11. Jahrgang - Sommer 2008

Heilung von Schuppenflechte

Erfolgsbericht von Szegedi Sándorné (61), Nyíregyháza (Ungarn)

Vor acht, neun Jahren, ungefähr im Jahre 1999, erschien ein schuppenförmiger Ausschlag am oberen Teil meiner Arme, in der Nähe meiner Ellenbogen.

Anfangs kümmerte ich mich nicht besonders darum. Ich habe beobachtet, dass der Ausschlag immer ungefähr am Ende des Winters oder zu Frühlingsbeginn erschien. Mit der Zeit nahm dieser aber immer mehr zu und schliesslich trat dieser merkwürdige, schuppenförmige Ausschlag nicht nur an meinen Armen, sondern auch an meinen Beinen, Schenkeln und der Taille auf.

Diagnose: Schuppenflechte

Wenn ich kratzte, entstand eine rote, schwer heilende Wunde darunter. Ungefähr im Jahre 2002 musste ich mich an einen Hautarzt wenden. Dieser stellte die Diagnose: Schuppenflechte (Psoriasis). Ich bekam unterschiedliche Salben, an deren Namen ich mich nicht mehr erinnere. Ich habe den Ausschlag damit eingeschmiert und mit einer Quarzlampe behandelt.

Im Sommer brachte das Sonnenlicht ein wenig Linderung. Der Ausschlag heilte zunehmend langsamer ab. Später verwendete ich Cutivata fünfprozentig, Carbamid und Ringelblumensalbe, und ich fing an, ihn mit Oxycort-Spray zu besprühen, aber davon wurde meine Haut noch trockener.

Es wird sichtbar

Im Jahr 2006 begann es für mich kritisch zu werden. Zu dieser Zeit erschienen die Hautveränderungen schon auf grosser Fläche beinahe auf meinem ganzen Körper. Endlich waren sie überall sichtbar mit Ausnahme des Gesichts, des Halses und der Brust.

Neue Salben und eine dreissigtägige Lichttherapie brachten kaum etwas. Nach der Erfolglosigkeit der Lichttherapie habe ich keine andere dermatologische Klinik mehr aufgesucht.

Ich hätte meine Haut sonnen sollen, aber ich ging nicht mehr gerne ins Freibad. Ich versuchte Kleider zu tragen, die den Ausschlag verbargen.

Etwas zog mich dahin

An einem Morgen im Oktober 2006 fand ich in meinem Briefkasten zwei zusammengefaltete Blätter. Eines war die Einladung zu einem Informationsvortrag, im anderen ging es um Bruno Gröning, um den Freundeskreis, um Heilungen.

Aus dem Ganzen hat mich ein einziger Satz berührt: "Gott ist der grösste Arzt." Ich habe gefühlt, dass ich dorthin gehen soll. Ich ging am 6. Oktober 2006 zum Informationsvortrag, wo ich in die Lehre Bruno Grönings eingeführt wurde.

Die Haut ist glatt

Als wir uns zum ersten Mal auf den Heilstrom bei Musik einstellten, hatte ich ein eigenartiges Gefühl. Ich fühlte, dass ich nach langer Zeit der Suche nach Gott endlich "zu Hause" angekommen war. Ich habe mich sehr wohl gefühlt, während eine starke Wärme durch mich hindurchströmte. Dann begann ich, mich täglich auf den Heilstrom einzustellen.

Ab diesem Zeitpunkt habe ich mich nicht mehr um die Belastung gekümmert und sie irgendwie ganz vergessen. In einer Nacht, gegen Mitte Februar, strich ich im Bett liegend über meine Beine. Ich stellte ganz überrascht fest, dass sie ganz glatt waren. Ich spürte nichts grob Hervorstechendes mehr, stand schnell auf, ging ins Badezimmer und schaute in den Spiegel. Überrascht sah ich, dass der Ausschlag verschwunden war. Das ganz Besondere daran war, dass ich gar nicht bemerkt hatte, wie und wann es passiert war. Er war einfach verschwunden. Blitzschnell kam der Gedanke: "Gott ist der grösste Arzt" - wirklich, Er hat mir geholfen.

