Erfahrungsbericht eines Arztesvon Dr. med. Matthias Kamp"Ich glaube, dass Heilen auf nicht-materiellem Weg, durch geistige Methoden, eine Zukunft ungeahnter Möglichkeiten hat. Und ich glaube, dass ihr Bereich allmählich über das, was wir heute, zu Recht oder Unrecht, als funktionell bezeichnen, hinauswachsen und auch alles Organische umschliessen wird. Ich sehe die Morgenröte einer neuen Zeit vor mir aufleuchten, in der man gewisse chirurgische Eingriffe, z.B. an inneren Gewächsen, als blosse Flickarbeit ansehen wird, voller Entsetzen, dass es überhaupt einmal ein so beschränktes Wissen um Heilmethoden gab. Dann wird kaum noch Raum sein für althergebrachte Arzneimittel. Es liegt mir fern, die moderne Medizin und Chirurgie irgendwie herabzusetzen, ich hege im Gegenteil grosse Bewunderung für beide. Aber ich habe Blicke tun dürfen in die ungeheuerlichen Energien, die der Persönlichkeit selbst innewohnen, und in solche von ausserhalb liegenden Quellen, die unter gewissen Bedingungen durch sie hindurchströmen und die ich nicht anders als göttlich bezeichnen kann. Kräfte, die nicht allein funktionelle Störungen heilen können, sondern auch organisch bedingte, die sich als blosse Begleiterscheinungen seelisch-geistiger Störungen herausstellten." Prof. Dr. med. Carl Gustav Jung (1875-1961) EinleitungMit etwas Glück kann man in den Vorlesungen im Fach "Geschichte der Medizin" etwas von der "Vis Vitalis", der "Lebenskraft", hören. Sie ist für die moderne Medizin unserer Tage ein Relikt vergangener Jahrhunderte geworden, zuletzt in der romantischen Medizin des 19. Jahrhunderts Gedankengut vieler Ärzte. Ihre Existenz, in den Überlieferungen aller hohen Kulturen älterer Zeit und in den Büchern der Weltreligionen beschrieben, gehört nicht zum Unterrichtsstoff des werdenden heutigen Arztes. Er, dessen Beruf es sein wird, Leben zu retten und zu schützen, wie im Eid des Hippokrates in schönen Worten beschrieben, hat keinen Zugang mehr zur Kraft des Lebens und kennt ihre Gesetze nicht mehr. "Wahre Wissenschaft und wahre Religion sind eins", sagte einmal ein grosser Denker, doch der Arzt von heute hat alles priesterliche zumeist verloren. Seine Aufgabe gilt dem Körper, das Heil der Seele wird dem Priester zugeordnet. Doch der Mensch ist nicht zu trennen in Seele und Körper. Sie sind tief ineinander verwoben. Die Bedeutung der seelisch-geistigen Einstellung des Menschen auf den Gesundheitszustand des Körpers wird durch Psychosomatik und durch die Erkenntnisse einer neuen Subdisziplin der Medizin, der Psychoneuroimmunologie, immer deutlicher. Dennoch missachten viele Ärzte diese fundamentalen Zusammenhänge, erschlagen ihre Patienten mit Diagnosen und unheilvollen Prophetien über Krankheitsverläufe und reduzieren ihr Bild vom Menschsein auf eine bedingt reparaturfähige Körpermaschine. Die Folgen dieser Entwicklung zu einer gottlosen, materialistischen Medizin, deren Vertreter nur noch selten einen Bezug zum Höheren im Menschen, zu der Kraft, durch die Heilung eigentlich entsteht, haben, sind katastrophal. Trotz ständig steigender finanzieller Aufwendungen für das Gesundheitswesen, die zum Beispiel 1992 in der Bundesrepublik Deutschland die 300 Milliardengrenze überstiegen, sprechen die Statistiken der Krankenkassen eine ernüchternde Sprache. In den letzten Jahren in allen Bereichen steigende Krankheitsfallzahlen dokumentieren eindrucksvoll die Sackgasse einer jahrzehntelangen Entwicklung, die sich weit vom Leben und ihren Gesetzen entfernt hat. Im Hintergrund dieser Entwicklung ist das wachsende Interesse in der Bevölkerung nach unkonventionellen Wegen zur Heilung nur zu verständlich. Doch durch die mangelnde Flexibilität der etablierten Medizin, sich den wertvollen Wegen zur Heilung jenseits der Schranken der Schule vorurteilslos zu öffnen, entsteht eine Grauzone im Randbereich des wissenschaftlich Anerkannten, in der manch ein Scharlatan oder sogenannte Heilssekten mit zwielichtigen Zielen ihr Unwesen treiben können. Ein jeder, der jahrelang unter Schmerzen gelitten hat oder ärztlicherseits als unheilbar abgestempelt wurde, verliert an Kritikfähigkeit und vertraut sich schnell blind den Erstbesten, wenn auch mysteriösen Heilsangeboten an. Der seelische und materielle Ruin der Betrogenen wird oft in den Medien pauschalisiert