Bruno Gröning - Informationszeitschrift des Freundeskreises

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- 14. Jahrgang - Sommer 2011

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Die Gesundheit
ist und bleibt
das Wertvollste,
das Wertvollste
aller Menschen

Bruno Gröning


Inhaltsverzeichnis

(Ausgewählte Artikel aus der Zeitschrift)

Medizinisch-Wissenschaftliche Fachgruppe

Heilung von Migräne

Heilung von Harninkontinenz

JUNGE MENSCHEN IM FREUNDESKREIS

Ich will so sein, wie ich wirklich bin (Teil 3)

Das Thema

Der Bruno Gröning-Freundeskreis in der Presse (Teil 3)

Auslandsreport

„Schöne Insel“ und „duftender Hafen“



Heilung von Migräne

Àgnes Szilágyi (58), Pécs / Ungarn, Mai 2009

Ich hatte seit meinem 13. Lebensjahr, also seit etwa 45 Jahren, Migräne. Die an mindestens elf bis zwölf Tagen pro Monat auftretenden Anfälle wurden begleitet von starken Kopfschmerzen, Erbrechen und Konzentrationsproblemen. Während der Anfälle war jedes Sinnesorgan noch empfindlicher, jedes Geräusch nervte, selbst Licht verursachte Schmerzen. Es war schrecklich, nahezu unerträglich. Abgesehen von der körperlichen Schwäche, kamen noch heftiger Brechreiz und Erbrechen dazu. Ich versuchte die Anfälle mit Algopyrin, Demalgon und zahllosen anderen Medikamenten zu lindern, aber leider half keines davon.

Mit Krankheit leben?

Ich arbeitete als Krankenschwester und zog zwei Kinder alleine groß. Es war sehr schwer, mit diesen ungeheuren Schmerzen auf der Arbeitsstelle und zu Hause zu bestehen. Während der Anfälle musste ich mich sehr stark konzentrieren, um meinen Aufgaben nachkommen zu können. Es verschlang meine ganze Energie, es war kaum zu ertragen. Ich fand mich mit diesem Zustand ab – so war es, damit musste ich offenbar leben.

Auf der Suche nach Heilung

Geheilte

Ich glaubte an Gott, aber vielleicht glaubte ich nicht so richtig daran, dass dieser ungeheure Schmerz jemals aufhören könnte. Ich suchte zahlreiche Heiler auf und forschte nach alternativen Heilungsmethoden. 1996 kam ein sehr teures Medikament, ein Derivat (Anm. der Red.: Derivat = abgeleiteter Stoff ähnlicher Struktur) des bisherigen Medikaments Sumatripan (genannt: Imigran) auf den Markt, welches direkt für Migräne entwickelt worden war. Selbst dieses sehr starke Medikament half nur dann, wenn ich es zeitgerecht einnahm. Zugleich hatte es den Nachteil, dass es gefährliche Nebenwirkungen verursachte, wie z. B. Gefäßverengungen. Als Krankenschwester war ich mir über diese Konsequenz im Klaren und hätte liebend gerne darauf verzichtet, aber meine Lage wurde immer schlimmer.

Die letzte Hoffnung

Mittlerweile konnte ich während der Anfälle nicht mehr arbeiten und musste mich hinlegen. Ich beschäftigte mich inzwischen mit Reiki, da mir zwischen 2002 und 2008 auch die normale alltägliche Lebensgestaltung große Mühe bereitete. Dieser Zustand dauerte oft beinahe eine Woche an, danach war ein paar Tage Ruhe und es begann wieder von vorne. Ich recherchierte und suchte ständig nach einer Lösung für das Leiden. Gegen Ende 2007 las ich in einem monatlich erscheinenden Magazin namens „Heilpraktiker Magazin“ über Bruno Gröning. Kurze Zeit später entdeckte ich dort einen Artikel über die Filmvorführung des Dokumentarfilms „Das Phänomen Bruno Gröning“. Ich hatte gleich das Gefühl, dass ich diesen Film ansehen müsse. Im April 2008 fuhr ich bereits einen Tag vor der Filmvorführung nach Kecskemét. Ich logierte in einem Hotel und traf in der Eingangshalle einen jungen Mann, mit dem ich ins Gespräch kam. Zu meiner großen Überraschung berichtete er mir darüber, dass er ebenfalls bereits den Kinofilm gesehen hatte und von einer Belastung befreit wurde. Dies bestätigte mein Gefühl, und ich bat Gott darum, dass auch mir beim Ansehen des Films die Gnade der Heilung zu teil werde.

Kraft aus dem Wort

Während der Filmvorführung spürte ich eine nie zuvor erlebte Kraft durch meinen Körper fließen. Noch etwa eine Woche danach schmerzte mein Kopf in ähnlicher Intensität. Dann waren alle Schmerzen verschwunden. Seitdem haben die wirklich quälenden und in höchstem Maße lebenseinschränkenden Migräneanfälle, die beinahe 45 Jahre lang anhielten, aufgehört. Heute bin ich vollkommen beschwerdefrei, kann wieder voller Freude dem Gesang der Vögel zuhören und die hellste Sonne genießen. Geräusche stören mich nicht mehr, und meine Arbeit schaffe ich wieder ohne Schwierigkeiten. Ich bin dem Herrgott und Bruno Gröning sehr dankbar, dass ich von dieser Belastung befreit bin.

