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(Ausgewählte Artikel aus der Zeitschrift)

Freundeskreis aktuell
Medizinisch-Wissenschaftliche Fachgruppe
Eine besondere Gemeinschaft
Aus dem Leben Bruno Grönings

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"DAS HAT ES SCHON VIELE JAHRE NICHT MEHR GEGEBEN!"

"Das Phänomen Bruno Gröning" im Wiener Bellaria Kino

Wien (map). Seit dem 12. Oktober 2003 läuft "Das Phänomen Bruno Gröning" im Bellaria Kino in der Wiener Innenstadt. Mittlerweile hat sich das Kinopersonal daran gewöhnt, dass jeden Sonntagvormittag ungewöhnlich viele Besucher ins altehrwürdige Kino strömen und sich sogar regelmässig eine Warteschlange an der Kasse bildet. Der Saal mit 194 Sitzplätzen war sogar einige Male ausverkauft - "Das hat es schon viele Jahre nicht mehr gegeben", wundert sich auch der Kinobesitzer Erich Hemmelmayer.

Sogar Busse aus dem Ausland 
An der Wand im Foyer, in dem man sich um Jahrzehnte Das Kino Bellaria in Wien zurückversetzt fühlt, hängt zwischen grossen schwarz-weissen Portraits alter Filmstars wie Johannes Heesters, Marlene Dietrich oder Willy Forst ein grosses Plakat mit dem Foto von Bruno Gröning. Es erinnert die ganze Woche an die sonntägliche Sondervorstellung, zu der auch immer wieder Besucher aus anderen Teilen Österreichs sowie Tschechien, Ungarn, Slowenien und Kroatien anreisen - mit eigens dafür gecharterten Bussen. Bei einer Vorstellung im November wurden für die Simultanübersetzung mehr als 40 Kopfhörer benötigt.

Auch Herr Adi ist beeindruckt
Das Bellaria Kino, über das wegen seiner Originalität schon ein Kinofilm gedreht wurde, zeigt täglich alte Filme aus eigenem Archiv und hat daher ein treues Stammpublikum - die meisten von ihnen sind schon weit jenseits der 60. Dass der Dokumentarfilm ebenso sehr viele junge Menschen anlockt, freut auch die langjährigen "Billeteure" des Kinos, Frau Helga und Herrn Adi. Zu ihnen haben die Helfer des Freundeskreises ein besonders gutes Verhältnis - die liebevolle Form der Anrede bringt das deutlich zum Ausdruck. Was den beiden schon aufgefallen ist, dass die meisten Kinobesucher den Saal "beglückt" verlassen - und der Filmvorführer, Herr Markus, vergleicht die Atmosphäre im Saal unmittelbar nach Filmende mit einer "Stimmung wie in einer Kirche". Die Menschen seien oft zu Tränen gerührt und sässen oft noch lange mit geschlossenen Augen in ihren Sesseln.

Liebesstrom war deutlich spürbar
Wie sie der Film beeindruckt hat, das schrieben viele Besucher auf die Antwortkarten, die sie beim Kartenkauf erhalten haben. 

"Ich war sehr ergriffen von diesem Schicksal, verärgert über den Umgang der Journalisten, Ärzte und Gerichte mit diesem 'Phänomen', ist aber typisch für diese Welt", schrieb Ilse L. aus Ebensee - und Walter K. aus Wien war nach dem Film davon überzeugt, "dass es letztendlich die Liebe Gottes ist, die alle Wunden heilt und die wir alle so brauchen - und dieser heilsame Liebesstrom war für mich deutlich spürbar, als ich den Film sah." 

Auch Miriam V., ebenfalls aus Wien, war sehr berührt: "Ach ja, und am Ende des Filmes habe ich sehr geweint über die Dummheit und das Ego der Menschen, das ihn zu Fall gebracht hat - neben mir die Dame auch."

Kein Ende in Sicht oder - Und er läuft und läuft und ...
"Von mir aus kann der Film auch fünf Jahre hier laufen", sagt  Hemmelmayer, der die Saalmiete schon zweimal reduziert hat, ohne dass er darum gebeten wurde.

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HEILUNG SUDECK SYNDROM DES LINKEN UNTERARMS UND DER HAND

ERFOLGSBERICHT VON VERA BERITIC (59), GEMEINSCHAFT SPLIT

Durch einen Bruch in der linken Schulter am 31. Januar 1996 hatte sich mein Leben grundlegend verändert. Damit verbunden war eine Nervenlähmung (Nervus radialis) der linken Hand und des Unterarms. Es folgten vier Wochen Gips. Die Hand war violett verfärbt und geschwollen. Ich hatte sehr starke Schmerzen. Auf Grund einer Allergie konnte ich keine Schmerzmittel nehmen. Nach der Entfernung des Gipses erhielt ich Physiotherapie.

