Bruno Gröning - Informationszeitschrift des Freundeskreises
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11. Jahrgang - Frühjahr 2008

"Ich bin für die Förderung. Ich bin für das Wachstum. Denn alles wächst, alles, was von Gott bestimmt ist."

Bruno Gröning

 

 

Inhaltsverzeichnis

(Ausgewählte Artikel aus der Zeitschrift)

Freundeskreis aktuell

Der Beginn einer neuen Ära - Schulungswoche 2007/2008

Jugend

Zurück zur Natur - zurück zu Gott

Medizinisch-Wissenschaftliche Fachgruppe

"In der ganzen Welt soll sich die Heilung vollziehen" (Bruno Gröning)

Heilung von Asthma bronchiale - Erfolgsbericht

Bruno Gröning Damals

Zeitzeugenbericht: Wir waren innige richtige Freunde

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Der Beginn einer neuen Ära

Schulungswoche Geseke 2007/2008

Ein zentrales Ereignis im Bruno Gröning-Freundeskreis ist die Schulungswoche zum Jahreswechsel, die alljährlich vom 27. Dezember bis zum 1. Januar in Geseke gehalten wird. Freunde aus aller Welt kommen zusammen und erhalten Einblick in die vielfältigen Arbeitsbereiche dieses internationalen Werkes. Es werden Schulungen abgehalten, damit die Fundamente für alle Gemeinschaften weltweit im Sinne Bruno Grönings gelegt werden können - z. B. das Bearbeiten von Erfolgsberichten.

So zahlreich wie noch nie

Grete Häusler, die Gründerin und langjährige Leiterin des Freundeskreises, sprach oft über die Zeit unmittelbar nach Bruno Grönings Heimgang im Jahre 1959, als kaum jemand an einen Fortbestand seines Werks glaubte und das Kapitel Bruno Gröning beendet zu sein schien. Doch sie hatte sich den Glauben bewahrt. Zwanzig Jahre später begann sie, das Werk in seinem Sinne wieder aufzubauen und brachte die Lehre Bruno Grönings durch unermüdlichen Einsatz auf alle Kontinente der Erde. Nach ihrem Heimgang am 6. September 2007 übernahm ihr Sohn Dieter Häusler die Leitung des Werks.

Die Tagungsteilnehmer begrüssen das neue Jahr

Die Tagungsteilnehmer begrüssen das neue Jahr

Bei dieser Schulungswoche, der ersten unter der neuen Leitung, wurde sehr deutlich, dass die Freunde hinter diesem Werk stehen und es weiterführen wollen, so dass alle Menschen von dieser Lehre erfahren können - wie es Bruno Grönings Wunsch war. Der Saal war bis zum letzten Platz gefüllt.

Im Zentrum die Lehre und der Lehrer

Für Dieter Häusler als jetzigem Leiter des Freundeskreises war diese Erfahrung genau so wie einige weitere Zusammenkünfte und Tagungen, die er in seiner neuen Aufgabe erlebte, ein Zeichen dafür, dass die Menschen Bruno Gröning und seiner Lehre folgen. Wie hatte Bruno Gröning, der sich als ein kleiner Diener Gottes bezeichnete, immer wieder zu seinen Freunden gesagt? "Seien Sie gotthörig, nicht menschenhörig."

Noch mehr Freunde waren über das Internet mit der Schulungswoche verbunden. Einige Höhepunkte der Tagung wurden von Geseke aus in alle Welt direkt übertragen. Für fremdsprachige Freunde im Saal und an den Computern wurde in zahlreiche Sprachen simultan übersetzt, ein beeindruckendes Zeichen dafür, wie international das Werk mittlerweile geworden ist.

Auf Posten stehen

Dieter Häusler, der gemeinsam mit seiner Frau Birgit die Schulungswoche leitete, brachte in seiner liebenswerten und humorvollen Art zum Ausdruck, dass es für ihn wie für jeden anderen Helfer darauf ankommt, auf seinem "Posten" zu stehen, um dem Werk zu dienen. Seine Entschlossenheit war spürbar, die Lehre Bruno Grönings wirklich allen Menschen der Erde zugänglich zu machen. Er sprach auch von seiner ersten Auslandstagung, die ihn als Leiter des Freundeskreises im Herbst nach Irland geführt hatte. Die irischen Freunde berichteten auf der Bühne von ihren Erlebnissen und Heilungen, was die Zuhörer sichtlich bewegte. Erstaunlich war ebenso, dass so viele Iren nach Deutschland gekommen waren, um an der Schulungswoche teilzunehmen.

Ein beeindruckendes Bild

Ein zentraler Programmpunkt einer jeden Tagung sind die Berichte über Heilungen, die durch die Aufnahme des Heilstroms eingetreten sind. Auch Heilungen von Suchterkrankungen geschehen häufig - damit ist nicht nur die Befreiung von "klassischen Drogen" gemeint.

Alle im Saal Anwesenden, die eine Heilung im Suchtbereich erlebt hatten, wurden gebeten, diese kurz zu berichten. Das Staunen wurde immer grösser, als sich die Bühne mit Menschen füllte. Jeder berichtete von einer oder sogar mehreren Suchtheilungen. Die Befreiung von der Belastung geschah durch Befolgung der Lehre Bruno Grönings und die Aufnahme des Heilstroms.