Der Ausschlag kam seitdem nie wieder, meine Haut ist glatt und gesund. Ich brauche weder Salben noch Behandlungen. Im Sommer kann ich wieder ärmellose Blusen oder einen Badeanzug tragen.

Ärztlicher Kommentar

Die Schuppenflechte gilt als chronische Erkrankung, deren Verlauf beim Einzelnen nie voraussehbar ist. Bei Frau Szegedi nahm die Schuppenflechte über sechs bis sieben Jahre kontinuierlich zu. Alle medizinischen Massnahmen mit Salben- und Lichttherapie konnten die Ausbreitung nicht verhindern. Nach dem Kennenlernen der Lehre Bruno Grönings (und dem Beenden sämtlicher Therapien) heilte die Schuppenflechte schnell innerhalb von fünf Monaten vollständig ab. Dies ist medizinisch nicht zu erklären.

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Heilung von Drogenabhängigkeit

Erfolgsbericht von Eric Haven (44), Gemeinschaft Forbach, (Frankreich)

Als Jugendlicher war ich oft allein und unglücklich. Mit 16 wurde ich Schlagzeugerin einer Rockband. Zehn Jahre lang reisten wir in ganz Frankreich herum.Mit der Musik kam auch die Droge: zuerst Cannabis, Haschisch und LSD. Mit etwa 19 waren es schliesslich Heroin, Kokain und Amphetamine. Jeden Tag war ich morgens schon im Drogenrausch. Dazu kam noch der Alkohol. Es eskalierte so weit, dass ich mit der Musik aufhören musste. Ich war dazu einfach nicht mehr fähig.

Unten angekommen

So stand ich mit 30 Jahren da - ohne Beruf und völlig mittellos. Um meine Sucht zu stillen, brauchte ich jeden Tag zwischen 800 und 1000 Francs. Wo ich nur konnte, habe ich Geld gestohlen. Die Sucht hatte mich so abgestumpft, dass ich das meiste bei meinen Eltern und in der Familie entwendete. Als auch das nicht mehr reichte, wurde ich selbst zum Dealer. Die Polizei schnappte mich, 12 Monate sass ich im Gefängnis. Zu insgesamt zehn Entziehungskuren kamen vier stationäre Langzeittherapien von je einem Jahr. Obwohl ich gegen die Sucht ankämpfte, wurde ich jedes Mal wieder rückfällig. Durch meine Grossmutter, einer Kunstmalerin, fühlte ich mich zur Kunst hingezogen. Bei ihr habe ich das Malen, Plastik und bildende Kunst gelernt und später für eine Werbeagentur als Zeichner gearbeitet. Für eine Weile arbeitete ich in einem Verein, der zur Unterstützung jugendlicher Drogensüchtiger diente. Ich führte sie in verschiedene Arten des Malens ein. Tagsüber riss ich mich zusammen. So war ich oft sehr nervös, und nur die Aussicht darauf, dass ich am Abend meine Drogen bekommen würde, beruhigte mich einigermassen. Vor den Jugendlichen wollte ich unbedingt meine Sucht verbergen. Ab 1996 wollte ich meinen Lebensunterhalt als Kunstmaler verdienen. Die Inspiration dafür suchte ich wieder im Rauschgift: Cannabis, Haschisch und Kokain, aber auch Bier waren immer griffbereit. Meine Malerei war traurig und düster, ich hatte wenig Erfolg. Mein Kunstagent war, wie es oft in diese Szene ist, auch mein Lieferant für die Drogen. Ab 1998 wurde mir bewusst, dass ich da raus wollte. Ich begann viele Esoterik-Bücher zu lesen.

Erster Kontakt

Im Frühjahr 2002 wurde ich in die Lehre Bruno Grönings eingeführt. Es folgte die erste Gemeinschaftsstunde, und obwohl mein Verstand viele Einwände hatte, fühlte ich mich zu diesem Freundeskreis hingezogen. Mein Leben lief weiter wie bisher: Viel Bier und Drogen. Nach meiner zweiten Gemeinschaftsstunde im Mai 2002 fühlte ich mich auf einmal körperlich frei von jedem Bedürfnis, Drogen und Alkohol zu nehmen.