dargestellt und so durch das abschreckende Verhalten der schwarzen Schafe die gesamte Heilerszene in Misskredit gebracht. Manche Presseveröffentlichungen dienen darüber hinaus noch dazu, anhand der detaillierten Darstellung abschreckender Einzelschicksale das Phänomen der geistigen Heilung als mittelalterlichen Aberglauben weltfremder Aussenseiter zu diffamieren. Auf der anderen Seite werden sogenannte Wunderheilungen in unseriöser Weise spektakulär ohne jegliche nüchterne Distanz publiziert. Dem Interesse der Kranken dient aber keine der beschriebenen Strategien. Nur eine vorurteilslose, nüchterne Prüfung mit Hilfe der anerkannten medizinischen Diagnostika kann über die Realität von geistiger Heilung urteilen. Was ist aber nun geistige Heilung? Wo liegen die Chancen, aber auch die Grenzen dieses Weges zur Heilung? Wie kann man Echtes und Falsches unterscheiden? Sind Heilungen medizinisch nachprüfbar? Kann man bei den Heilungen Gesetzmässigkeiten einer bisher noch nicht bekannten Kraft beobachten, oder sind Heilungen zufällige Ereignisse? Persönliche EindrückeSchon während meines Studiums lernte ich durch mein Interesse an geistigen Thematiken und durch eine persönliche Not getrieben, unterschiedliche, geistige Strömungen aus Ost und West kennen. Unter anderem stiess ich auch auf den Bruno Gröning-Freundeskreis. Bruno Gröning (1906-59), wurde in den 50er Jahren in Deutschland durch grosse Heilungen bekannt. Er, der in der jungen Bundesrepublik den ersten Vorstoss für eine Umkehr und Erneuerung des Gesundheitswesens durch die Heilung auf dem geistigen Wege gesetzt hatte, schuf durch sein Wirken eine Grundlage, die bis heute immer mehr Menschen den Zugang zur geistigen Heilung eröffnet. Der Name Gröning war mir aber zu der Zeit nicht bekannt, doch mein Interesse an dieser Gruppe liess mich eine Gemeinschaftsstunde (= Zusammenkunft) des Freundeskreises besuchen. Die dort beschriebene "göttliche Kraft" oder auch "Heilstrom", wie Gröning die geistige Heilkraft nannte, wurde mir gefühlsmässig nicht wahrnehmbar. Sie blieb graue Theorie. Doch liess ich mich von meiner offensichtlich mangelnden Sensibilität, diese Kraft wahrzunehmen, nicht abschrecken, sondern ging dazu über, mich nach den Worten Grönings zu Hause regelmässig auf diese Kraft "einzustellen", d. h., mich ihr zu öffnen. Ausser einer subjektiven Beruhigung nahm ich in den ersten Wochen nichts wahr. Dann bemerkte ich mehr und mehr ein angenehmes Kribbeln und Pulsieren, das erst nur Hände und Füsse, später dann auch den ganzen Körper erfasste. Grönings Bezeichnung "Heilstrom" kam der gefühlsmässigen Wahrnehmung sehr nahe. Es lag tatsächlich der Vergleich mit einem feinen elektrischen Strom auf der Hand, nur dass die Empfindungen sehr angenehmer Natur waren. Das Wahrnehmen von Kribbeln und von Wärme- und Kälteempfindungen lässt natürlich noch lange nicht mit einiger Sicherheit auf die Wirkung einer höheren Kraft schliessen. Begegnet man doch diesen Empfindungen auch im autogenen Training u. a. Entspannungstechniken und sogar bei psycho-vegetativen Störungen. Jeder erfahrene Fachkollege wird sofort diese Bilder damit verbinden und Heilerfolge, die im Rahmen eines solchen Erlebens geschildert werden, als blosse Beseitigung somatisierter, (d. h. zum körperlich spürbaren Symptom geworden) psychischer und hysterischer Störungen an einzelnen Personen zu erklären wissen. So erfreulich solche Phänomene für die Betroffenen sind, so geschehen sie doch auch in der Praxis erfahrener Psychotherapeuten und bei menschlich einfühlsamen Ärzten. Doch kurze Zeit später konnte ich mich an eindrucksvollen Heilungen im Bruno Gröning-Freundeskreis aus meiner ärztlichen Sicht überzeugen, dass tatsächlich etwas mir bisher Unbekanntes, eine besondere Kraft wirken musste, um derartiges möglich werden zu lassen. Bruno Gröning ein ungewöhnlicher MenschWenn selbst in den 90er Jahren der geistigen Heilung noch oft mit grossem Misstrauen und Unverständnis begegnet wird, so kann man sich vorstellen, mit welchen Schwierigkeiten Bruno Gröning (1906-59) zu kämpfen hatte. 