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Heilung von Harninkontinenz

Maria Vobel (64), Treuchtlingen / Deutschland, September 2009

Seit 1980 litt ich nach einer Unterleibsoperation an Blasenschwäche. Anfangs hatte ich immer wieder Blasenentzündungen. Im Laufe der Zeit entwickelte sich eine dauerhafte Blasenschwäche. Ich hatte einen so starken Blasendruck, dass ich 20- bis 25-mal pro Tag Wasser lassen musste. Bei schnellem Laufen, beim Husten oder wenn ich hüpfen musste, ging unkontrolliert Wasser ab. Manchmal musste ich täglich mehrmals die Unterwäsche wechseln, obwohl ich Einlagen benutzte.

Kein normales Leben mehr

Früher machte ich gerne Tagesfahrten mit dem Omnibus. Dies war mir auf Grund der Belastung nicht mehr möglich. Lange Spaziergänge unternahm ich nur allein, da es mir in Gesellschaft anderer Personen peinlich war, dass ich so oft hinter die Büsche musste. In Nürnberg, wo ich damals wohnte, kannte ich alle öffentlichen Toiletten, die sich in meinem Einkaufsbereich befanden. Oft konnte ich maximal drei U-Bahn-Haltestellen durchhalten. Bei Vorträgen suchte ich immer einen Platz am Rande, der mir einen kurzen Weg zum Ausgang ermöglichte. Wenn wir in unser Ferienhaus fuhren, das ungefähr eine Autostunde entfernt war, musste mein Mann öfter die Fahrt unterbrechen. An manchen Tagen war es so schlimm, dass ich die Wohnung überhaupt nicht verlassen konnte. Diese Beschwerden erwähnte ich aber niemals beim Arzt, obwohl ich bezüglich vieler anderer Belastungen Anfang der achtziger Jahre ständig bei Ärzten war. Spezielle Medikamente nahm ich keine.

Ein erstes Zeichen

Geheilte

In der Zeitschrift „BIO“ las ich einen Bericht über Heilungen auf dem geistigen Weg durch die Lehre Bruno Grönings. Ich schrieb an die dort angegebene Adresse und wurde von der für mich zuständigen Gemeinschaftsleiterin* kontaktiert. Im Jahr 2002 besuchte ich einen Informationsvortrag über die Lehre Bruno Gröning, konnte jedoch nicht wirklich erfassen, worum es ging. Daher beschäftigte ich mich nicht weiter damit und hatte keinen weiteren Kontakt zum Freundeskreis.

Ein zweiter Kontakt

Ich pendelte viele Monate zwischen Nürnberg und meiner jetzigen Wohnung. Während dieser Zeit erhielt ich einen überraschenden Telefonanruf von meiner Gemeinschaftsleiterin. Sie vermittelte mir den Besuch einer Gemeinschaftsstunde* an meinem neuen Wohnort. Da genau zu diesem Zeitpunkt ein Bekannter schwer belastet war und ich ihm helfen wollte, begleitete ich ihn im Dezember 2006 zur Einführung*, die damit auch meine eigene Einführung war.

Von der Krankheit lösen

Anfangs besuchte ich die Gemeinschaftsstunden nur sporadisch, später dann regelmäßig und stellte mich zweibis dreimal täglich ein. Nach einiger Zeit übernahm ich auch eine Aufgabe als Übersetzerin ungarisch/deutsch im Freundeskreis. Am 7. März 2009 besuchte ich ein Treffen der Freunde in Bayern. Kurz zuvor hatte ich Bedenken, ob ich die Fahrt durchhalten würde. Genau zu diesem Zeitpunkt las ich in einem Jugendbuch des Freundeskreises „1001 Weg” und erfuhr, dass die vielen wartenden Hilfesuchenden in Herford zu Lebzeiten Bruno Grönings oft tagelang weder Hunger noch Durst spürten und auch „andere Bedürfnisse“ ausblieben. Ich sah darin einen „Wink von oben“ und dachte: „Wenn das bei diesen Leuten geklappt hat, warum dann nicht auch bei mir?“ Ich bat daraufhin Bruno Gröning in Gedanken, mich für diesen Tag von der Blasenschwäche zu befreien und stellte mich dafür ein*. Und das Unglaubliche geschah: Ich musste an diesem Tag nur dreimal zum WC. Dafür war ich zutiefst dankbar.

Die Krankheit vergessen

Acht Wochen später besuchte ich die Tagung des Freundeskreises in Rosenheim. Während eine Dame von der Bühne über ihre Heilung von Blasenschwäche berichtete, riss es mich fast vom Stuhl. Ich hatte die Krankheit total vergessen! Mir wurde in diesem Moment erst klar, dass auch ich die Heilung erhalten hatte. Seit diesem besonderen Tag, dem 7. März 2009, war ich gesund. Ich war sprachlos, wie mir nicht nur die Krankheit, sondern auch der Gedanke daran einfach genommen worden war.

Wieder ein normales Leben

Ich bin sehr froh und dankbar, dass ich jetzt wieder längere Fahrten und Busreisen unternehmen kann. In Gemeinschaftsstunden oder Tagungen kann ich mich jetzt auch ohne Weiteres in die Mitte oder nach vorne setzen, denn ich benötige keinen Platz mehr in Ausgangsnähe. Ich fühle mich seither einfach frei, wieder alles tun zu können, ohne die Aufmerksamkeit ständig auf die Toilettensuche richten zu müssen. Und das ist bis heute so geblieben. Ich danke Gott und Bruno Gröning von ganzem Herzen für diese Heilung.