Ein neuer Mensch

Nachdem ich begonnen hatte, mich regelmässig zweimal am Tag auf den Empfang des Heilstroms einzustellen, verwandelte sich mein ganzes Leben. Bereits im Juli 2002 trennte ich mich von meinem bisherigen Kunstvermittler und richtete mein Atelier bei meiner Mutter ein. Meine Malerei wurde von einem Tag zum andern lebendiger, vielseitiger und auch teilweise spirituell, je nach Bedarf traten neue Farben auf. Im Jahr 2003 beteiligte ich mich an einer Kunstausstellung in der Schweiz. Vorher hatte ich nur Bilder anderer Künstler kopiert, etzt male ich meine eigenen Bilder. Mein Leben ist heute voller Freude und ich empfinde eine sehr wohltuende, innere Ruhe.

Psychologische Stellungnahme

Herr Haven beschreibt eine über zwanzig Jahre andauernde schwere Drogen- und Alkoholabhängigkeit mit nahezu täglicher Drogeneinnahme und den üblichen Begleiterscheinungen wie Beschaffungskriminalität und Berufsunfähigkeit (als Musiker). Zehn Entziehungskuren sowie vier stationäre Entwöhnungstherapien von jeweils über einem Jahr blieben ohne Erfolg. Herr Haven richtete sich sein Leben mit der Droge ein: tagsüber Drogensüchtigen helfen, abends selber Drogen konsumieren. Die Prognose ist in einer solchen Ausgangslage nahezu aussichtslos. Aus psychologischer Sicht ist es daher nicht zu erklären, dass er innerhalb weniger Wochen nach der Einführung in die Lehre Bruno Grönings im Frühjahr 2002 jeglichen Konsum an Drogen und Alkohol vollständig beenden konnte. Seitdem ist er in der Lage, ein drogenfreies, stabiles und als Maler beruflich erfolgreiches Leben zu führen. Der zeitliche sowie offensichtlich auch der kausale Zusammenhang zwischen der Aufnahme des Heilstroms und der Heilung von langjähriger Drogensucht sind hierbei für mich eindeutig.

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Heilung von elf Jahren Spielsucht

Anton Gödl (36), Österreich

Seit meinem 22. Lebensjahr ging ich mindestens drei- bis fünfmal im Monat in Spiellokale, um das Glück an den Geldspielautomaten herauszufordern. Bei meinem ersten Besuch in einem Spiellokal hatte ich die damals beträchtliche Geldsumme von rund 2.500 Euro gewonnen. Nun wollte ich immer mehr gewinnen. Diesem Drang konnte ich einfach nicht widerstehen. Es kam öfters vor, dass ich dabei mein Bankkonto überzog. Ich verlor die Selbstachtung und bekam das Gefühl, versagt zu haben oder nicht stark genug zu sein, um aufzuhören. Als mir zwei Jahre später bewusst wurde, was ich eigentlich machte, war es zu spät.

Ich konnte nicht mehr aufhören, war spielsüchtig. Wie ich je wieder davon loskommen sollte, war mir unklar, ich habe diesbezüglich auch keine Therapeuten oder Ärzte konsultiert. Einen Monat vor dem ersten Kontakt zum Bruno Gröning-Freundeskreis hatte sich die Frequenz des Automatenspiels auf bis zu achtmal im Monat erhöht. Ging mir das Geld aus, so borgte ich es von anderen Spielern. Mein Bank konto war oft bis zum Limit überzogen. Vor meiner Familie und meinem Freundeskreis verbarg ich diese nunmehr elfjährige Spielsucht peinlichst. Nach meiner Einführung am 13. November 2004 führte mein erster Weg in ein Spiellokal, ich konnte einfach nicht anders. An diesem Tag verspielte ich mein ganzes Bargeld, rund 300 Euro. Ich fühlte mich beklommen und frustriert. Da war auf ein Mal dieser Gedanke: Warum tue ich das? Ich ging aus dem Spiellokal hinaus und habe seither kein einziges Mal mehr gespielt, obwohl ich doch ab und zu in ein Spiellokal gehe, um etwas zu trinken. Es kommt mir so vor, als wäre etwas aus meiner Festplatte gelöscht worden. Ich verspüre keinen Drang mehr zu spielen. An diesem Tag wurde ich von dieser schrecklichen Sucht befreit.