1906 in Danzig geboren, ging schon in der Kindheit eine besondere Kraft von ihm aus, die sich in einer Vielzahl von Heilungen zeigte. Das Besondere um den jungen Zimmermann setzte sich auch in späteren Jahren fort. Arbeitskollegen verwunderten sich über seine Uneigennützigkeit und besonderen Fähigkeiten, immer wieder geschahen Heilungen. Als man ihn in den Krieg einziehen wollte, kostete ihm die Aussage, dass er keinen Menschen töten wird, beinahe vorm Kriegsgericht das Leben. Als Kriegsgefangener ist sein Name bis heute in Russland bekannt, als ein Deutscher namens Bruno, durch den bei Kriegsgefangenen und den russischen Wächtern erstaunliche Heilungen geschahen. 1949 kam er nach Herford/Westfalen. Der Herforder Ingenieur Hülsmann hatte ihn in sein Haus gebeten, wegen seines Sohnes Dieter, der aufgrund einer schweren Muskeldystrophie (Erbleiden mit ständigem Untergang von Muskelgewebe) bettlägerig war. Gröning kam ins Haus, und Dieter konnte wieder laufen. Tief bewegt von dem Erlebten, machte der Vater die Heilung publik, und kurze Zeit später standen bis zu 5.000 Menschen vor dem Haus am Wilhelmsplatz 7 und baten um Heilung. Ähnliches wiederholte sich im August 1949 in Rosenheim bei München, doch dort waren es bis zu 30.000 Menschen. Es traten viele Heilungen auf, Blinde wurden sehend, Lahme verliessen ihre Rollstühle. Nachstehend einige Beispiele, die von mitarbeitenden Ärzten in der Menge der Heilungssuchenden aufgenommen wurden:1
Dennoch erwirkte jedesmal die örtliche Medizinalbürokratie ein Heilverbot, da Bruno Gröning keine behördliche Erlaubnis zum Heilen habe. Dieses Heilverbot verfolgte ihn bis zu seinem Lebensende. In einer wissenschaftlichen Prüfung des Wirkens Grönings in der Universitätsklinik Heidelberg unter Schirmherrschaft des bekannten Neurologen Prof. Weizsäcker konnten die Heilungen bestätigt werden. Vor den Augen der Wissenschaftler verschwanden medizinisch unheilbare Krankheiten, ohne dass eine Erklärung gefunden werden konnte. Doch es kam zu keiner Zusammenarbeit. Beständig suchte Bruno Gröning Wege, um gegen alle äusseren Widerstände, die zumeist aus Neid und Unverständnis gewachsen waren, Menschen zu helfen. Schliesslich kam es Mitte der 50er Jahre zur Gründung von Gemeinschaften, in denen an verschiedenen Orten Heilungssuchende zusammenkamen und Gröning als Vortragenden einluden. Dennoch fand er keine Ruhe. Mit allen Mitteln wollte man ihn ausschalten, zettelte Prozesse wegen unerlaubten Heilens an, tat alles, sein Wirken zu verhindern. Ein Urteil wurde nie gesprochen, am 26.01.1959 verstarb Gröning in Paris nach jahrelangem Kampf um die Anerkennung der Heilung auf dem geistigen Wege. Der Bruno Gröning-FreundeskreisFrau Grete Häusler (1922 - 2007) erlebte im Jahre 1950 während eines Vortrags von Bruno Gröning in München eine spontane Heilung von immer wiederkehrenden Unterzuckerungen, einem schweren Leberschaden nach Gelbsucht und chronischen Stirnhöhlenvereiterungen. Anschliessend beobachtete sie Heilungen bei Menschen, denen sie nur von Bruno Gröning und ihren Heilungen berichtete. Auch nach dem Tode Grönings spürte sie weiterhin den Heilstrom. Als ihre am linken Auge durch eine Embolie erblindete Putzfrau durch Aufnahme dieser Kraft gesundete, wurde ihr klar, dass die Heilungen weitergeschehen. Sie sah es als ihre Pflicht an, dieses Wissen um die Aufnahme der Heilkraft weiterzugeben und baute in den folgenden Jahren weltweit hunderte von Gemeinschaften im Sinne Bruno Grönings auf. Der Bruno Gröning-Freundeskreis, den sie ins Leben rief, zählt mittlerweile zu den grössten Vereinigungen für geistiges Heilen weltweit. In fast allen Staaten Europas, in vielen Staaten der GUS bis tief nach Sibirien, in den USA, Afrika, Australien, China und Japan, überall finden sich Gemeinschaften. Gemäss dem Vorbild Bruno Grönings trägt sich die gesamte Arbeit nur durch Spenden, alle Helfer arbeiten freiwillig und unentgeltlich aus Dank für erlebte Hilfen und Heilungen mit. In vorbildlicher Weise wird die Freiheit des Menschen gewahrt, denn es gibt weder vereinsmässige noch rechtliche, noch konfessionelle oder religiöse Bindungen. Es bedarf keines Heilers, es geschieht keine Behandlung, der Heilungssuchende kann kostenlos aus sich selbst durch die bewusste Aufnahme der Kraft nach der Lehre Bruno Grönings gesund werden. Dabei widerspricht die Aufnahme der Heilkraft keiner begleitenden ärztlichen Therapie. Geistige Heilung durch apperative Methoden beweisbarDer erste Erfolgsbericht, mit dem ich konfrontiert wurde, ist