Hier nur eine kleine Auswahl aus der enormen Palette der als Sucht erfahrenen Erkrankungen, von denen die Freunde Heilung erlebt hatten: Drogenabhängigkeit, Alkoholmissbrauch, Nikotinsucht, Medikamentenabhängigkeit, Schokoladen-, Spiel- und Fernsehsucht sowie Ritzen (zwanghafte Selbstverstümmelung, besonders unter Jugendlichen verbreitet) - um nur die häufigsten Süchte zu nennen. Bei den allermeisten hatte eine jahrelange Belastung bestanden, die das Leben oft schwer beeinträchtigt hatte - viele wurden spontan von ihrem Leiden befreit. Diesen Umstand konnten die Psychologen der MWF aus ihrer täglichen Praxis heraus nicht erklären. Auch sie waren zutiefst beeindruckt von den offensichtlichen Tatsachen, die sich nicht leugnen lassen.

Der Zwang zum Zählen

Besonders beeindruckend war der ausführliche Bericht einer jüngeren Frau aus Österreich, die bei einem Vortrag in Wien von einer quälenden Zwangserkrankung befreit wurde: Seit ihrer Kindheit war sie dem Zwang unterworfen, alle Dinge im Alltag zählen zu müssen - dies ging sogar so weit, dass sie kein Buch mehr lesen konnte, weil sie selbst die Buchstaben und Zeilen zählte - eine Belastung, von der sie auch keinem Menschen erzählen konnte. Es kamen noch Zwangshandlungen und Ängste dazu, bis sie nach mehr als zwanzig Jahren ihres Martyriums durch ein Faltblatt auf diesen Vortrag über die Heilung auf dem geistigen Weg aufmerksam wurde. Sie erlebte eine spontane Heilung und kann bis heute ihr Glück kaum fassen.

Dieter Häusler bat als Leiter der Tagung die Freunde aus dem Ausland sich vorzustellen: Hier die Gruppe der französischen Freunde mit Landesleiterin Anne-Maud Dumez

Dieter Häusler bat als Leiter der Tagung die Freunde aus dem Ausland sich vorzustellen: Hier die Gruppe der französischen Freunde mit Landesleiterin Anne-Maud Dumez

Beeindruckt zeigten sich auch Christoph und Anneke Hagen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Menschen mit Suchterkrankungen in aller Welt anzusprechen und auf die mögliche Hilfe im Bruno Gröning-Freundeskreis aufmerksam zu machen.

France Le Blanc, eine Freundin aus Montreal, die beruflich seit Jahrzehnten mit Filmen zu tun hat, zeigte einen Film über eine junge Kanadierin, die die Heilung von Migräne erlebt hat. Erstmals wurde in Geseke neben Filmberichten aus den deutschsprachigen Ländern auch dieser Beitrag aus Nordamerika gezeigt.

Ein alljährlicher Höhepunkt

Die Erfahrung, dass das Hören bestimmter Musik sehr erhebend sein kann, ist den meisten Menschen bekannt. Im Bruno Gröning-Freundeskreis spielt sie eine wichtige Rolle: Viele Freunde berichten, dass das Hören von guter klassischer Musik mit ihrer positiven Schwingung die Aufnahme des Heilstroms erleichtert.

Sowohl das Zuhören als auch die aktive Beteiligung am Musizieren oder Singen bereicherten die gesamte Woche. Zwischen einzelnen Berichten wurden viele Musikstücke dargeboten - oft Eigenkompositionen von Freunden. Das unmittelbare Erleben dieser kraftvollen Musik war für alle Anwesenden ein besonderes Geschenk, so manch einer hatte Tränen der Ergriffenheit in den Augen.

Für den Silvesterabend wurden gemeinsam mehrstimmige Gesangsstücke mit allen Anwesenden geprobt - bei der grossen Anzahl von Freunden eine echte Herausforderung. Burkhard Pesch, Komponist von zahlreichen Musikstücken des Freundeskreises, dirigierte diesen "Zufallschor" aus so vielen Menschen in eindrucksvoller Weise. Die Proben sowie die spätere Aufführung am Silvesterabend waren geprägt von einer einmaligen Mischung aus Humor, Leichtigkeit, einer Ernsthaftigkeit und allem innewohnender Liebe.

Diese Freunde sind aus dem fremdsprachigen Ausland angereist. Unter anderem kamen sie aus Kanada, den USA, Brasilien und Israel. In der Bildmitte unten Dieter Häusler mit Ehefrau Birgit.

Diese Freunde sind aus dem fremdsprachigen Ausland angereist. Unter anderem kamen sie aus Kanada, den USA, Brasilien und Israel. In der Bildmitte unten Dieter Häusler mit Ehefrau Birgit.

Das neue Jahr wurde dann mit einem gewaltigen Chor aller Freunde im Saal mit dem Stück von Ludwig van Beethoven begrüsst: "Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre". (map)

 

Interviews am Rande der Schulungswoche

Die Informationszeitschrift Bruno Gröning sprach am Rande der Tagung mit Freunden, die aus dem Ausland hierhergekommen sind.