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Ich will so sein, wie ich wirklich bin

Junge Männer und Bruno Gröning
M. Rechau, Siegburg, im Gespräch mit Akshay P. aus Indien

„Später kommt es so weit, dass alle Nationen erfasst werden.“

Bruno Gröning

Informationszeitschrift (IZ): Wie hast du zum Bruno Gröning- Freundeskreis gefunden?

Akshay P.: Im Jahr 2003 besuchte ich einen Informationsvortrag in Mumbai, meinem damaligen Wohnort. Die Referenten sprachen über Heilung auf dem geistigen Weg durch die Lehre Bruno Grönings. Ich konnte sofort akzeptieren, was ich dort hörte, und es war leicht für mich, an das zu glauben, was Bruno Gröning lehrte. Ich war aber weder körperlich noch seelisch in Not und ging nur sporadisch zu den örtlichen Treffen in Mumbai. Dann zogen wir 2004 nach Neu Delhi um, und ich vergaß den Freundeskreis. Erst drei Jahre später fand ich die Verbindung wieder. Ich hatte 2006 mein Studium begonnen und spürte einen enormen Druck, der auf uns Studenten lastete. Die ganze Situation machte mir sehr zu schaffen, und ich war psychisch völlig erschöpft.

Akshay P. / Indien
Akshay P. / Indien

In diesem Zustand fand ich die Internetseite des Freundeskreises, gab meine Adresse dort ab und wurde kurz darauf von einem Bruno Gröning- Freund in Neu Delhi angerufen. Im Januar 2007 nahm ich erneut an einem Informationsvortrag teil, den Grete Häusler, die Gründerin des Bruno Gröning-Freundeskreises, im Rahmen einer Indienreise hielt.
Als ich nach dem Vortrag nach Hause kam, nahm ich die Körperhaltung ein, die Bruno Gröning den Freunden zur Aufnahme des Heilstroms* angeraten hatte. Ich verschränkte weder Arme noch Beine und öffnete meine Hände. Ich habe sofort ein Stechen in den Handflächen gespürt. Anscheinend gab es diesen Heilstrom* wirklich.
Ich habe sehr schnell die Aufgabe übernommen, die Jugendgemeinschaft*, also das Treffen der jungen Menschen in Delhi, zu leiten. Mir standen dabei auch junge Freunde aus Deutschland zur Seite. Ich freute mich sehr über die Anrufe und war beeindruckt von den Erlebnissen und Erkenntnissen, die sie mir erzählten. Durch das Einstellen wurde ich immer kraftvoller und bin seit Dezember 2007 gänzlich von der Lehre Bruno Grönings überzeugt.

IZ: Wie ist die Zusammenarbeit mit den deutschen Freunden?

Akshay P.: Ich fing schon im Sommer 2007 an, das Material des Freundeskreises in Hindi zu übersetzen. Seit 2009 prüfe ich alle Berichte, die in Hindi übersetzt wurden. Ich bin wirklich froh, die Unterstützung der deutschen Freunde zu haben. Am Anfang brauchte ich noch selbst viel Kraft und musste mich erst von der Lehre überzeugen. Im Sommer 2008 machte ich ein zweimonatiges Praktikum in Deutschland. Dadurch vertieften sich nicht nur die Freundschaften, es gab mir auch die Möglichkeit, den Freundeskreis und seine Wurzeln in Deutschland persönlich kennen zu lernen.

Akshay P. bereitet zusammen mit einer Bruno Gröning- Freundin die Flyer-Aktion „Jugend Indien“ vor.
Akshay P. bereitet zusammen mit einer Bruno Gröning- Freundin die Flyer-Aktion „Jugend Indien“ vor.

Ich flog im August mit einer ganz neuen Ernsthaftigkeit und um viele wunderbare Erlebnisse reicher zurück nach Indien. Nach diesem Aufenthalt war mir völlig klar: Ich möchte mithelfen, diese Lehre den Menschen in meinem Land nahezubringen. Im Winter 2009 nahm ich an einer einwöchigen Veranstaltung des Freundeskreises teil. Unsere Verbindung wurde durch die persönlichen Kontakte viel stärker. Heute habe ich eine wunderbare Freundschaft mit H. Michael, der gemeinsam mit anderen Jugendlichen die jungen indischen Freunde unterstützt. Ich habe hier wirkliche Freunde gefunden, und es ist dabei völlig gleichgültig, wer in welchem Land lebt. Ich merke oft, dass die Freunde in anderen Ländern anfangs sagen, sie müssten sich erst an die deutsche Ordnung gewöhnen. Ich habe aber erkannt, dass es nicht die deutsche, sondern die göttliche Ordnung ist, die in unserem Leben Einzug halten muss. Das macht die Arbeit wesentlich leichter.

Akshay P. berichtet auf der Indientagung Febr. 2009
Akshay P. berichtet auf der Indientagung Febr. 2009

IZ: Das hört sich sehr harmonisch an. Gibt es denn auch kulturell oder religiös bedingte Reibungspunkte?