mir auch heute noch in guter Erinnerung. Hans R. (70) litt seit Jahren unter Herzschmerzen, die nach links, z.T. bis in den Arm ausstrahlten und besonders bei körperlicher Belastung auftraten. Ständig führte er ein Fläschchen des Herzmittels "Nitrolingual" mit sich, das bei Schmerzen mehrmals täglich zum Einsatz kam und zum Verschwinden der Beschwerden führte; zusätzlich waren noch mehrere Herztabletten erforderlich. Ärztlicherseits wurde eine koronare Herzerkrankung festgestellt, die sich deutlich in einem Belastungs-EKG widerspiegelte. Im Befund des untersuchenden Internisten heisst es: "Zusammenfassend sind die vom Patienten geklagten Beschwerden sicherlich auf eine Belastungskoronarinsuffizienz (d.h. Durchblutungsstörungen der Blutgefässe des Herzenz [Anm. d. Verf.]) bei koronarer Herzkrankheit zurückzuführen. Die elektrokardiographischen Veränderungen (d.h. die Veränderungen im EKG [Anm. d. Verf.]) sind typisch."2 Hans R. äusserte sich in seinem Erfolgsbericht dazu: "Die Schmerzen traten besonders bei Belastung und Aufregung auf. Der Schmerz, wenn er stärker war, strahlte in den linken Arm aus. Ich konnte in den letzten Jahren, bevor ich mit der Lehre Bruno Grönings in Berührung kam, nicht einmal ein halbes Stockwerk ohne Pause gehen, ich musste zwischendurch stehenbleiben, weil Luftnot und Herzschmerzen auftraten."3 Zusätzlich quälten ihn seit 25 Jahren Kopfschmerzen, die ärztlicherseits auf Verschleisserscheinungen der Halswirbelsäule zurückgeführt wurden. Wenn die Schmerzen besonders stark wurden, nahm er manchmal bis zu zehn Stück des Schmerzmittels "Prontopyrin", was für kurze Zeit eine Linderung bewirkte. Seit Jahrzehnten immer wieder auftretende Stirnhöhlenvereiterungen, die im Abstand von zwei Jahren eine Spülung erforderten, taten das ihrige dazu, um die Kopfschmerzen zu verschlimmern. Zu Beginn der 70er Jahre traten Rückenschmerzen (ärztliche Diagnose: chronische Lumbalgie) auf. In seinem Erfolgsbericht schrieb mir Hans R.: "Sie kamen von der Kreuzgegend und zogen oft noch in das rechte Bein. Dauernd spürte ich ein unangenehmes, schmerzhaftes Gefühl im Rücken. Die Schmerzen wurden stärker, wenn ich mich bewegte, besonders wenn ich mich bückte, schwere Lasten trug oder wenn ich längere Strecken gegangen war. Traten heftige Schmerzen auf, musste ich jede Bewegung einstellen, legte beide Hände auf das Kreuz, bis nach einiger Zeit der Schmerz gelindert wurde. Ich nahm viele Schmerzmittel, unter anderem auch so starke Medikamente wie Felden 20 oder Butazolidin. Die Medikamente brachten zusammen mit Fango, Massagen und Bestrahlungen Linderung, aber kurze Zeit später waren die Schmerzen wieder genauso stark. Die Ärzte stellten Abnutzung der Bandscheiben im Lendenwirbelbereich fest und Verschleiss der Wirbelsäule. Infolge meiner Belastungen wurde ich eineinhalb Jahre vor meiner Rente arbeitsunfähig geschrieben. Von Heilung war keine Rede. Mein Orthopäde hatte mir vor Jahren schon gesagt: Damit müssen Sie leben."4 Dazu litt er nach einer Brustquetschung mit Lungenriss im Krieg seit 1942 an Schmerzen in der Lunge. Es mag nicht verwundern, dass Hans R. bei den o. a. Krankheiten eine chronische Magenschleimhautentzündung entwickelte, die sich über zehn Jahre hinweg ein- bis zweimal im Jahr in Form von ausgeprägten Magenschmerzen zeigte und zur Diät zwang. Auch die Schlafstörungen, die sich seit ungefähr 1946 bemerkbar machten und dazu führten, dass er oft nachts wieder erwachte und dann stundenlang nicht mehr einschlafen konnte, werden vor diesem Hintergrund verständlich. In der allgemeinärztlichen Praxis begegnet man häufig Patienten in diesem Alter mit einem vergleichbaren Katalog der unterschiedlichsten, nicht heilbaren Leiden. Es liegen meist chronisch degenerative Erkrankungen vor, mit denen der Patient üblicherweise auf Dauer zurechtkommen muss. Um so erstaunter war ich aber, als ich erfuhr, dass Hans R. nach Einführung in die Lehre Bruno Grönings, also nach Aufnahme der Heilkraft, gesundete. Kurze Zeit danach war er, wie er mir berichtete, von jahrelangen Herzschmerzen befreit, er brauchte das "Nitrolingual" und die anderen Herztabletten nicht mehr. Er kann nun, was über Jahre undenkbar war, ohne Pause mehrere Stockwerke bewältigen. Er unternahm sogar ausgedehnte Wanderungen im Schwarzwald und