IZ: Sie sind aus Kroatien gekommen, um an dieser Tagung zum Jahreswechsel teilzunehmen. Wie fanden Sie den Weg in den Bruno Gröning-Freundeskreis?

Tonko Wulic: Eine Freundin von mir gab mir einen Flyer über einen Ärztevortrag. So kam ich im Mai 2005 in Kontakt mit dem Bruno Gröning-Freundeskreis.

Tonko Wulic, Journalist und Bruno Gröning-Freund aus Kroatien.

IZ: Sie haben bereits viele geistige Wege kennengelernt. Was ist es, was für Sie hier besonders ist?

Tonko Wulic: Der Unterschied für mich ist als Erstes, dass die Menschen aufrichtig sind und man nichts bezahlen muss. Sie geben dann eine Spende, wenn sie persönlich das so wollen. Das finde ich sehr wichtig. Wenn jemand kein Geld hat, kann er es sich doch leisten, hier mitzumachen. Ich fühle hier sehr viel Energie.

Der Weg ist einfach und effektiv. Deshalb bin ich geblieben. Auch ist er anders als manche spirituellen Dinge, die z. B. aus Indien kommen, weil das unserer Kultur näherkommt. Die Lehre Bruno Grönings konzentriert sich mehr auf das Heilen. Hier kann man Ergebnisse erreichen, ohne spezielle Techniken zu erlernen oder sich bestimmte Symbole vorstellen zu müssen. Das hier passiert einfach, ja es passiert einfach. Das ist der Unterschied.

IZ: Sie sind mit vielen Freunden aus Irland gekommen. Wie haben Sie den Weg in die Gemeinschaft Bruno Grönings gefunden?

Alicia Fitzgerald: Eines Tages fuhr ich mit meiner Tochter, einer Ärztin, mit dem Zug nach Dublin. Sie gab mir ein Buch über Bruno Gröning zu lesen. Auf dem Heimweg las ich weiter, mein Interesse war geweckt. Noch am gleichen Abend wurde ich von Dominic Madden in Limerick im Rahmen einer Gemeinschaftsstunde in die Lehre Bruno Grönings eingeführt.

Das ist mittlerweile fast acht Jahre her. Heute leite ich selber eine Gemeinschaft und wurde im Februar 2007 gebeten, die Landesleitung zu übernehmen.

Patricia O Connor: Im Jahr 1999 drückte mir jemand auf der Strasse einen Flyer in die Hand, die Einladung zu einem Ärztevortrag, den ein russischer Arzt hielt. So kam ich in Verbindung mit Bruno Gröning. Seit fast acht Jahren leite ich eine Gemeinschaft und bin verantwortlich für das Gebiet um Athlone.

Dominic Madden: Ich kam vor fast neun Jahren über einen Zeitungsartikel in Cork zu einer Einführung in die Lehre Bruno Grönings. In mir war immer der Wunsch zu helfen.

Die irischen Freunde. Von links: Dominic Madden, Alicia Fitzgerald und Patricia O Connor

Die irischen Freunde. Von links: Dominic Madden, Alicia Fitzgerald und Patricia O Connor

IZ: Haben Sie selber schon Heilungen erlebt?

Patricia O Connor: Von den drei Heilungen, die ich erlebt habe, möchte ich eine herausgreifen. Die erste geschah sehr schnell. Ich habe etwa seit meinem dritten Lebensjahr stark gestottert. Das war mir immer sehr peinlich, besonders wenn ich vor Leuten sprechen sollte. Ich errötete immer sehr stark. So habe ich es vermieden vor Publikum zu sprechen. Als ich gefragt wurde, ob ich die Aufgabe der Gemeinschaftsleiterin übernehmen wollte, habe ich sofort "ja" gesagt ohne zu überlegen, wie ich das machen sollte. Drei Monate später habe ich die komplette Heilung erhalten.

Alicia Fitzgerald: Vor drei Jahren habe ich an meinem Geburtstag die Heilung von Divertikulitis (einer Entzündung der Darmschleimhaut) erhalten.

Dominic Madden: Die erste Heilung erhielt ich Weihnachten 1999, und zwar von der Nikotinsucht, direkt danach wurde ich frei von der Sucht nach Kaugummikauen und gleich darauf von der Alkoholsucht.

IZ: Sie waren vor kurzem in England zur Tagung. Die Verbindung zwischen Iren und Engländern war ja in der Vergangenheit recht belastet. Wie erleben Sie heute innerhalb der Gemeinschaft die Beziehung zwischen Ihren Landsleuten und den Engländern?

Alicia Fitzgerald: Wir mussten um vier Uhr nachmittags die Gemeinschaftsstunde verlassen, um unseren Flug nach Irland zu erreichen. Heike Beck, die Landesleiterin von England, sah uns gehen und sagte etwas wie "irische Freunde". Als wir uns daraufhin umdrehten, sahen wir, wie alle Freunde uns winkten und einen Gruss zuriefen. Ich glaube, das beantwortet die Frage von selbst.