Akshay P.: Es hilft sicherlich, dass ich sehr offen und eher westlich erzogen wurde. Es ist aber im Allgemeinen in Indien so, dass die Menschen sehr offen für geistige Themen sind. Für fast alle Interessierten, denen ich von Bruno Gröning erzählte, war es überhaupt keine Frage, das glauben zu können. Er ist einfach etwas ganz Besonderes. Selbst Menschen, die nicht im Freundeskreis sind, haben großen Respekt vor Herrn Gröning. Ich hatte da ein interessantes Erlebnis in einem Copy- Shop: Ich wollte ein großes Bild von Bruno Gröning laminieren lassen. Die Angestellten gingen sehr respektvoll mit dem Foto um und fragten mich, ob er ein Heiliger sei. Ähnliches erlebte ich auch mit meinen Freunden und Kommilitonen.
Viele Inder sind sehr religiös. Die meisten sind Hindus, so wie ich. Diese Religion ist sehr flexibel, und ich habe noch nie gehört, dass jemand ein Problem mit dieser Lehre gehabt hätte. Vor einiger Zeit kam ein Mann eines religiösen Ordens der Sikhs in die Gemeinschaft in Delhi. Er kommt seitdem zu jedem Treffen.

IZ: Hast du Hilfen erlebt, seitdem du die Lehre Bruno Grönings in deinem Leben umsetzt?

Akshay P.: Ich habe gerade im Studium so viele Hilfen erlebt, dass es den Rahmen sprengen würde, alle aufzuzählen. An unserer Universität herrscht beispielsweise ein harter Konkurrenzkampf. In den Prüfungszeiten arbeiten die Studenten hier sehr intensiv. Die meisten lernen Tag und Nacht, haben Angst vor den Prüfungen und machen sich viele Sorgen. Seitdem ich Bruno Grönings Worten folge, bin ich viel ruhiger geworden; ich habe keine Angst vor Prüfungen. Ich höre auf mein Gefühl, was ich wann lernen soll und bin sehr zufrieden mit meinen Noten. Vor einigen Monaten bekam ich ein Stipendium, nachdem ich die Prüfung dazu sehr gut abgeschlossen hatte. 10 000 Studenten hatten sich beworben, und nur fünf Prozent von uns erhielten diese staatliche Förderung tatsächlich. Außerdem hat mich die Heilung einer Deutschen, die ich in Delhi eingeführt* habe, beeindruckt. Sie ging bald wieder zurück in ihr Heimatland und besuchte dort die Jugendgemeinschaft. Schon nach der ersten Gemeinschaftsstunde schmeckten ihr die Zigaretten nicht mehr und sie hörte auf zu rauchen.

IZ: 2010 warst du gemeinsam mit H. Michael maßgeblich an der ersten Wanderwoche in Indien beteiligt. Wie kam es dazu?

Akshay P. (re) und sein Bruder auf der Wanderwoche in Indien
Akshay P. (re) und sein Bruder auf der Wanderwoche in Indien

Akshay P.: Im März 2009 kam das erste Mal der Gedanke auf, eine Wanderwoche in Indien zu organisieren. In Österreich finden solche Wochen schon seit vielen Jahren statt. Die Freunde bekommen die Möglichkeit, sieben Tage lang gemeinsam zu wandern und den Heilstrom* aufzunehmen. Als ich hörte, dass so etwas auch bei uns stattfinden sollte, war ich begeistert. Ich begann, alles gemeinsam mit H. Michael zu organisieren. Er kam im Oktober für mehr als zwei Wochen nach Indien. Gemeinsam mit zwei anderen Freunden machten wir uns dann auf die Suche nach einem geeigneten Hotel. Wir fuhren an den Fuß des Himalajas und schauten uns einige Hotels an. Nebenher hielten wir an fast jedem Tag einen kleinen Informationsvortrag. In Shimla fanden wir gegen Ende der Reise die passende Unterkunft. Die Wanderwoche war ein voller Erfolg, und es geschahen auch einige Heilungen, z. B. von Höhenangst und chronischen Rückenschmerzen. Ich freue mich schon auf die diesjährige Wiederholung.

IZ: Eigentlich hättest du genug mit deinem Studium zu tun. Du hilfst trotzdem viel im Freundeskreis mit. Warum?

Akshay P.: Bevor ich zum Freundeskreis fand, war ich nicht glücklich. Ich habe mich immer an andere Personen gehängt und war ziellos. Seitdem ich mich für diesen Weg entschieden habe, erlebe ich wieder Glück, Zuversicht und Freiheit. Ich weiß mittlerweile, dass es immer Hilfe gibt, auch wenn etwas einmal schwer erscheint. Heute steht Gott im Mittelpunkt meines Lebens, mein Leben ist reich und voller Abenteuer. Ich habe in meinem Herzen viele Fragen beantwortet bekommen, die mich schon lange beschäftigten. Jetzt sehe ich nicht mehr nur das Schlechte in der Welt, sondern ich kann mich an all dem Guten freuen. Das Helfen macht einfach glücklich. Und ich kann anderen Menschen diesen wunderbaren Weg zeigen. Das ist großartig.

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Der Bruno Gröning-Freundeskreis im Pressespiegel

Die Wahrheit wird zur Wirklichkeit
Teil 3

Ludwigshafen (rm): „War es nicht immer so, dass der Verstand des Menschen das ,Neue‛ kritisierte und sogar verspottete, bis sich der wahre Kern durchsetzte und die Wahrheit zur Wirklichkeit wurde?“ Bruno Gröning, der diese Frage in den 50er-Jahren an seine Zuhörer richtete, hat genau das in seinem Leben auf unvorstellbare, ja bitterste Art und Weise erfahren müssen. Nach den ersten wahrheitsgetreuen Berichten über sensationelle Heilungen, insbesondere in Herford und Rosenheim im Jahr 1949, wendete sich in den Folgejahren ein Großteil der Presse und damit auch der sogenannten „öffentlichen Meinung“ gegen ihn. Die Artikelserie von Dr. Horst Mann im „Neuen Blatt“ aus dem Jahre 1957 unter der Überschrift „Sein Wort bannt die Krankheit“ war eine der zu dem Zeitpunkt selten gewordenen positiven, weil objektiven Ausnahmen.