in Österreich ohne Beschwerden. Selbst das Tanzen, ein Herzenswunsch von ihm, ist in seinem Alter wieder möglich geworden. Auch die Kopfschmerzen und die regelmässigen Stirnhöhlenvereiterungen verschwanden, seit er den Heilstrom aufgenommen hat, sie sind einfach nie wieder aufgetreten. Zu der Heilung von den Rückenschmerzen äusserte sich Hans R. in seinem Erfolgsbericht wie folgt: "Der Rücken ist frei von Schmerzen. Ich kann wieder im Garten arbeiten, ich kann mich bücken, ohne dass Schmerzen auftreten. Ich habe keine Schwierigkeiten mehr, vom Bett oder vom Stuhl aufzustehen. Massagen, Fango, Bestrahlungen und schmerzstillende Spritzen brauche ich nicht mehr."5 Die Schmerzen in der Lunge sind verschwunden, am Magen sind keine Beschwerden mehr aufgetreten. Er kann alles essen und muss jetzt, wie er schreibt, vielmehr darauf achten, dass er nicht zu dick wird. Da alle Schmerzen und Ängste verschwunden sind, kann er wieder, wie er mir sagte, "wie ein Murmeltier schlafen". Für mich als werdender Arzt, damals nach dem 1. Staatsexamen, war diese Heilung nicht zu begreifen. Hier liegt von medizinischer Seite eine offensichtliche Unmöglichkeit vor. Ich bemühte mich dem Fall nachzugehen, forderte ärztliche Befunde an und veranlasste eine ärztliche Nachuntersuchung. Ein erneutes Belastungs-EKG bestätigte die persönliche Beobachtung von Hans R. über die wiedergewonnene Belastungsfähigkeit. Bei Ausbelastung mit 125 Watt fand sich, so der Befundbericht des nachuntersuchenden Arztes, "kein Hinweis für Repolarisationsstörungen im Sinne einer koronaren Herzerkrankung".6 Durch diese erste, mir bekannt gewordene nachweisliche Heilung eines organischen Leidens auf dem geistigen Wege wurde mir die Bedeutung dessen, was sich im Bruno Gröning-Freundeskreis ereignet, erst richtig bewusst. Hier wirkte offensichtlich etwas, dessen Wirkung über die Beeinflussung psychischer oder somatisierter psychischer Störungen weit hinausgeht. Beeindruckt von diesem aussergewöhnlichen Geschehen, widmete ich mich intensiver den im Freundeskreis berichteten Heilungen und begann zusammen mit einem anderen Kollegen diese nach medizinischen Gesichtspunkten aufzunehmen. Im Zuge der Erfassung der unterschiedlichsten Heilungsverläufe bei verschiedensten, auch schweren organischen Leiden, stellte sich immer deutlicher heraus, dass die Heilungen keine Produkte eines "blinden Zufalls" sind. Es zeigte sich vielmehr, dass dem Heilungsablauf Gesetzmässigkeiten einer wirkenden Kraft zugrunde liegen, auf die Bruno Gröning zu Lebzeiten schon hingewiesen hatte. Die Lebenskraft die grosse Unbekannte in der modernen MedizinKurz nach der Geburt traten bei Raimund S. helle, übelriechende Stühle und Wassereinlagerungen (Ödeme) auf. Eine ärztliche Untersuchung zeigte einen deutlich erniedrigten Bluteiweissspiegel (2,6, normal 5,6-7,4g/dl).7 Nach Einweisung ins Krankenhaus stellte man durch eine Gewebeentnahme aus dem Dünndarm eine "intestinale Lymphangieektasie", eine angeborene Veränderung des Lymphgefässsystems des Darms fest.8 Das Kind verlor auf diesem Wege das 50fache der Norm an Eiweiss in den Darm.9 Durch Eiweissinfusionen und eine spezielle Diät, die lebenslang eingehalten werden muss, konnte Symptomfreiheit erreicht werden. Die Mutter sprach mit einer Bekannten über die schwere Erkrankung ihres Kindes. Diese hatte ein Mitgefühl, nahm ohne Wissen von Mutter und Kind die Heilkraft nach der Lehre Bruno Grönings für das Kind auf. Eindrucksvoll lässt sich die Heilung in den regelmässigen Laborkontrollen der Universitätsklinik in G. bis 1987 verfolgen.10 Hier liegt eine Nachbeobachtungszeit von 11 Jahren vor. Der Junge ist weiterhin gesund, benötigt bis heute keine Diät mehr. Nach einer Hirnblutung im Jahre 1976 blieb bei Frau K. (64) eine linksseitige Lähmung zurück. Alle therapeutischen Bemühungen konnten keine wesentliche Besserung bewirken.11 Mit einer Beinschiene und Krücke versehen war die Schwerbehinderte seitdem im wesentlichen ans Haus gefesselt. Eine zunehmende Depressivität, aufgrund der Aussichtslosigkeit der persönlichen Lage, steigerte sich bis im Jahre 1989 zu konkreten Selbstmordabsichten. An dieser Heilung wird die grosse Bedeutung einer objektiven Presseberichterstattung deutlich. Am Tag des geplanten Selbstmords im Oktober 1989 fiel Frau K. eine