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Zurück zur Natur - zurück zu Gott

Die Bedeutung des Singens für eine natürliche Entwicklung von Kindern

Singen verbindet. Singen versetzt nicht nur die Stimmbänder in Schwingung, sondern bringt auch die Seele zum Schwingen. Das Bedürfnis, seinen Empfindungen durch das Singen Ausdruck zu verleihen, muss in der menschlichen Natur tief verwurzelt sein, denn so weit sich die Menschheitsgeschichte zurückverfolgen lässt, haben Menschen aus allen Kulturkreisen zu allen Zeiten ihrer Mentalität entsprechend gesungen. Allerdings ist in Deutschland das unbefangene Singen alter, von Generation zu Generation überlieferter Volkslieder heute nicht mehr populär.

Playback statt Original

In besonderem Masse hat die rasante Medienentwicklung und Kommerzialisierung der Musik zur Verarmung unserer Seele in diesem Bereich beigetragen. Ist es nicht erstaunlich, dass die Mehrheit der Kinder nicht mehr in der Lage ist, Töne richtig zu treffen, obwohl sie in einem Masse mit Musik konfrontiert ist wie zu keiner Zeit zuvor?

Inga Pesch begleitet eine Gruppe von Kindern beim Singen

Inga Pesch begleitet eine Gruppe von Kindern beim Singen

CD- und MP3-Player gehören schon früh zur Ausstattung der Kinder. In fast jedem Geschäft wird man mit Musik eingehüllt. In den Haushalten sind nicht selten Radio und Fernseher gern genutzte Stimmungsmacher. An derartige, mit vielen Effekten und Reizen beladene Musik gewöhnt, erscheint es Kindern schliesslich zu langweilig, einfach nur zu singen, so dass schon in Kindergärten und erst recht in Schulen gerne beim Singen Play-Back-Musik zu Hilfe genommen wird.

Doch zur gesanglichen Musikalität scheinen diese Einflüsse nicht den grössten Beitrag zu leisten, ist doch die Stimmbildung gerade im Kindesalter eine sensible Sache.

So lernten Jugendliche auch schon vor zwei Jahrzehnten den Wert des Singens erst im Bruno Gröning-Freundeskreis kennen. Grete Häusler, die damalige Leiterin, lud jeweils einmal in der Woche zum gemeinsamen Singen ein.

Mit Liebe und Feingefühl verstand sie es, den Gehalt der alten Lieder auch jungen Menschen so nahezubringen, dass es manch einem warm ums Herz wurde und mancher Ballast, den sie aus dem Alltag noch mitgebracht hatten, einfach abfiel. Viele fühlten sich durch das Singen in echter Freundschaft verbunden.

Singen eint die Menschen

Es ist immer wieder überwältigend, gerade auch bei grossen Tagungen zu erleben, was im Raum spürbar ist, wenn eine so grosse Anzahl von Gleichgesinnten ein geistiges Lied anstimmt und ganz aus dem Herzen heraus singt. Viele finden keine Worte, die Empfindungen auszudrücken.

So erleben es die Erwachsenen. Das, was hier schwingt, dass Musik befreit, dass sie Harmonie und Frieden ins Herz legt, dass sie Freundschaft stiftet unter den Menschen, das möchten die Erwachsenen auch den Kindern zugänglich machen. Denn Kinder singen letztlich gern.

So ist in Gemeinschaftsstunden, bei Ausflügen, Wochenenden und Wochenveranstaltungen des Bruno Gröning-Freundeskreises das gemeinsame Singen fester Bestandteil geworden. Es ist spürbar, dass die Kinder immer sensibler für die positiven Inhalte der gesungenen Lieder werden. Dies zeigen trotz aller Verschiedenheit die leuchtenden Augen der Kinder.

Singen fördert das Gute im Menschen

So finden Alt und Jung gemeinsam zu ihren natürlichen Wurzeln zurück. Auf diesem Fundament entstanden auch schon einige neue Kinderlieder, die die Kleinen zusammen mit den überlieferten Schätzen auf dem Weg in eine neue Zeit begleiten.

Selbst eine bekannte Persönlichkeit des öffentlichen Lebens sagte: "Lasst uns dafür sorgen, dass in unseren Wohnungen und in unseren Schulen gesungen und Musik gemacht wird, auf dass die Nachwachsenden lernen, daran Freude zu haben. Es wird Zeit für jene Sprache, die unsere Seele ohne Umwege erreicht."

Traditionelle Kinderlieder haben sich als ideal dafür gezeigt, dass die soziale Kommunikation unter den Kindern und ihr Sozialverhalten sich positiv entwickeln können.