Heute überwiegt die objektive Berichterstattung. Sechzig Jahre nach seinem Bekanntwerden in Herford und fünfzig Jahre nachdem Gröning gestorben ist, wollen immer mehr Menschen Informationen über die ebenso einfache wie einzigartige Lehre Bruno Grönings haben. Sie integrieren die Empfehlungen dieser Lehre in ihren Alltag und genesen von unheilbaren Krankheiten, erfahren Hilfen und geben aus Dankbarkeit ihre Erfahrungen an andere Interessierte weiter. Diese Fakten spiegeln sich auch in den Presseveröffentlichungen wider. Die Wissenschaft hat die mit dem Verstand nicht erklärbaren Heilungen längst zum Gegenstand ihrer Forschungsbemühungen gemacht. Das ist in medizinischen Fachzeitschriften ebenso nachzulesen wie in den zahlreich auf dem Zeitschriftenmarkt zu findenden Gesundheitsmagazinen.

„Ungewöhnliche Heilungen sprechen für das Vorhandensein einer Kraft, die auf keinem Röntgenschirm auftaucht, die sich nicht messen und berechnen lässt“, schreibt die österreichische Zeitschrift „Gesundheit“ in einem 2008 erschienenen Bericht über mysteriöse Heilungen. In einem Exklusiv-Interview mit Dr. Markus Franz, dem leitenden Mediziner am Wiener Hartmannspital erklärt dieser: „Wenn die Voraussetzungen stimmen, kann sich jeder selbst heilen.“

Eine vergleichbare Aussage hat Bruno Gröning wenige Jahre vor seinem Sterbetag getroffen: „Wenn ich nicht mehr auf dieser Erde als Mensch sein werde, dann ist die Menschheit so weit, dass jeder aus sich die Hilfe und Heilung erleben kann.“

Die Aussagen von Dr. Markus Franz und Bruno Gröning werden durch die Berichte zweier Geheilter, die seit vielen Jahren Bestand haben, in dieser Zeitschrift quasi untermauert. Inge Winder und Gertraud Fischer fanden als Austherapierte zum Bruno Gröning-Freundeskreis und erlangten durch die regelmäßige Aufnahme des Heilstroms* wieder ihre volle Gesundheit. Mit ihren persönlichen Berichten geben sie all denjenigen Menschen Hoffnung, die sich nicht durch unwahre Veröffentlichungen und Stellungnahmen verunsichern lassen.

In den vergangenen sechzig Jahren hat die Wissenschaft der Medizin großartige Fortschritte beschert. In allen Industriestaaten können sich die Menschen in tausenden Kliniken durch zehntausende Ärzte behandeln lassen. Das war wenige Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nicht der Fall. Im besiegten Deutschland waren die kriegsversehrten und traumatisierten Menschen größenteils sich selbst überlassen. Das Magazin „Fliege – Heilen, Helfen, Horizonte“ schreibt dazu in seiner April-Ausgabe 2009: „Im Frühjahr 1949 strömten Tausende ins westfälische Herford. Im Herbst des gleichen Jahres zog es bis zu 30 000 Menschen täglich zum Rosenheimer Traberhof unweit von München. Ein Elendsheer von Kranken und Leidenden. Sie hatten allesamt ein Ziel: Bruno Gröning. Für viele war der Heiler die letzte Hoffnung. Vom Krieg geschlagen, von Ärzten aufgegeben, kannten diese Menschen nur noch einen Wunsch: gesund zu werden, befreit von Not und Schmerzen.“

So groß der Unterschied zwischen den Nachkriegsjahren und der heutigen Zeit sein mag, eines hat sich nicht geändert: Die Heilungen vollziehen sich immer noch, und die Erklärung Bruno Grönings gilt unverändert. „Ursprünglich sei der Mensch in höchster Einheit mit Gott verbunden gewesen, doch wenn der Mensch aus dieser Verbindung herausfalle, trenne er sich von seiner Verbindung mit der göttlichen Quelle und gebe sich dem Bösen, der Not und dem Elend preis“, zitiert das Magazin Gröning und fährt fort: „Aber Gottes unbegrenzte Kraft bleibe allgegenwärtig wirksam, und diese göttliche Kraft habe als ‚Heilstrom‘ auch eine unbegrenzte Heilkraft.“

Ähnlich schreibt die Diplom-Theologin und Journalistin May Winter in der Ausgabe 2/2009 des Magazins REIKI: „Bruno Grönings Wirken basierte auf einer einfachen Glaubenslehre, mittels derer er zu erklären versuchte, warum Menschen krank werden und wieder die Gesundheit erlangen können: ‚Wir alle leben in einer bestimmten Weltordnung. Ihr oberstes Gesetz ist Gott. Wenn wir diese Ordnung verlassen, verlieren wir unsere Grundlage. Unsere Gesundheit leidet, wir werden krank. Nur wenn wir wieder in uns Ordnung schaffen, kann die Gesundheit zurückkehren.‘ Seiner Überzeugung nach hatten somit die Menschen vergessen, dass sie ein Geschöpf Gottes sind. Sobald sie jedoch zu Gott strebten, nach der Gemeinschaft mit Gott verlangten und in dieser lebten, würden sie gesund. Ganz und gar.“