Veröffentlichung über geistige Heilung durch die Lehre Bruno Grönings in einer Zeitschrift in die Hände. Nur aufgrund dieses Artikels nahm sie sich nicht das Leben, sondern suchte Kontakt zum Freundeskreis. Eine Geheilte aus der Nähe erklärte ihr kurze Zeit später, wie sie durch die Aufnahme der Heilkraft nach der Lehre Bruno Grönings gesund geworden war. Fortan nahm Frau K. auch auf diese Weise die Heilkraft in sich auf. Es erfolgte keine Behandlung, es wurden keine speziellen Medikamente verabreicht, sie öffnete sich lediglich für sich zu Hause dieser Kraft. Knapp zwei Wochen später konnte sie Krücke und Beinschiene beiseite legen und benötigt diese Hilfsmittel seitdem nicht mehr. Zwei unabhängige Neurologen bestätigten in fachärztlichen Stellungnahmen das Verschwinden der schweren Lähmungen.12,13 Herr S. (41) wurde im Jahre 1986 zu Aufräumarbeiten von radioaktiv verseuchtem Material am Reaktor in Tschernobyl abgestellt. Einige Zeit später machte sich ein schwerer Strahlenschaden bemerkbar. Es traten Schmerzen in Armen und Beinen und eine ständig zunehmende Kraftlosigkeit auf, dass er nicht einmal mehr dazu in der Lage war, leichte Tätigkeiten zu verrichten. Dazu kamen eine zunehmende Konzentrations- und Gedächtnisschwäche bis zum fast völligen Verlust des Kurzzeitgedächtnisses. Er konnte sich keine Namen, Strassen usw. mehr merken. Auch an Ereignisse, die nur kurze Zeit zuvor geschehen waren, erinnerte er sich nicht mehr. Das Lesen fiel ihm sehr schwer; um den Inhalt einer Buchseite sinngemäss ungefähr zu erfassen, brauchte er bis zu zwei Wochen. Dann traten regelmässige Bewusstseinsausfälle dazu. Trotz unterschiedlichster ärztlicher Therapien und Besuche bei Heilern (z. B. Kaspirowski) kam es zu keiner Besserung. In einem ärztlichen Gutachten aus dem Jahre 1992 heisst es: "Vegetativ vaskuläre Dystonie. Organische Schädigung des Grosshirns mit asthenischen Störungen und Gedächtnisschwäche. Chronische Gastroduodenitis. Erkrankungen durch die Arbeiten zur Beseitigung der Folgen des Reaktorunfalls in Tschernobyl.14" 1993 war er bettlägerig, 15 seiner damaligen Kollegen waren bereits verstorben. Im November erfuhr er von der Lehre Bruno Grönings. Nachdem er die Gesundung seiner Frau miterlebt hatte, nahm er auch für sich den Heilstrom auf. Seit April 1994 wurde der Zustand immer besser, und seit Mitte 1994 sind alle Beschwerden verschwunden. Es treten bis heute keine Bewusstseinsausfälle mehr auf, die Konzentrationskraft und das Gedächtnis sind wieder vorhanden. Er ist frei von der quälenden Müdigkeit und Kraftlosigkeit und kann seinem Beruf wieder nachgehen. Wenn man mit Kollegen über das Phänomen der geistigen Heilung spricht, so ist häufig der erste Einwand, dass dies doch durch die Erkenntnisse der Psychologie gut zu verstehen sei. Geistige Heilung sei als eine Wirkung von Auto- und Fremdsuggestion leicht zu durchschauen und vermeintliche Heilungen würden nur bei psychischen oder psychogen überlagerten Leiden eintreten. Heilungen klassischer organischer Leiden werden rundweg ausgeschlossen, die Existenz einer heilenden Kraft bestritten. Zieht man die angeführten medizinisch gut dokumentierten Heilungen in Betracht, so stellt sich geistige Heilung ganz anders dar: Im ersten Fall lag ein organisches, angeborenes Leiden vor, weder Mutter noch Kind wussten von der geistigen Einflussnahme der dritten Person. Hier kann mit Sicherheit keine suggestive Beeinflussung vorgelegen haben. Dennoch ist nachweislich eine Heilung eingetreten, die bis heute, d. h. schon über 11 Jahre anhält. Um diesen Verlauf, der kein Einzelfall ist, erklären zu können, muss man doch annehmen, dass es eine heilende Kraft gibt, die von Mensch zu Mensch auch über eine räumliche Distanz weitergegeben werden kann. Im zweiten Fall lag eine Grosshirnschädigung nach Hirnblutung vor. Bekannterweise regenerieren sich Nervenzellen nicht, und damit liegt eine irreparable Schädigung vor. Umso erstaunlicher ist die beschriebene Rückbildung der über 13 Jahre bestehenden Lähmungen nach 10 Tagen. Besonders eindrucksvoll stellt sich in diesem Rahmen die Heilung der schweren Strahlenschädigung nach Aufenthalt im Gebiet des Reaktors von Tschernobyl dar. Mit dem bisherigen medizinischen Wissen sind diese Verläufe nicht zu erklären. Man muss annehmen, dass