Vier Monate später
Die Ärzte eröffneten mir nach vier Monaten, dass ich an einem Sudeck Syndrom der linken Hand und des Unterarms als Folge des Unfalls leide. Es folgten zweieinhalb Jahre Therapiemarathon von Physiotherapie, Druckkammer, Akupunktur über Homöopathie und Reiki.

Vorzeitige Berentung
Orthopäden und Physiotherapeuten beendeten schliesslich jegliche Therapie. Man schickte mich zum medizinischen Dienst, der mich 1998 zur Invalidin erklärte und mich vorzeitig in Rente schickte.

Wie kam ich zum Freundeskreis?
Vera Beritic (59)
Besonders bei Wetterwechsel hatte ich heftige Schmerzen. Die Beweglichkeit war stark reduziert, so dass ich die Hand nicht mehr zusammenballen konnte und es kam zur Versteifung der Gelenke sowie einer Rückbildung der Muskulatur. Hinzu kam eine Entkalkung der Knochen. Ich konnte den Arm nur noch bis zum Brustkorb heben und nicht mehr nach hinten zum Rücken bringen. Es war mir unmöglich, schwere Gegenstände zu tragen, ja nicht einmal das Besteck konnte ich halten. Am meisten schmerzte mich, dass ich meine Enkelkinder nicht auf den Arm nehmen konnte. Eine Freundin machte mich auf die Lehre Bruno Grönings aufmerksam und im September 1999 ging ich zu einem Einführungsvortrag.

Die Wende in meinem Leben
Während der Einführung hatte ich Schmerzen im Arm und im ganzen Körper. In dieser Zeit fing ich an, wieder aufrichtig an Gott zu glauben. Geduldig und im Vertrauen wartete ich auf meine Heilung und nahm die Schmerzen als Regelungen an. Ich begann im Freundeskreis zu helfen.

Herbsttagung in Zagreb 2001
Im Oktober 2001, auf einer Tagung in Zagreb, erlebte ich nach dem Abspielen eines Tonbands mit der Originalstimme Bruno Grönings die Heilung. Spontan konnte ich den Arm wieder heben, die Schmerzen waren einfach verschwunden. Am 8.11.2001 ging ich zur fachärztlichen Kontrolluntersuchung, bei der man mir die vollständige Gesundheit bestätigte. Durch die Aufnahme des Heilstroms bin ich von dieser schweren Belastung befreit.

Dr. med. I. Kevo-Andric, Split

Ärztlicher Kommentar:

Wie aus ärztlichen Befunden ersichtlich, handelte es sich bei Vera Beritic seit Juni 1996 um eine Sudeck Dystrophie. Sie hatte starke Schmerzen, doch wegen einer Allergie durfte sie keine Schmerzmittel nehmen. Bei dieser Krankheit kommt es zur Dystrophie (Zerfall) des ganzen Gewebes, zu Durchblutungsstörungen, die Haut wird blau, trocken, kalt und schwillt an. Die Gliedmassen atrophieren (verschmälern sich durch Rückgang der Muskulatur), die Gelenke werden steif, die Knochen entkalken und neigen zum Brechen. Es werden etwa 70 verschiedene Medikamente gegen diese Krankheit in der medizinischen Enzyklopädie angegeben, sie ist praktisch unheilbar und führt fast immer zur Invalidität. 

So ist auch Vera Beritic ohne Erfolg nach zwei Jahren Therapie entlassen und vorzeitig in Rente geschickt worden. 

Ganze fünf Jahre sind die linke Hand und der Unterarm fast ganz steif gewesen, mit ständigen Schmerzen. Wie aus der medizinischen Dokumentation ersichtlich, ging sie die letzten drei Jahre zu keiner Therapie mehr. Die spontane Heilung, das Verschwinden der Schmerzen und völlige Wiederherstellung der Funktion, zwei Jahre nach dem Öffnen für den Heilstrom nach der Lehre Bruno Grönings, kann man medizinisch nicht erklären. 

Aus der Kontrolluntersuchung bei der Fachärztin für Physiotherapie ist ersichtlich, dass Vera Beritic völlig geheilt ist. Die linke Hand und der ganze Arm sind motorisch vollständig in Ordnung. Die regelmässige Aufnahme des Heilstroms führte zur Heilung.