Trotz der Fülle an neuen medizinischen Erkenntnissen und erfolgreichen Therapien gelten nur wenige Krankheiten als „besiegt“. Das stellt die meisten Ärzte nicht zufrieden, weshalb die Bereitschaft wächst, sich alternativen Heilweisen zuzuwenden. In einem Interview mit der Zeitschrift „Matrix 3000“ betont der Leiter der Medizinisch-Wissenschaftlichen Fachgruppe im Bruno Gröning-Freundeskreis Dr. med. G. Blättner: „Ich bin der Überzeugung, dass in der heutigen Zeit ein jeder Arzt die Verpflichtung hat, seinen Patienten zu helfen. Doch reicht das universitäre Wissen nicht mehr aus, man sollte als Arzt auch andere Wege unvoreingenommen prüfen, die den Patienten helfen können. Vor Jahren wurde ich auf Bruno Gröning und den Freundeskreis aufmerksam. Als ich durch die Überprüfung der berichteten Heilungen sah, dass selbst schwere chronische Leiden einfach verschwunden sind, da wusste ich, ich kann und darf nicht schweigen über das, was hier geschieht.“

Angesichts der unüberschaubaren Möglichkeiten hält es Dr. Blättner für wichtig, Prioritäten zu setzen. „Für mich persönlich ist dieser Weg nicht der einzige, aber doch der wertvollste, weil er so einfach ist. Es ist mein Ziel, Menschen etwas Einfaches vermitteln zu können, kostenlos sich selbst zu helfen. Das ist das, was wir in der heutigen Gesundheitssituation brauchen. Meine Kollegen und ich erleben es bei unseren Vortragsreisen besonders auch in den armen Ländern dieser Erde. Im Vortrag erklären wir den Menschen, wie sie sich nach der Lehre Bruno Grönings dem Heilstrom öffnen können. Sehr viele der Zuhörer spüren die Kraft sofort an ihrem Körper. Wir beobachten auch schon während der Vorträge die ersten Heilungen. Es bilden sich dann örtliche Gruppen, und es entsteht eine Eigendynamik; es wächst von allein, weil es wirklich hilft.“

Doch wenn von Gott die Rede ist, stellen sich viele Heilungssuchende die Frage, ob sie einer speziellen Konfession angehören müssen oder sich in irgendeiner Art finanziell binden müssen. In einem Interview, das die „Mittelbayerische Zeitung“ im vergangenen Jahr veröffentlichte, antwortete der Unternehmensberater Georg Finger zu diesem Thema: „Der Bruno Gröning-Freundeskreis ist überkonfessionell und an keine Religion gebunden. Es wird nicht diagnostiziert, therapiert oder behandelt. Ebenso wenig wird von Arztbesuchen, Medikamenteneinnahme Therapien oder operativen Eingriffen abgeraten. Es gibt keinerlei Verpflichtung, an Veranstaltungen oder Gruppentreffen des Freundeskreises teilzunehmen, so dass ich mich absolut frei fühle, zu einem Gruppentreffen zu gehen oder eben nicht. Dieser hundertprozentige individuelle Freiraum ist mir persönlich sehr wichtig.“

Armin Risi, Philosoph und Sachbuchautor, schreibt zur Person Bruno Gröning im Jahr 2009 folgende bemerkenswerte Zeilen: „Gröning kümmerte sich einzeln um die Menschen, aber angesichts des nicht enden wollenden Zulaufs sprach er auch hier, wie in Herford, zur Menge – ‚Meine lieben Heilungssuchenden, euer Flehen und Bitten zum Herrgott war nicht umsonst‘ –, und Blinde sahen plötzlich, Lahme konnten gehen, Krankheiten verschwanden. In einem besonders wundervollen Moment sangen alle Versammelten spontan ‚Großer Gott, wir loben Dich‘. Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen waren voll von Berichten. Es entstand sogar ein Filmreport, der in den Kinos gezeigt wurde – wo es ebenfalls zu Spontanheilungen kam. Die legendären ‚Massenheilungen‘ von Rosenheim waren ein Höhepunkt und auch Wendepunkt in Bruno Grönings Wirken, denn nun formierte sich eine massive Gegnerschaft.

Obwohl Bruno Gröning immer die Zusammenarbeit mit den Ärzten suchte, kam es zu weiteren Heilverboten, in den folgenden Jahren sogar zu einem Gerichtsprozess. (…) So konnte er fortan nur noch in kleinen Kreisen wirken. Aber auch dort wurde er behindert, hauptsächlich von vermeintlichen Helfern, die an ihm Geld verdienen wollten und deshalb von ihm zurückgewiesen wurden. Einige von ihnen schworen Rache und verbündeten sich mit seinen Gegnern. (…) In diesen Jahren kamen verlockende Angebote aus dem Ausland, und es wäre für Bruno Gröning ein Leichtes gewesen, reich und berühmt zu werden. Aus Amerika winkten die Dollars, wenn er sich auf eine Show- Tournee eingelassen hätte. Gröning widerstand allen Versuchungen und blieb in Deutschland, obwohl ihm dort konstant größte Hindernisse in den Weg gelegt wurden. Sein Plan, von Deutschland aus auch in anderen Ländern Heilstätten zu errichten, wurde vereitelt. 1958 wurde ihm durch ein Gerichtsurteil in ganz Deutschland jegliche Heileraktivität verunmöglicht. Anfang 1959 reiste er nach Paris und verstarb dort am 26. Januar 1959. Man fühlt sich an die alte Wahrheit erinnert: ‚Der Prophet im eigenen Land wird verkannt.‘ (Mt 13,57; Joh 4,44).“