der Mensch mehr als der makroskopisch und mikroskopisch sichtbare Körper ist. Man muss höhere Ebenen im Menschsein annehmen, auf die eine bisher nicht bekannte Kraft einzuwirken imstande ist. Schon in der alten chinesischen Medizin sprachen die Ärzte von einer Lebenskraft (Chi), die den Körper des Menschen versorgt. Diese Lebenskraft oder auch Vitalenergie fliesst im Körper auf ganz bestimmten Wegen, den sogenannten Meridianen, zu den einzelnen Organen. Krankheit entsteht, so sahen es die chinesischen Ärzte, durch Störungen im Fluss dieser Kraft. Der Gedanke von dieser Lebenskraft findet sich auch in der indischen Philosophie wieder. Die indischen Weisen wussten, dass es ein Urlicht (Prana) gibt, das der Mensch in sich aufnehmen kann. In diesem erkannten sie die Lebenskraft des Menschen. Der grosse Arzt der beginnenden Neuzeit, Paracelsus, vertrat die Auffassung, es handle sich bei der Lebenskraft um ein nicht sichtbares, geistiges Ordnungsprinzip, dessen sinnvoll aufbauendes Wirken auf einen intelligenten Ursprung (Gott) zurückgehe. Bruno Gröning sprach in einem Vortrag darüber, wie falsch die Vorstellung vieler Menschen ist, die glauben, allein durch Essen und Trinken ihren Körper erhalten zu können. Er führte das Beispiel eines Gelähmten an, der zwar mit grossem Appetit essen kann und auch genügend trinkt, aber doch durch die ausreichende Nahrungsaufnahme nicht erreicht, dass sich seine gelähmten Glieder wieder bewegen: "Aber hier liegt doch der Beweis für mich schon immer, aber für Sie , dass Essen und Trinken ihm nicht die Kraft in das Bein gibt, nicht das Leben da hineinführt, da gehört etwas anderes hinein, da gehören die Energien hinein. [...] Da muss Leben hinein! Und dagegen sperrt sich der Mensch.15" Die Grundgesetzmässigkeiten im Wirken der Heilkraft"Ich bin nichts, der Herrgott ist alles." "Der grösste Arzt aller Menschen ist und bleibt unser Herrgott." "Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft."16 In diesen drei Zitaten Bruno Grönings verbirgt sich das ganze Wesen geistiger Heilung. Gott ist das Leben selbst. Er sendet Seine Kraft, die Lebenskraft, die alles ins Leben gerufen hat und erhält, der Mensch muss lernen, sie wieder bewusst in sich aufzunehmen. Der Mensch ist mehr als der materielle Körper, er ist ein Geist, hat eine Seele und lebt für dieses Leben in einem Körper, mit der Aufgabe, ihn gesund zu erhalten. Zu einem gesunden Leben bedarf er nicht nur der materiellen Nahrung, sondern auch der geistigen Kraft. Diese Kraft nannte Gröning, wie schon erwähnt, "göttliche Kraft" oder auch "Heilstrom". Sie ist es, die hilft und heilt, niemals der Mensch. Ein Mensch kann nur ein Mittler sein. So sah sich Bruno Gröning nicht als Heiler, sondern als Vermittler. Dabei grenzte er sein Wirken deutlich von der üblichen Heilkunde ab. Er wehrte sich dagegen, sein Tun als eine Behandlung von Krankheiten misszuverstehen, und verbat sich von den Heilungssuchenden, ihm gegenüber auch nur mit einem Wort über ihr Leiden zu sprechen. Er wollte lediglich seine Zuhörer aufklären und ihnen helfen, die Verbindung zu der heilenden Kraft wieder zu finden, um aus sich selbst durch die höhere Hilfe die Heilung erleben zu können. Darum wies er persönlich jeden Dank von sich: "Danken Sie nicht mir, sondern dem Herrgott, Er hat es getan."17 Nie gab er Heilversprechen, niemals verbot er den Arzt, im Gegenteil, er rief dazu auf, Vertrauen zum Arzt zu haben. Immer wieder erbat er ärztliche Nachuntersuchungen. Eine Bezahlung wies er immer brüsk ab, Heilung war ein Geschenk Gottes, das der Mensch niemals verlangen, am wenigsten aber bezahlen kann: "Nichts verlangen, sondern erlangen."18 Hier zeigt sich ein weiteres Grundgesetz geistiger Heilung. Eine bittende, demütige, gläubige innere Einstellung schafft die Voraussetzung für das Eintreten der Heilung, jegliches Verlangen schneidet die unsichtbare Verbindung zur höheren Kraft ab. Eine 35-jährige Mutter von fünf Kindern erkrankte an einem Rheuma, mit, laut Befund des behandelnden Internisten, "schwerem klinischem Verlauf".19 Gelenkschmerzen, Gelenkschwellungen, Rheumaknoten, beginnende Deformation der Fingergrundgelenke führten trotz antirheumatischer Therapie zu immer grösseren Beeinträchtigungen. Schwiegermutter und Ehemann mussten immer mehr Arbeiten im