Eine Mutter von acht Kindern berichtet aus ihrer eigenen Kindheit: "In eine sangesfreudige Verwandtschaft geboren zu werden, ist, wie mir erst später bewusst wurde, ein grosses und mittlerweile seltenes Glück. Meine Mutter sang mit uns Kindern, meine Grosstante begleitete uns auf der Laute, wenn sie mit uns alte Volkslieder für das nächste 'Sippentreffen' einübte.
Zu allen derartigen Festen wurde gemeinsam gesungen. Dabei habe ich Gemeinschaft erlebt und mich geborgen und wohl gefühlt." Das gibt sie heute an ihre eigenen Kinder weiter. (inp)

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"In der ganzen Welt soll sich die Heilung vollziehen" 

(Bruno Gröning)

Erfolgsberichtstagung 2008

So viele Menschen wie noch nie fanden sich am dritten Wochenende im Januar im westfälischen Eringerfeld zur diesjährigen Erfolgsberichtstagung ein. Die schriftliche Erfassung der Heilungen als Erfolgsberichte war schon für Bruno Gröning ein zentrales Anliegen. Oft hörte man von ihm: "Ich möchte kein Geld, aber ein Schriftstück als Beweis." Bis heute werden die Heilungen und Hilfen, die Menschen durch die Aufnahme des Heilstroms im Bruno Gröning-Freundeskreis erleben, aufgeschrieben. Dazu gibt es in fast allen Gemeinschaften des Freundeskreises einen Erfolgsberichtsleiter. Dieser wird von den Ärzten der MWF geschult, zusammen mit den Geheilten einen Bericht über die erlebte Heilung zu verfassen.

Der Saal war zur Erfolgsberichtstagung mit Freunden aus dem In- und Ausland gut gefüllt.

Der Saal war zur Erfolgsberichtstagung mit Freunden aus dem In- und Ausland gut gefüllt.

Die Erfolgsberichtsarbeit ist ein zentrales Anliegen der Ärzte der Medizinisch-Wissenschaftlichen Fachgruppe (MWF). Zusammen mit einer grossen Zahl von Erfolgsberichtsleitern und anderen Helfern werden die Heilungen und Hilfen im Bruno Gröning-Freundeskreis sorgfältig aufgeschrieben, medizinisch geprüft und gegebenenfalls dokumentiert.

Ich habe Wunder erlebt

"Es sind Wunder, die ich hier im Bruno Gröning Freundeskreis erlebt habe. Menschen, die über Jahre von Schmerzen gequält wurden oder in schier ausweglosen persönlichen Situationen lebten - werden einfach frei und gesund. Dieses Geschehen zusammen mit den Geheilten aufnehmen zu können, gibt mir sehr viel. Oft stehen mir die Tränen in den Augen, weil ich nicht fassen kann, dass es so etwas Wunderbares in der heutigen Zeit gibt", so Claudia Hammann (39), gelernte Krankenschwester. Sie gehört zu den Hunderten von Helfern, die als Erfolgsberichtsleiter Heilungen und Hilfen zusammen mit den Geheilten aufschreiben. Dies geschieht nach Feierabend und am Wochenende.

Eine umfassende Dokumentation

Dabei haben die erfassten Berichte ein hohes fachliches Niveau. Diagnose und Therapie, Verlauf der Erkrankung und vor allem der persönliche Zustand des Geheilten vor der Einführung in die Lehre Bruno Grönings werden genau erfasst. Auch Zeugenberichte, die an Eides statt abgegeben werden, gehören zum Erfolgsbericht dazu. Falls der Geheilte medizinische Unterlagen hat, nimmt man nach der Aufnahme des Berichts gleich eine Kopie mit. Im abschliessenden Bericht wird nicht nur der Verlauf der Krankheit mit allen medizinischen Fakten bis zur Einführung in die Lehre Bruno Grönings beschrieben, genauso wichtig ist die Erfassung der Heilung.

Claudia Hammann: "Wir fragen die Geheilten, was sie nach der Einführung in die Lehre Bruno Grönings erlebt haben. Besonders wichtig ist es uns, herauszustellen, wie die Heilung eingetreten ist. Die Regelungen müssen exakt beschrieben werden und natürlich auch, was der Geheilte seit der Heilung alles wieder kann." Auch im Heilungsteil zählen die Fakten. Wer sich vorher über Jahre vor Schmerzen kaum noch bewegen konnte, schildert jetzt, was er alles wieder kann.

Claudia Hammann: "Da fliessen nicht nur bei mir, sondern auch bei den Geheilten oft die Tränen, wenn sie sich bei der Aufnahme des Berichts wieder bewusst werden, was Grosses an ihnen geschehen ist."

Das fertiggestellte Schriftstück wird auf Grammatik und Rechtschreibung geprüft, für die elektronische Archivierung nachbearbeitet, und es wird eine Kurzversion erstellt.

Aufbereitet für die Öffentlichkeitsarbeit

"Die Kurzfassung von jedem Bericht benötigen wir für die Öffentlichkeitsarbeit. Im Internet finden sich mehr als 200 kurzgefasste Erfolgsberichte. Wir wollen jede Möglichkeit nutzen, Heilungssuchende aufmerksam zu machen, dass es einen Ausweg aus Schmerzen und Not gibt", berichtet Roland Seidel, der die Arbeitsgruppe für die Kurzfassungen leitet. Roland Seidel: "Dabei legen wir grossen Wert darauf, den Sprachstil des Geheilten beizubehalten. Es muss etwas rüberkommen von dem, was der Mensch erlebt hat."

Hier wird mehr als ein Strohhalm all denen gereicht, die nicht mehr an ein Ende von jahre- und jahrzehntelanger Pein glauben können.