Psychologische Stellungnahme

Aus lerntherapeutischer Sicht ist es durch das positive, verstärkende Erstereignis (hoher Gewinn) zu dem Einstieg in eine hartnäckige Spielsucht gekommen, die über elf Jahre bestand. Üblicherweise sind solche "stoffungebundenen Abhängigkeiten" sehr schwer zu therapieren. Der erste Schritt, der Weg zum Therapeuten ist aus Scham oft der schwerste. So bleiben süchtige Spieler oft mit sich und ihrer Not viel zu lang alleine. Soziale Isolation kommt hinzu. Das spontane Ausbleiben jeglicher Symptomatik im direkten Anschluss an die Einführung in die Lehre Bruno Grönings ist mir als Psychologen nicht zu erklären. Die plötzliche Einsicht in die Sinnlosigkeit von Glücksspiel steht für mich mit der Aufnahme des Heilstroms in einem unmittelbaren Zusammenhang.


Ein ganz normales Trinkverhalten

Erfolgsbericht von Heinz Werner (62), Gemeinschaft Mödling, (Österreich)

In meiner Familie gehörte Alkohol zum täglichen Leben. Ich selber begann mit ungefähr 15 Jahren zusammen mit meinen Freunden ebenfalls Bier und Wein zu trinken.

Nachdem ich mich selbstständig gemacht hatte, stellte ich 1982 für einen Tag in der Woche einen Mitarbeiter ein. Der Tagesablauf entwickelte sich so, dass wir den Tag mit einem "Frühstücksbier" begannen. Im Laufe der Zeit verbrachten wir gelegentlich - anstatt an diesem Tag gemeinsam zu arbeiten - unsere Zeit trinkend im Lokal, manchmal bis in den späten Abend. Die übrigen Tage verbrachte ich arbeitend im Büro, wo ich unregelmässig zwei bis drei Flaschen Bier trank. Ausserhalb der Arbeitszeit bestand an diesen Tagen mein Alkoholkonsum aus drei Flaschen Bier und fünf Gespritzten. Ab 1985 arbeitete der Kollege dann als Vollzeitkraft in meinem Büro, womit sich mein Tagesablauf und mein Trinkverhalten vollständig änderten. Ich trank über den gesamten Tag und kam mehrmals die Woche erst nach Mitternacht nach Hause. Trotzdem war ich täglich um 7.30 Uhr im Büro und fühlte mich einsatzfähig.

Alkohol bestimmt den Tagesablauf

Ab 1995 wurde es mir zur Gewohnheit, dass ich sogar den Frühstückstee mit einem Stamperl Schnaps bereicherte. Mein alkoholisierter Zustand wurde von den Geschäftspartnern toleriert, nicht aber von meiner Frau und meiner Familie. 1996/97 zog meine Frau aus der gemeinsamen Wohnung aus, 2001 wurde meine Ehe geschieden, ich verlor den Führerschein für drei Monate, beruflich musste ich Einbussen erleben. In der Zeit bis 2000 trank ich täglich bis zu einem dreiviertel Liter Schnaps, acht Flaschen Bier und einen Liter Wein. Körperlich hatte ich Entzugserscheinungen: Ohne einen entsprechenden Alkoholpegel litt ich u. a. unter Zittern der Hände und Schweissausbrüchen. In der Folgezeit versuchte ich alles, um von der Sucht frei zu kommen. Meine Lebensgefährtin unterstützte mich nach Kräften, ich suchte einen Psychologen auf, bemühte mich, mein Trinkverhalten zu steuern, sogar einen Kurs in Selbsthypnose liess ich nicht aus. Nichts half letztendlich, auch die anonymen Alkoholiker nicht, ich trank heimlich weiter. Ich hatte bereits 1995 von Bruno Gröning gehört. Dennoch dauerte es bis zum Oktober 2004, als ich mich, auf Anraten meiner Partnerin, in die Lehre Bruno Grönings einführen liess, nachdem ich den Dokumentarfilm über Bruno Gröning gesehen hatte. Ich besuchte regelmässig die Gemeinschaftsstunden und stellte mich auf den Heilstrom ein. Oft bat ich Bruno Gröning um Hilfe, die Alkoholmengen in vernünftigen Grenzen halten zu können. Heimlich trank ich weiterhin die gleichen Mengen Alkohol wie vor der Einführung. Meine Lebensgefährtin entdeckte öfters die von mir versteckten Schnapsflaschen, und dadurch wurde die Partnerschaft auf eine harte Probe gestellt.

