hoffnung schöpfen, dass sie einen Teil der göttlichen Wahrheit
erfassen." (Ma. B.)
"Diese Heilkraft ist überall und für alle erfahrbar, sogar auf der Straße, wo sich die Mädchen anbieten, um Drogen zu
finanzieren." (A. dW.)
"Ich habe erlebt, dass ein vollkommen verwahrloster Hilfebedürftigster ohne jeden Lebensmut das Wichtigste von der Lehre Bruno Grönings hörte und einmal das Bild Grönings sah. Drei Wochen später stand mir ein gepflegter junger Mann gegenüber, der die Obdachlosenzeitung verkaufte; er war kaum wiederzuerkennen und hatte sogar ein Lächeln auf den
Lippen." (Ch. H.)
Echo aus Briefen von Hilfesuchenden und Geheilten
Aus einem Brief von J. v. G. aus F.: "Ich denke, dass meine bisherigen Therapien mich zwar bis zu einem gewissen Punkt weitergebracht haben, aber ich möchte nun nicht mehr festhalten an der Krankheit und mir nicht immer wieder sagen, dass ich Alkoholikerin bin, sondern auf den Glauben vertrauen, dass ich es los
werde."
Aus einem Brief von M. J. K. aus L.: "Durch das Buch ‚Mein Weg über den Abgrund‘ fand ich zum Bruno Gröning-Freundeskreis. Den Tag, als ich das Buch bekam, werde ich nie vergessen, denn aus Alkoholabhängigkeit, Nikotinsucht, Arbeitslosigkeit u. a. kam ich
frei."
Aus einem Brief von M. M. aus B.: "Da mir Bruno Gröning - auch euch aus den Gemeinschaftsstunden zähle ich dazu - aus meiner langjährigen Drogensucht geholfen hat, versuche ich nun, meine Erfahrungen an andere Süchtige weiterzugeben. Ich arbeite ehrenamtlich in einer Suchtberatung. Seit vier Jahren lebe ich nun schon clean und habe das ‚Nein’ sagen
gelernt."
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