Bruno Gröning machte den Zuhörern seiner Vorträge immer wieder deutlich: „Ich darf einem Menschen helfen, den Weg zum Guten zu finden, aber ich darf ihm die Entscheidung darüber weder abnehmen noch ihn etwa zum Guten zwingen. Es muss jeder seinen Weg selber finden.“ An diesem Grundsatz hat sich seit der Gründung des Bruno Gröning- Freundeskreises vor über 30 Jahren nichts geändert und wird sich auch in Zukunft nichts ändern.

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„Schöne Insel“ und „duftender Hafen“

Vorträge in Taiwan und Hongkong
Eine Reportage von M. Rechau, Siegburg

Es ist Ende März, 10 000 Meter unter meinen Füßen rauscht die russische Taiga vorbei: Ich sitze im Flugzeug und bin gespannt, was mich in den nächsten Tagen wohl erwartet. In einigen Stunden landet die Maschine in Shanghai, dort werde ich umsteigen. Ziel: Taipeh.
Ich bin tatsächlich auf dem Weg nach Taiwan, einem Stückchen Land von der Größe Baden-Württembergs vor der Ostküste Chinas im Pazifischen Ozean. „Ilha Formosa“ wurde es von portugiesischen Seefahrern genannt – „schöne Insel“. Üppige Wälder überziehen die Berge, Hügel laufen sanft ins Meer aus, und selbst die Straßen der Hauptstadt sind von Palmen gesäumt. So oder ähnlich präsentierte sich Taiwan jedenfalls auf meiner Suche nach Reiseinformationen.

Taiwan

Bei der Landung in Taipeh scheint es jedoch so, als sei ich nicht weit über Deutschland hinaus gekommen. Eine graue Wolkendecke hält jeden Sonnenstrahl zurück, der Pilot meldet 10 °C und es regnet in Strömen. Zu meinem Glück ist das Verkehrsnetz gut ausgebaut, und ich finde mich bald im Hauptbahnhof wieder. So komme ich nach einer Reise von 24 Stunden müde, aber voller Vorfreude im Hotel an.

Die Besucher des Ärztevortrags in Taipeh nahmen die Lehre Bruno Grönings sehr offen auf.

Am nächsten Tag treffen Frau Tenberg und das Ärzte-Ehepaar Knöringer im Hotel ein. Frau Tenberg betreut die Gemeinschaften* in ganz Südostasien. Herr Knöringer und seine Frau helfen in der Medizinisch- Wissenschaftlichen Fachgruppe des Bruno Gröning-Freundeskreises. Viele der mitarbeitenden Ärzte haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Menschen auf der ganzen Welt über Heilungen auf dem geistigen Weg durch die Lehre Bruno Grönings zu informieren. Sie kommen gerade aus Tokio, wo sie an drei Informationsvorträgen und einer Tagung des Freundeskreises teilgenommen haben. Japan war nach Malaysia und Süd-Korea die dritte Station ihrer diesjährigen Reise durch Südostasien. Bewegt schildern sie die Reaktionen der Menschen in Japan: „Die Freunde freuten sich so sehr, uns zu sehen. Sie hatten fast nicht damit gerechnet, dass wir kommen würden. Alle waren zutiefst gerührt.“
Wenig später komplettiert sich unser Team. Dixie Hansen, eine in Deutschland lebende Chinesin, ist extra für drei Tage nach Taipeh gekommen, um die Vorträge zu übersetzen.
Gemeinsam machen wir uns auf, um den Vortragsraum in der Universität zu finden. Gut bepackt nehmen wir gemeinsam mit mehreren hundert Taiwanern die U-Bahn in den Süden Taipehs.
Dort angekommen, traue ich meinen Augen kaum: eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung sitzen bereits die ersten Interessierten im Saal. Die Reihen füllen sich. Immer mehr Menschen kommen herein. Der Raum ist erfüllt von gespannter Erwartung.
Der interessierte Student zückt schon den Stift, um das Wichtigste mitzuschreiben, die Hausfrau neben ihm beendet ihr Telefonat, und die beiden älteren Herren ganz vorne warten geduldig auf den Beginn. Das Publikum ist breit gefächert, doch die Suche nach Gesundheit und Lebenssinn eint sie alle. Frau Tenberg berichtet über die Lehre Bruno Grönings und den Freundeskreis. Dr. Knöringer stellt Heilungsberichte vor, die durch medizinische Dokumente belegt sind.
Die Offenheit und das Interesse auf den Gesichtern steigern sich bis zum Schluss immer mehr. Klassische Musik erklingt, und die meisten Taiwaner nehmen das erste Mal am sogenannten Einstellen* teil, der Aufnahme der göttlichen Kraft. Erstaunte Blicke wandern von den eigenen Händen zum Bild Bruno Grönings, Tränen fließen.
Zum Abschluss werden die Zuhörer gefragt, ob sie etwas „spüren“ konnten. Eine Frau mittleren Alters ist gerührt: „Ich habe Kribbeln in meinen Händen gespürt. Bruno Gröning ist mir irgendwie vertraut. Mir ist, als kennte ich ihn.“ Nach dem Vortrag möchten viele der Anwesenden die Lehre näher kennen lernen. Die meisten von ihnen kommen am nächsten Abend wieder. Da solch reges Interesse herrscht, wird hier demnächst eine Gemeinschaft gegründet. Die erste in Taiwan.
Leichten Herzens und voller Vorfreude fahren wir am nächsten Tag zum Flughafen. Die schöne Insel verabschiedet sich mit einem malerischen Bild dunkler Bergkuppen, die aus dem Wolkenmeer auftauchen. Bis bald, Formosa!