Heilung

Am Morgen des 27. September 2005 blieb mein Frühstückstee aus mir unerklärlichen Umständen alkoholfrei. Ich hatte den Schnaps ganz vergessen. Seit jenem Tag ist das Verlangen nach Schnaps und Wein ganz einfach weg, als ob ich nie getrunken hätte. Zu meinem Erstaunen hatte ich weder körperliche noch seelische Entzugserscheinungen. Ich bin ganz glücklich und sehr dankbar, endlich von dem Zwang zu trinken, zu lügen und von den ewigen Versteckspielereien befreit zu sein. Auch in Gesellschaft stört es mich nicht, wenn Alkohol neben mir getrunken wird, ich habe keinerlei Verlangen. Heute fühle ich mich wie neu geboren und geniesse die Harmonie in meiner Familie.

Psychotherapeutischer Kommentar

Heinz Werner schildert eindrucksvoll, wie aus seinem anfangs noch begrenzten Alkoholkonsum in seiner Jugend innerhalb weniger Jahre eine intensive, ständig steigende Sucht wurde. Die ersten Jahre scheint ihn noch seine körperliche Robustheit vor Symptomen bewahrt zu haben. Erst nach der Trennung und Scheidung von seiner Gattin, Führerscheinentzug und dem gesteigerten Auftreten somatischer Symptome (Schweissausbrüche, Zittern, Zwangstrinkverhalten schon am Morgen ) begann Heinz Werner eine ambulante Therapie, allerdings ohne Erfolg. Auch der Besuch von Veranstaltungen bei den Anonymen Alkoholikern brachte nichts. Es ist nun äusserst erstaunlich und ungewöhnlich und aus schulmedizinisch- bzw. psychologisch- psychotherapeutischer Sicht nicht erklärbar, dass Herr Werner innerhalb eines Tages das bis dahin etwas reduzierte Trinkverhalten vollkommen abstellen konnte. Er berichtet von keinerlei Abstinenzerscheinungen und dem vollkommenen Fehlen des Verlangens nach Alkohol, gleichzeitig spricht er aber beglückt von einer "Neugeburt und Harmonie in der Familie". So führe ich seine plötzliche und radikale Abkehr von der Alkoholabhängigkeit auf die Hilfe Gottes durch die Lehre Bruno Grönings zurück.


25'000 Schmerztabletten in 29 Jahren

Heilung von Medikamentenabhängigkeit
Erfolgsbericht von Verena Stegmann (61), Berlin (Deutschland)

Seit 1966 litt ich alle drei Wochen unter einer schweren Migräne. Um die starken Kopfschmerzen wenigstens etwas lindern zu können und um möglichst arbeitsfähig zu bleiben, nahm ich von Anfang an die Schmerztabletten Neuranidal (koffeinhaltig) ein. Da mir die Ärzte in den darauf folgenden Jahren trotz vieler anderer Medikamente und Behandlungen nicht helfen konnten, blieb ich ausschliesslich bei Neuranidal. Weil ich ein sehr stressbeladenes Leben führte, kamen die Migräneanfälle immer öfter - in den achtziger Jahren bereits alle zwei Wochen und ab 1990 jede Woche. Um die vielen Schmerzen überhaupt noch ertragen zu können, brauchte ich immer mehr Neuranidal. Ich lebte nur noch in der Angst vor der nächsten Attacke. Deshalb begann ich, die Tabletten auch noch vor besonders wichtigen Terminen oder schon bei leichtem Unwohlsein im Kopf vorbeugend einzunehmen.