Den notleidenden Menschen helfen

Es geht in dieser weltweiten Arbeit darum, die Not der Menschen zu verringern. Keiner der vielen Helfer sucht akademische Ehren, auch nicht die wachsende Zahl an Ärzten und Fachärzten, die ihre Freizeit für die medizinische Kontrolle der Berichte schenken.

"Was ich hier in der Erfolgsberichtsarbeit erfahren habe, ist mir bisher noch auf keinem medizinischen Kongress begegnet. Früher war ich so leer und arm, wenn ich vor Patienten stand, denen aus ärztlicher Sicht nicht mehr zu helfen ist. Durch die Arbeit an den Heilungen weiss ich, dass es mehr gibt und dass jedem Menschen geholfen werden kann." Dr. med. Horst H. (55) ist Facharzt für Allgemeinmedizin. Der erfahrene Arzt hilft seit Jahren in der Erfolgsberichtsarbeit mit und steht den Laienhelfern, die die Berichte mit den Geheilten erfassen, mit Rat und Tat zur Seite.

Er fährt fort: "Wir treffen uns alle sechs Wochen, und mir werden dann von den Erfolgsberichtsleitern die aufgenommenen Berichte vorgelegt. Meine Aufgabe ist es, alles medizinisch zu prüfen, zu kommentieren und wenn möglich die Dokumentation einzuleiten." Für Heilungen von komplexen chronischen Krankheiten aus anderen Fachgebieten stehen Fachärzte innerhalb der Medizinisch-Wissenschaftlichen Fachgruppe zur Verfügung oder man sucht fachlichen Rat bei externen Kollegen an Universitätskliniken.

Teilnehmer aus ganz Europa

Auf der Tagung, die am Freitag um 15 Uhr begann und zwei Tage später am Sonntag um 13 Uhr endete, fanden sich Erfolgsberichtsleiter und Ärzte aus ganz Mitteleuropa ein. Finnland, Polen, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Kroatien, Italien, Frankreich, Spanien, Niederlande, Belgien und Irland waren neben einer grossen Zahl an Helfern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vertreten. Alle Beiträge wurden simultan übersetzt, und durch eine aufwändige Technik über Kopfhörer konnte jeder ausländische Gast direkt dabei sein.

Diese Freunde helfen in der englischsprachigen Welt mit

Diese Freunde helfen in der englischsprachigen Welt mit

Dr. Antonio S. (53), Facharzt für Allgemeinmedizin, war beeindruckt von den Heilungen, die in den Gemeinschaften bei ihm zu Hause in Neapel geschehen sind. Das veranlasste ihn, sich auf den Weg nach Deutschland zu machen: "Diese Tagung ist für mich nicht nur eine Schulung für meine ärztlichen Aufgaben in der Erfolgsberichtsarbeit in Italien, sie ist auch eine ausserordentlich wertvolle fachliche und persönliche Schulung. Ich fühle mich menschlich, aber auch als Arzt sehr bereichert durch das Gehörte. Durch die Lehre Bruno Grönings hat sich mir eine ganz neue Welt erschlossen mit ungeahnten Möglichkeiten der Heilung. Dieses hier so hautnah miterleben zu können, ist das Grösste, was ich bisher als Arzt erlebt habe."

Am Ende der Tagung konnte er selbst von einer Heilung berichten. Kolikartige Bauchschmerzen, hervorgerufen durch eine schwere Magenschleimhautentzündung, die ihn schon einige Wochen vor der Tagung belastet hatten, verschwanden schon am ersten Tag der Zusammenkunft in Eringerfeld völlig. Die Übersäuerung des Magens war so stark gewesen, dass er nachts erbrechen musste und Stuhlgang hatte. Er nahm sechs bis acht Tabletten täglich ein. Ausserdem wurde er, ebenfalls am ersten Abend, von starken Schmerzen in der linken Schulter, die die Armbewegung behinderten, sowie heftigen Rückenschmerzen befreit. Erst am Sonntagnachmittag wurde ihm bewusst, dass er seit Freitagabend keine Tabletten mehr eingenommen hatte und alle genannten Belastungen verschwunden waren.

Die Vielfalt des Heilungsgeschehens

Hilfe und Heilung auf dem geistigen Weg durch die Lehre Bruno Grönings - auf der Tagung zeigte sie sich in einer besonderen Vielfalt und Grösse. Tierärzte berichteten von besonderen Heilungen an Tieren, Gärtnermeister standen fassungslos auf der Bühne und wussten von nicht erklärbaren Heilungen an Pflanzen zu berichten.

In allen Bereichen sind Fachleute eingesetzt, die den Erfolgsberichtsleitern beratend zur Seite stehen: Tierärzte, Psychologen, Gärtnermeister, Pflanzenagronomen, Lehrer, Juristen und Rechtsanwälte, Buchhalter und Finanzexperten und sogar Physiker, Ingenieure und Handwerksmeister.

Es würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen, die grosse Vielfalt der Hilfen und Heilungen in allen Bereichen des alltäglichen Lebens eingehend darzustellen.