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EIN STÜCK HEIMAT GEFUNDEN

Gemeinschaft ehemaliger Strassenkinder in Sao Paulo

Fortaleza (gnm). Als ich im September 1999 den Bruno Gröning-Freundeskreis durch den Informationsvortrag eines Arztes kennen lernte, dachte ich sofort, dass das eine wichtige Hilfe für die Kinder und Jugendlichen, aber auch für die Mitarbeiter in einem mir seit langem bekannten Strassenkinderprojekt sein könnte. Ehemalige Strassenkinder in Brasilien. Im Mai 2003 war es dann soweit:

Nach einem einführenden Vortrag zeigten sich Mitarbeiter/innen der "Barraca da Amizade" (Hütte der Freundschaft) und Jugendliche interessiert, eine Jugendgemeinschaft in dem seit über 15 Jahren bestehenden Strassenkinderprojekt ins Leben zu rufen. Hier werden Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren aufgenommen, die eine Alternative zum Leben auf der Strasse suchen. In den meisten Fällen waren diese Kinder durch unerträgliche familiäre Situationen auf die Strasse geflüchtet, wo sie sich vorwiegend durch Betteln und Stehlen am Leben erhielten. Dort kamen sie dann auch in Kontakt mit Drogen, die zur Betäubung des Hungergefühls benutzt wurden. Ohne nach Hause zurückzukönnen, ohne eine Bleibe und ohne Erziehung und Ausbildung hatte das Leben keine Perspektive für sie.

Ein erster Schritt in ein geordnetes Leben
So kamen sie zur Barraca da Amizade, wo sie gemeinsam wohnen, durch Sozialarbeiter und Landesleiterin Gerda Nickel Maia Psychologen betreut werden, zur Schule gehen und die Regeln eines geordneten Lebens kennen lernen. Die künstlerische Arbeit (Zirkus, Capoeira, Malen) ist wichtig für diesen Lernprozess. Aber es ist ein mühsamer Weg, der viel Kraft kostet, sowohl für die Kinder, als auch für die Mitarbeiter. So zeigten sie grosses Interesse, als sie Bruno Gröning und seine Lehre kennen lernten und durch die Aufnahme des Heilstroms schon bald die ersten Hilfen erleben konnten. Ein Jugendlicher berichtete, dass er schon eine bessere Note in der Schule bekommen hat, wo er früher sehr schwach war. Ein anderer hat die heilende Wirkung der göttlichen Kraft erlebt, als er Bauchweh hatte und die Schmerzen in kurzer Zeit verschwanden, nachdem er sich auf die Heilkraft eingestellt hatte. Viele wünschen sich auch Harmonie und Ordnung in ihren Familien, in die sie gerne wieder zurückkehren würden. Nun lernen sie zu verzeihen, bekommen Selbstvertrauen und stellen sich auch bittend für die Familienangehörigen ein.

So kann auch diesen Jugendlichen die Lehre Bruno Grönings helfen, die Schwierigkeiten in allen Situationen des Lebens zu überwinden und einen ständigen Wegweiser und Helfer an ihrer Seite zu haben. 

Anderen helfen
Sie möchten auch im Freundeskreis mithelfen. So erklärten sich zwei Jugendliche bereit, die schon Lesen und Schreiben können und auch lernen, mit einem Computer umzugehen, die von Hand geschriebenen Erfolgsberichte anderer Bruno Gröning-Freunde mit dem Computer abzuschreiben, damit sie dann weiter bearbeitet werden können.

Kontakte zu deutschen Jugendlichen
Wichtig ist auch der Austausch von Erfahrungen zwischen Jugendlichen des Freundeskreises über die Kontinente hinweg, durch Briefe oder E-Mails. Der unten stehende Brief spricht für sich.

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LAHME GEHEN, BLINDE SEHEN

Bruno Grönings Wirken 1949 - "Das Wunder von Herford" (1. Teil)

Köln (the) Im Frühjahr 1949 wurde Bruno Gröning - ein bis dahin unbekannter Zimmermann aus Danzig - über Nacht weltbekannt. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Kunde vom "Wunderdoktor", wie er bald genannt wurde. Von unfassbaren Heilungen war die Rede, ein Elendsheer setzte sich in Bewegung und monatelang pilgerten täglich Hunderte und Tausende Heilungssuchende zu seinen Wirkungsstätten. 