Der Konsum steigt

Ohne die Tabletten konnte ich mein Leben überhaupt nicht mehr bewältigen. Da aber Neuranidal frei verkäuflich war, konnte ich mir auch überall einen Tablettenvorrat anlegen. Etwa 1990 trat plötzlich starke Atemnot auf, die bis hin zu Erstickungs- und Todesängsten führte. Diese Atemnot verschwand nur durch die Einnahme einer Neuranidal. Das wiederholte sich nun alle zwei bis drei Stunden und führte sofort zu einem täglichen Verbrauch von bis zu sieben Tabletten. Einer meiner behandelnden Ärzte riet mir schon ganz zu Anfang: "Frau Stegmann, ich empfehle Ihnen, ein Schmerzmitteltagebuch zu führen." Das nahm ich auf, und anhand dieser Unterlagen liess sich jetzt leicht ausrechnen, dass ich von 1966 bis 1995 allein von der Neuranidal etwa 25000 Stück eingenommen hatte.

Heilung

Im Mai 1995 sah ich eine Fernsehsendung über alternative Heilweisen, in der auch Bruno Gröning-Freunde aus Berlin von ihren Heilungen berichteten. Darunter war auch die Heilung von einer Migräne, die 30 Jahre lang angedauert hatte. Daraufhin schrieb ich sofort an die angegebene Adresse und wurde im Juni 1995 eingeführt. Drei Tage nach einer Tagung des Freundeskreises im August 1995 war am nächsten Morgen die Atemnot völlig und bleibend verschwunden. Gleichzeitig hatte ich auf einmal einen ganz starken inneren Widerstand gegen jede Art von Schmerztabletten. Ich konnte von diesem Tag an auch stärkste Schmerzen verschiedenster Art ohne Schmerztabletten aushalten, was mir vorher überhaupt nicht möglich war. Ich habe seit dem 1.9.1995 bis heute nicht eine einzige Schmerztablette mehr eingenommen.

Ärztlicher Kommentar

Frau Stegmann litt seit dem Alter von 20 Jahren etwa alle drei Wochen unter migräneartigen Kopfschmerzen. Von Anfang an nahm sie zur Unterdrückung der Schmerzen das Medikament Neuranidal (Wirkstoffe Acetylsalicylat, Paracetamol und Koffein) ein. Aufgrund von Stress und häufigeren Migräneanfällen benützte sie das Medikament immer häufiger, zuletzt auch aus Angst vor wichtigen Terminen. Die Dosis steigerte sich auf regelmässig bis zu sieben Tabletten pro Tag im Alter von 44. Schliesslich traten heftige Symptome von Atemnot und Erstickungsgefühlen auf, wenn Sie die Tabletten über mehrere Stunden nicht nahm. Mit 49 wurde sie in die Lehre Bruno Grönings eingeführt und stellte sich regelmässig zweimal täglich ein. Zwei Monate später verschwand der Drang, das Schmerzmittel einzunehmen und auch die heftigen körperlichen Symptome verschwanden von einem Tag auf den anderen. Diese Konsumfreiheit hat bis heute seit nunmehr elf Jahren angehalten und dies sogar, obwohl die Kopfschmerzen in den ersten Jahren noch weiterhin vorhanden waren. Eine solche Heilung, ein solch erstmaliges und seither dauerhaftes Aushaltenkönnen von Schmerzen ohne Einsatz z. B. einer psychotherapeutischen (Sucht-)Arbeit darf aus ärztlicher Sicht als aussergewöhnlich bezeichnet werden.