Wie ein roter Faden zeigte sich in allen Bereichen eine grosse Ordnung und klare Struktur in der Arbeit, eine Einfachheit in der Umsetzung und ein hohes fachliches Niveau in der Beurteilung und Erfassung der Berichte.

Einmal jährlich wird ein kleiner Teil der Früchte dieser einmaligen Arbeit in einem Werk zusammengefasst, in mehr als 20 Sprachen übersetzt und weltweit als Erfolgsberichtsband verschickt. Diese Dokumentation wird jedem Bruno Gröning-Freund kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Berichte als klares Zeugnis für die Wirksamkeit der Lehre Bruno Grönings geben inneren Halt, Glaubenskraft und sind Vorbilder zur Überwindung aller Anforderungen, die das Leben an die Menschen stellt. (mak)

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Heilung von Asthma bronchiale

Erfolgsbericht von Lily Agbetsiafa (58), Gemeinschaft Accra, Ghana (Afrika)

Mein Leiden begann, als ich ungefähr 23 Jahre alt war. Der Arzt diagnostizierte chronisches Asthma. Dieses begleitete mich über mehr als 30 Jahre. Mit der Zeit verschlimmerten sich die Anfälle immer mehr. Sie traten immer wieder, manchmal zwei- bis dreimal pro Tag, auf und waren zum Teil sehr stark. In diesen Momenten war es sehr schwer für mich, zu atmen und überhaupt Luft zu kriegen. Nie blieb ich länger als eine Woche ohne diese Anfälle. Mein Mann brachte mich oft ins Krankenhaus, besonders in der Nacht war mein Zustand nicht selten kritisch, ich glaubte oft zu ersticken.

Das Spray immer dabei

Das Inhalier-Spray war mein ständiger Begleiter - am Tage steckte es in meiner Tasche, des Nachts war es unter meinem Kopfkissen griffbereit. Es war zusätzlich zu den Tabletten, die ich nehmen musste, eine unverzichtbare Hilfe bei Anfällen. Ich probierte es auch mit unserer traditionellen pflanzlichen Medizin, doch brachte dies wenig bis überhaupt keine Hilfe. In all diesen Jahren war ich im Büro berufstätig. Die Diagnose der Ärzte lautete sowohl allergisches als auch nicht-allergisches Asthma bronchiale. Ich reagierte zum Beispiel auf stark duftende Parfüme, Staub und Küchendämpfe. Selbst kalte Getränke konnten einen Anfall auslösen.

Überzeugt vom unheilbar

Keiner der vielen Ärzte, keine der zahlreichen Therapien, die bei mir ausprobiert wurden, nichts konnte mir dauerhaft helfen. Unser Hausarzt, Belegarzt am Lehrkrankenhaus der Stadt, war für mich rund um die Uhr erreichbar. Da sowohl in meiner Heimat Ghana als auch in meiner Familie Asthma als unheilbare Erkrankung gilt, nahm ich dies so hin, zudem mein Vater und meine beiden älteren Schwestern bis zu ihrem Tode darunter gelitten hatten.

Auf einen Schlag war es vorbei

Im Juni 2002 brachte mir mein Mann das Einführungsbuch in die Lehre Bruno Grönings nach Hause und erzählte von all den "Wundern", die diese Lehre in vieler Menschen Leben bewirkt und dass auch ich gesund werden könne. So wurde ich im Juli 2002 in der Gemeinschaft von Accra eingeführt und befolgte die Lehre mit viel Begeisterung und stellte mich regelmässig mit meinem Mann ein. Ich war überzeugt, dass ich eines Tages auch geheilt würde. Das Lesen der Erfolgsberichte ermutigte mich sehr. Nach einer letzten massiven Attacke am 12. Dezember 2004 spürte ich am folgenden Morgen, dem 13. Dezember, dass ich nun frei war. Bis heute habe ich nie wieder einen Anfall bekommen, brauche weder Medikamente noch Inhaliersprays mehr. Ich kann jetzt alles tun, wie z. B. hohe Treppen steigen, mich in der Küche mit Küchengerüchen aufhalten, stark duftende Parfüme riechen usw.

Ärztlicher Kommentar

Asthma bronchiale ist eine chronische, entzündliche Erkrankung der Atemwege, bei der es anfallsweise zur Verengung der Bronchien mit Behinderung des Ausatmens und daraus resultierender Atemnot kommt. Wie auch hier, besteht in 80% der Fälle bei Erwachsenen eine Mischform aus allergischem und nicht-allergischem Asthma bronchiale, das konventionell mit Cortison und bronchialerweiternden Medikamenten, wie Sympathomimetika, Theophyllin, Anticholinergika behandelt wird. Dies hat bei Frau Agbetsiafa zur Linderung beigetragen, aber zur Ausheilung ist es nie gekommen. Nach einer Leidensgeschichte von über 35 Jahren im beschriebenen Schweregrad wäre keine Heilung mehr zu erwarten gewesen. Daher ist die plötzliche Genesung von Fr. Agbetsiafa im Zusammenhang mit der Aufnahme des Heilstromes nach der Lehre Bruno Grönings nachvollziehbar. Schulmedizinisch kann dies nicht erklärt werden.

