aus: Zeitschrift Bruno Gröning
11. Jahrgang - Winter 2008

Heilung von Bänderriss an Hinterpfote bei einem Hund

Blanche Botzkowitz, Gemeinschaft Colmar (Frankreich) über ihren 14 ½ jährigen Scottish Terrier "First"

Als First im Jahr 2004 plötzlich mit der rechten hinteren Pfote zu hinken anfing, standen wir vor einem Rätsel. Natürlich ist er schon ein recht betagter Hundemann, immerhin war er 14 ½ Jahre alt, typisch menschlich gedacht. Uns kam der Gedanke, ob er wohl altersbedingt so etwas wie einen Rheumaschub haben könnte. Als das Hinken auch nach zwei Tagen nicht aufhörte, ging ich sicherheitshalber mit ihm zum Tierarzt.

Scottish Terrier First nach der Heilung

Risiko Operation

Der Tierarzt stellte die Diagnose: Kreuzbandriss am rechten hinteren Bein. Die Aussichten, die er mir für meinen Hund eröffnete, behagten mir nicht. Aus seiner Sicht blieb eigentlich nur die Operation, doch in seinem hohen Hundealter bedeutet eine Anästhesie immer ein Risiko. In jedem Falle drohe auch eine Überbelastung des linken Beins, sobald nach erfolgreicher Operation das rechte Bein ruhiggestellt wäre, erklärte mir der Tierarzt sehr deutlich. Hierdurch könne es auch dort zu einem Kreuzbandriss kommen.

Ich bat um einige Tage Bedenkzeit. Der Tierarzt gab First noch eine schmerzlindernde Spritze und uns die Empfehlung mit auf den Weg, ihn einige Tage zu schonen.

Was ist die richtige Hilfe?

Was sollten wir tun? Sollten wir das Risiko eingehen? Warum sollte das, was dem Menschen hilft, nicht auch meinem Hund helfen? Also nahm ich intensiv den Heilstrom für meinen Hund auf. Das wiederholte ich an drei bis vier Tagen jeden Abend und bat dabei Bruno Gröning um Hilfe. Ich bat mit den Worten: "Du hast die Tiere und Pflanzen so geliebt, verhilf doch bitte auch meinem Hund First zur Heilung!"

First ist ein Scottish Terrier. Diese Hunderasse zeichnet sich durch einen kompakten Körperbau und kurze Beine aus und besitzt die Eigenschaft, eigenwillig zu reagieren. Diese Hunde sind wegen ihres Körperbaus besonders für die Jagd auf Füchse und Wiesel geeignet. Daraus ergibt sich ein Bewegungs- und Erkundungsdrang, den ich zu bändigen hatte. In diesen Tagen aber liess ich, wie der Tierarzt es geraten hatte, First nur wenig laufen - nur um sein "Geschäft" zu machen. Nach dem vierten Tag hinkte First weniger. Noch ein paar Tage später - zum Wochenende hin - ging er wieder ganz normal, seine Schnauze war wieder feucht. Es geht ihm heute bestens, und er macht alle Spaziergänge mit wie zuvor.

Heilungen und Hilfen bei Tieren

Tiere können den Heilungsprozess mit Gedanken nicht stören, wie Bruno Gröning es beschrieb. Er sagte: "Ein Tier muss ein Tier bleiben!", und erklärte weiter: "... Das Tier steht heute weit über dem Menschen. Warum? Weil es seinen tierischen Instinkt behalten hat. Vom Tier kann der Mensch noch lernen!"

Tierärzte im Bruno Gröning-Freundeskreis erleben, wie Tiere auf verstärkte Zuwendung positiv reagieren, sich entspannen und dadurch der Heilungsprozess unterstützt wird.

Erstaunlich ist das Phänomen, wenn Menschen sich, wie in diesem Bericht geschildert, für ihre Tiere einstellen, also geistig eine Kraft (den Heilstrom) aufnehmen, ohne den Hund dabei zu berühren; und das noch zu Tageszeiten, an denen die Tiere gar nicht in der Nähe der Menschen sind oder schlafen. Und es wirkt!

Bruno Gröning: "Die Gesundheit ist das Kostbarste, was man einem Menschen, genauso auch auf der anderen Seite einem Tier oder aber auch dem pflanzlichen Leben geben kann."

Tierärztlicher Kommentar

Ein Kreuzbandriss verursacht eine schmerzhafte Gelenkinstabilität, die zur Lahmheit (Hinken) von First führte. Ohne eine Operation stabilisiert sich das Gelenk im Laufe der Zeit nur zum Teil durch eine einsetzende Kapselfibrose. Das andere Bein wird dann kompensatorisch überbelastet und könnte so innerhalb eines Jahres auch einen Kreuzbandriss aufweisen. Die Lahmheit wird zunächst geringer, doch die verbleibende Instabilität kann zur Schädigung der Menisken und des Gelenkknorpels führen, so dass sich in der Folge eine Arthrose entwi¬ckeln kann. Dass der 14 ½ Jahre alte Scottish Terrier First eine Woche nach Diagnosestellung völlig lahmfrei war und es geblieben ist, ist aus tierärztlicher Sicht nicht zu erklären.