Den Anfang nahm das ganze Geschehen in Herford in Westfalen. Dr. phil. A. Kaul hat die Geschehnisse seinerzeit miterlebt und in einer Broschüre festgehalten. Hier ein Auszug:

Der Menschheit ganzer Jammer fasst mich an
"Zu Tausenden kommen die Kranken und Siechen in das kleine westfälische Städtchen, Das Elendsheer. das in seinen Mauern den Wunderdoktor birgt. Mit Autobussen, Lastwagen, Personenwagen, mit der Bahn und zu Fuss, mit Pferdefuhrwerken und Fahrrädern, auf Leiterwägelchen, in Fahrstühlen und in Krankenwagen - Tag und Nacht kommen Menschenmassen nach Herford auf den Wilhelmsplatz, der von der protestantischen Kirche überragt wird, zum Hause Nr. 7, in dem Bruno Gröning bei den Eltern eines von ihm geheilten Kindes Obdach gefunden hat. Das menschliche Elend, das sich hier offenbart, ist erschütternd und grenzenlos. In den umliegenden Gärten und in den Anlagen sitzen die Kranken, stehen die Liegestühle, die Bahren, tage- und nächtelang warten die Angekommenen auf Heilung. 

In der Nacht zum 17. Juni 1949 wollte die Polizei etwa 50 Mütter mit ganz kleinen Kindern die Nacht über in Baracken unterbringen; es half aber kein Zureden, sie wichen und wankten nicht von ihrem Platz, und auch der einsetzende Regen bewegte die Menschen nicht zum Fortgehen. Aus allen Gegenden Deutschlands strömten sie hier zusammen, die Hoffnungslosen und Beschwerten, die Jünglinge und die Greise, Frauen, Mädchen, Kinder, aus allen Ständen und Schichten, Amerikaner, Engländer, Belgier, Schweizer, Schweden, Ungarn, Polen, ja selbst Zigeuner, die nach der erfolgten Heilung eines stummen Zigeunerkindes sich hier in Scharen einfinden. Lahme, Blinde, Taube, eine Gemeinschaft des Elends und der Not. Arme Menschen, ob sie nun in Luxuswagen sitzen oder sich mühsam auf ihren Krücken fortbewegen. Hoffnungslose und Hoffende, Müde und Verzweifelte, hundert- und tausendfältig ist nur der eine Wunsch: Heilung zu finden! Sie fragen ja alle nicht danach, ob das, was hier geschieht, den Genehmigungsvermerk einer Dienststelle, einer Behörde oder eines Ministeriums trägt, ob die Wissenschaft dafür oder dagegen ist, ob der, der sie heilen soll, ein Messias oder ein Schriftgelehrter ist, sie wollen geheilt werden von ihrer menschlichen Pein, sie wollen wieder tatenfrohe Menschen werden, sie wollen wieder gesunden.

Zwischen diesem menschlichen Elend und dem entstandenen Streit um Bruno Gröning klafft ein Abgrund menschlicher Unzulänglichkeit. Es melden sich die Zweifler, die Skeptiker, die Sensationslüsternen, die Konkurrenten, die Neidischen, die Schwätzer, die Poseure, die Eingebildeten und Überheblichen. Sie alle glauben, etwas dazu sagen zu müssen, das Recht und das Gesetz zu vertreten, die öffentliche Ordnung und die Sicherheit zu beschützen. Angesichts dieses Elends und der erschütternden Sprache dieses Bildes sollten sie aber alle schweigen und sehen und sich stumm abwenden. Wenn ein Mensch, der 20 Jahre langMassenansturm gelähmt im Stuhle lag, ein lebendiger Leichnam, sich plötzlich erhebt und unsicheren Schrittes seines Weges geht, dann ist etwas Unerhörtes geschehen, das jenseits des Alltäglichen liegt. Für ihn und für uns ist ein Wunder geschehen, das man nicht zu begreifen vermag, auch wenn man mit viel Gescheitheit daran herumseziert und sich darauf beruft, dass damit noch kein wissenschaftlich exakter Beweis geführt sei, dass Gröning wirkliche - keine eingebildeten - Krankheiten geheilt habe. Ob die siebzigjährige Frau Klimphove aus Ennigerloh i. W. Ostenfelderstr. 123, die sieben Jahre lang gelähmt war, 'eingebildet' oder 'echt' krank war, das mögen die Ärzte entscheiden, die sie bisher erfolglos behandelt haben. Die Tatsache, die ich bezeuge, dass die alte Frau am 16. Juni 1949 gegen 14 Uhr nach vollen sieben Jahren sich ohne fremde Hilfe von ihrem Stuhl erhob und ihre Arme frei bewegte, gehört für mich zu jenen 'Wundern', die jenseits der engen Erkenntnisse menschlichen Verstandes liegen, zu denen wir nicht rechnend oder berechnend vordringen können. (...)