 

Es ist nicht unbedingt erforderlich, dass ich zu meinem Freundeskreis spreche, sondern in vielen Fällen hat es sich erwiesen, dass auch Freunde in der Lage sind, meine Lehre so weiterzugeben, dass sogar auch hierdurch grosse Erfolge zu verzeichnen sind.

Bruno Gröning

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Wir waren richtig innige Freunde

Pfarrer Humbert lernt Bruno Gröning kennen - Teil 1

Pfarrer Humbert wurde 1951 zum Priester geweiht. In Löhne, wo Bruno Grönings Verwandtschaft nach dem Krieg sesshaft geworden war, befand sich seine erste Pfarrei. Gleich zu Anfang lernte er die Familie Gröning kennen. Vater Gröning engagierte sich bei der Männerarbeit, Mutter Gröning betreute die Frauengemeinschaft und versorgte den Haushalt von Pfarrer Humbert. Andere wiederum halfen bei der Jugendbetreuung. - Eines Tages sagte Bruno Grönings Bruder zu Herrn Humbert, dass er seinen Bruder Bruno mitbringen möchte. "Vielleicht haben Sie schon von ihm gehört, er hält Vorträge und spricht über Heilungen."

Pfarrer Humbert: "So haben wir uns kennengelernt und auch angefreundet. Wir waren richtig innige Freunde. Bruno Gröning kam in mein Haus.

Heilung von Gelenkrheuma

Für Bruno Gröning war es so: das göttliche Leben in sich tragen und es weitergeben. Er sprach so natürlich, keine Thesen oder Widersprüche. Unsere Gespräche haben mir damals viel Freude gemacht.

Ich hatte nach dem Krieg Gelenkrheuma in Knien und Füssen. Bei einem Besuch gab Bruno Gröning mir eine Stanniolkugel mit den Worten: 'Nimm das und du wirst merken, dass es dir bald besser geht. Denk dann an mich, du wirst merken, das wird dir gut tun im Leben. Nimm oft die Kugel in die Hand, wenn du irgendwelche Probleme hast, dann wird wieder Erleuchtung kommen.' Ich habe das ehrlich gut aufgenommen und fest daran geglaubt. Gott muss wirken, und ich muss immer tiefer den Weg des Glaubens gehen.

Ein ganz natürlicher Mensch

Bruno Gröning ist von dieser inneren Kraft ganz erfüllt, aber nicht, ich kann das, sondern es spricht die Kraft Gottes. Er ist ein auserlesenes Werkzeug, das kann man wirklich sagen. Bruno Gröning wollte dabei immer im Hintergrund bleiben, ganz bescheiden und demütig. Er war dabei aber so fröhlich und erzählte so menschlich, nicht kompliziert. Wir waren einfach so, wie wir Menschen waren. Wer nur für sich etwas haben will, ein Egoist ist, der kann im Grunde kein Gläubiger sein. Das wollte Bruno Gröning: Liebe schenken und Liebe weitergeben. Ganz menschlich, Nächstenliebe. Ich muss jeden anerkennen, muss vor allen Menschen in Ehrfurcht stehen, ich muss jeden Menschen als das Ebenbild Gottes sehen. Der Glaube allein ist fähig, den Menschen aus dem Leid, aus der Krankheit, aus der Not, aus den Sorgen des Alltags herauszureissen. Der Glaube an Gott! Der Glaube an das Gute, das hat Bruno Gröning immer wieder betont.

Wenn man als Priester mit oder zu Menschen spricht, hat man kaum ein Echo, so dass man weiss, das war gut. Echo kam bei Bruno Gröning. Er sagte, das war gut oder das müssen Sie noch so ausdrücken, dann kommt das bei den Menschen besser an. Er sagte, dass wir im Glauben stark sein müssen und dass wir im Glauben wachsen müssen. Das ist ein täglicher Kampf, den man jeden Tag neu beginnt.

Bei ihm war man sofort zu Hause

Der Mensch kann nicht sagen: Ich stehe jetzt auf der Stufe und bin schon so weit gelangt. Wir Menschen fallen immer wieder, das Böse ist immer eine Macht, aber es kann besiegt werden durch das Gute. Das hat mich gestärkt, dass er zu mir sagte: 'Machen Sie auf dem Weg, so wie Sie es angefangen haben, weiter.' Und das hat mich gestärkt dann durch seinen Glauben und durch seine Antworten. Er hätte genauso ein Mitbruder sein können und hoch studiert. Über Geschichte und Weltgeschichte wusste er Bescheid. Er hatte so ein umfangreiches Wissen, wirklich ein tiefes Wissen, das muss ich sagen. Bruno Gröning war in allen Bereichen so zu 'Hause', und er konnte Antwort geben. Ich muss sagen, die Atmosphäre war vollkommen menschlich und freundschaftlich, familiär, man war immer sofort zu Hause, einfach schön. Er selbst war ruhig, keine Hetze, das gab es überhaupt nicht, völlig ruhig und gelassen. Bruno Gröning lebte ganz aus der Kraft und er strahlte so, dass das Göttliche vortrat."

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