Hongkong

Wir befinden uns im Landeanflug. Unter uns schimmert das grünliche Wasser des südchinesischen Meeres. Erst wenige Sekunden vor dem Aufsetzen scheint es, als schiebe sich die Landebahn unter das Fahrwerk.
Vom Flughafen geht es mit dem Schnellzug in einer halben Stunde ins Zentrum, einer dem chinesischen Festland vorgelagerten Insel. Ich bin erstaunt. Mein erster Eindruck der Umgebung ist anders als erwartet. Bäume säumen die Strecke.
Bald nähern wir uns doch dem geschäftigen Treiben des „duftenden Hafens“ – Hongkong. Auf Hongkong Island angekommen, laufen wir durch Häuserschluchten zum Hotel.
Am späten Nachmittag betreten wir den Vortragsraum im 22. Stock. Es ist faszinierend: Trotz der Höhe, in der wir uns befinden, sehe ich nur viele andere Gebäude und Betonwände, wenn ich aus dem Nordfenster schaue. In der anderen Richtung erhebt sich gleich hinter dem Haus ein bewaldeter Hügel mit Palmen, Akazien und Farnen.

Die Anwesenden folgen gespannt dem Ärztevortrag in Hongkong.

Mittlerweile ist es 18.20 Uhr, die ersten Besucher treffen ein. Mir bietet sich ein ähnliches Bild wie in Taipeh. Der Raum ist gefüllt, jeder noch so kleine Hocker wird genutzt. Ältere Damen, Jugendliche, Geschäftsmänner und auch eine Nonne sind gleichermaßen von dem Thema „Heilung auf geistigem Weg“ angezogen. Der Vortrag ist der gleiche wie in den anderen Städten; die Zuhörer wirken ebenso offen und interessiert wie die Taiwaner. Herr Tong, der den Raum zur Verfügung stellte, erklärt sich bereit, den Vortrag aus dem Englischen ins Kantonesische zu übersetzen. Ein Arzt, Dr. Tseng, löst ihn zwischendurch ab. Die Bereitwilligkeit und der Einsatz der beiden Männer beeindrucken mich.
Zum Abschluss fragt Frau Tenberg, wer etwas gespürt habe. Viele spürten Wärme und ein Kribbeln. Ein Mann erhebt sich: „Ich bin Qi-Gong-Lehrer und beschäftige mich schon lange mit dieser Kraft. Ich habe sie aber noch nie in einer solchen Intensität und Feinheit gespürt.“ Und mit dem Finger gen Himmel zeigend: „Sie kommt von dort oben.“
Aufgrund des regen Interesses der Hongkonger setzen wir zusätzlich zu dem Vortrag, den wir am nächsten Abend haben werden, zwei weitere Termine fest. So kommt es, dass am 31. März 2011 gleich drei Vorträge gehalten werden. Der erste beginnt um 11 Uhr, und obwohl die Menschen in dieser Stadt viel und lange arbeiten, sind fast alle Plätze besetzt. Nach einer kurzen Mittagspause geht es gegen 14.15 Uhr weiter, selbst jetzt sind nur wenige Plätze frei geblieben.
Der dritte Vortrag des Tages beginnt: Hinter der letzten Stuhlreihe stehen die Menschen gedrängt bis zur Tür und lauschen dieser für sie völlig neuen Lehre. Sie kommen nicht nur aus Hongkong, sondern selbst aus Macao und den anliegenden chinesischen Provinzen. Viele haben den Heilstrom* an ihrem Körper gespürt und möchten mehr erfahren.

In Taipeh wurden drei Vorträge mit Arzt über die Heilung auf geistigem Weg durch die Lehre Bruno Grönings gehalten

Gleich nach Beendigung der Veranstaltung verabschieden sich Frau Tenberg und Knöringers. Morgen beginnt die erste Tagung der Medizinisch-Wissenschaftlichen Fachgruppe in Sydney, Australien. Sie bitten mich noch, am nächsten Tag eine Gemeinschaftsstunde für die neuen Freunde in Hongkong abzuhalten, dann sind sie schon im Taxi.

Wenn man eine Reise tut ...

Es ist Freitag, der 1. April 2011, und ich werde die erste Gemeinschaftsstunde in Hongkong abhalten. Kein April-Scherz!
Einige Freunde sind gekommen. Ich frage, ob jemand übersetzen würde. Der Qi-Gong-Lehrer von gestern meldet sich und steht mir den ganzen Abend zur Seite. Viele Zuhörer spüren die enorme Kraft, die den Raum erfüllt. Sie bedanken sich von Herzen, dass wir gekommen sind.
Später gehe ich durch die Straßen Hongkongs. Reklameschilder und Wolkenkratzer leuchten um die Wette. Auch mein Herz leuchtet voller Glück und Freude. Die erste Gemeinschaft in China ist im Werden. Bis bald, duftender Hafen!

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