Ein Arzt bringt seine Patienten
Unter den Heilungssuchenden, die in der Nacht vom 17. auf den 18. Juni 1949 im Hause Wilhelmsplatz Nr. 7 weilen, befinden sich auch Engländer und Engländerinnen, die von dem Rufe Grönings gehört haben. Ein deutscher Arzt ist gleich mit drei seiner Patienten erschienen: Der Fall eines jungen Mannes mit Lungen- und Knochentuberkulose mit Versteifung des linken Beines, ein Knabe mit Lähmung der beiden Beine, ein junges Mädchen mit nervösen chronischen Kopfschmerzen.

Gröning stellt keine Diagnose. Dem Tbc-kranken jungen Mann sagt er auf den Kopf zu, er Lahme gehen. müsse besonders auf den Knochen des linken Beines achten. 'Was spüren Sie jetzt?' 'Ein heisser Strom durchrinnt meinen Körper.' 'Und jetzt?' 'Es kribbelt im linken Bein.' 'Nun heben Sie Ihr Bein so hoch wie ich!' Gröning macht es vor und hebt sein eigenes abgewinkeltes Bein bis Bauchhöhe. Der junge Mann zögert. 'Sie können es genau so machen wie ich!' Ohne sichtbare Anstrengung bringt der Kranke das Bein, das vorher noch steif war, in die befohlene Lage. Ungläubig blickt er abwechselnd auf sein Bein und auf seinen Arzt. 'Ist denn das möglich, ich kann mein Bein bewegen!' 'Sie werden gesund, aber es geht langsam bei Ihnen. Schreiben Sie mir!' Und an den Arzt gewendet: 'Halten Sie mich auf dem Laufenden!'

Der an beiden Beinen gelähmte Junge sitzt mit zwei Krücken neben seiner Mutter: 'Mein Junge, stehe auf!' Die Mutter fällt ins Wort: 'Er kann nicht aufstehen, er ist doch gelähmt!' Gröning dreht den Kopf herum. 'Das sollen Sie nicht sagen!', fährt er sie fast hart an, 'Sie halten ja die Krankheit Ihres Kindes fest! Mein Junge, stehe auf, du kannst es!' Rote Flecken auf dem schmalen Kindergesicht, der Mund zittert, und Tränen rollen aus den Augen. Ergriffen sehen die zahlreichen Menschen in dem Raum, wie sich der Junge aus dem Sessel aufrichtet und nun dasteht, allein, ohne seine Krücken. 'Und nun komm zu mir!' Unsicheren Schrittes geht er auf Gröning zu, der ihm die Hand reicht und ihm lange in die Augen sieht. Liebevoll streicht er über das Haupt des Kindes und schickt es zur Mutter zurück: 'Langsam weiter üben, nicht zu viel verlangen, die Beine sind noch zu schwach! Für den Heimweg nochmals die Krücken, die kannst du aber bald wegwerfen!' Glückliche Kinderaugen und eine glückliche Mutter sind der Dank.

Das junge Mädchen mit den chronischen Kopfschmerzen ist schon, bevor Gröning es anspricht, geheilt. Nein, es hat keine Schmerzen mehr. 'Wollen Sie die Schmerzen wiederhaben?' 'Nein, nein, um Gottes Willen, nein', kommt es von den Lippen.

Und der Arzt? Er hat wortlos diesen Vorgängen zugesehen. Er reicht Gröning die Hand: 'Herr Gröning, ich stehe Ihnen ganz zur Verfügung, ich bekenne mich zu Ihnen!' Gröning: 'Ich gebe Ihnen drei Stühle frei für Ihre Patienten! Nehmen Sie schwere und auch leichte Fälle, und geben Sie mir Nachricht. In vierzehn Tagen hören Sie Weiteres von mir!'

Der Fernsprecher läutet andauernd. Anruf aus dem Krankenhaus in B. Eine Patientin verlangt dringend nach Gröning. 'Sagen Sie, dass ich nicht weg kann. Ich habe noch bis morgen früh zu tun, ich werde aber helfen. Notieren Sie die Uhrzeit. Rufen Sie um neun Uhr früh nochmals an!' Wieder ein Anruf: 'Ja, ich habe es versprochen, dass ich komme. Um fünf Uhr fahren wir hier ab. Ich bin dort und helfe!' "

Fortsetzung folgt