Haushalt übernehmen. Nach Kontakt mit der Lehre Bruno Grönings kam es durch die regelmässige Aufnahme der Heilkraft erst zu einem verstärkten Auftreten von Schmerzen und entzündlichen Schwellungen der betroffenen Gelenke. Diese anfängliche Verschlimmerung bildete sich jedoch bald zurück und seitdem sind keine Beschwerden mehr aufgetreten. Eindrucksvoll ist die Nachbeobachtungszeit von knapp 6 Jahren ohne Rezidiv. Aus ärztlicher Sicht von grossem Interesse ist aber auch die Tatsache, dass die Heilung nicht nur am Körper sichtbar ist, sondern sich in den Laborkontrollen widerspiegelt. (CRP, Rheumafaktor, BSG)20 Ferdinand D. litt seit seinem 16. Lebensjahr unter dauernden Magenschmerzen bei Magenschleimhautentzündungen mit immer wiederkehrenden Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren.21 Dabei ist eine erbliche Belastung ersichtlich: Sein Vater, zwei Brüder und alle Onkels litten unter dem gleichen schweren Leiden. Einer ist daran gestorben, einem anderen wurde 2/3 des Magens operativ entfernt und zwei erlebten schon einen Magendurchbruch (Perforation). Nach 28 Jahren chronischer Schmerzen kam er 1988 zum Bruno Gröning-Freundeskreis. Bei der Aufnahme des Heilstroms beobachtete er zu seinem grossen Erstaunen eine Veränderung der Schmerzen. Sie bestanden zwar weiterhin, waren aber stärker und traten nur in Abständen auf, während es sonst ein Dauerschmerz war. Einige Zeit später wachte er morgens mit besonders starken Schmerzen auf. Nach einiger Zeit bemerkte er ein starkes Kribbeln, das als wunderbar angenehmes Gefühl seinen Körper durchströmte. Es war so, als wenn er unter einer Dusche stünde. Danach waren alle Schmerzen verschwunden und bis heute, d. h. seit 8 Jahren nicht mehr aufgetreten. Geheilte berichteten mir immer wieder von einer mit der Aufnahme des Heilstroms einhergehenden Verschlimmerung oder Veränderung ihrer Beschwerden, dem Auftreten von Schmerzen oder heftigen Reaktionen, wie Erbrechen, Durchfall, Fieber u. a. m., denen meist nach einem mehr oder weniger langen Zeitraum die Heilung folgt. Bruno Gröning nannte die Reaktionen, die durch die einfliessende Heilkraft ausgelöst wurden, "Regelungen". Man kann in ihnen auch die äusseren Zeichen eines Umstellungsprozesses oder einer "Neuregulierung" gestörter körperlicher oder seelischer Funktionen erkennen. Gröning: "Der Regelungsschmerz muss sein. Es befürchten oft einzelne Menschen, wenn der Regelungsschmerz einsetzt, dass ein Rückfall eingetreten sei. [...] Einzelne wussten das wieder auszuschlachten und sagten: Statt gesund macht er die Leute krank. [...] Deswegen mache ich Sie aufmerksam, wenn der Regelungsschmerz kommt, das zu erdulden. Es passiert nichts Schlimmes, sondern nur, dass der Mensch gesund wird."22 Das Eintreten derartiger Reaktionen ist entgegen der Einstellung der meisten Menschen, die es gewohnt sind, Körperreaktionen dieser Art zu unterdrücken, ein gutes Zeichen. Der Heilungssuchende spricht auf die Heilkraft an, der "Reinigungsprozess" in seinem Körper hat begonnen. Dabei ist das Auftreten von Regelungen aber nicht zwingend, manch eine Heilung tritt ohne jegliche Regelungserscheinung ein, oder es kommt zu keiner so deutlichen Änderung der vorhergehenden Beschwerdesymptomatik. Einige Heiler berichteten mir in gleicher Weise unabhängig von dem Wissen Bruno Grönings von ähnlichen Phänomenen, und die Homöopathie kennt auch eine "Erstverschlimmerung", die oft der Heilung vorausgeht. Vom ärztlichen Standpunkt ist gerade das Phänomen der Regelungen besonders interessant. Zeigt sich doch hierin eine erkennbare Gesetzmässigkeit im Wirken der Heilkraft, die eine weitere Erforschung sinnvoll werden lässt. Dabei treten die Reaktionen als Folge der Aufnahme des Heilstroms oft in einer erstaunlichen Präzision genau an dem Organ auf, das geschädigt war. Anna K., deren Erfolgsbericht von einer Linksseitenlähmung nach Hirnblutung weiter oben beschrieben war, berichtete mir nach ihrer Heilung, dass sie nach Aufnahme des Heilstroms rechtsseitige Kopfschmerzen verspürt habe. Kurze Zeit später trat die Heilung ein. Sie ist medizinischer Laie und weiss nicht, dass die motorischen Nervenbahnen vom Grosshirn sich im Hinterkopfbereich in der Pyramidenbahnkreuzung kreuzen. So ist die verantwortliche Schädigung bei einer Linksseitenlähmung in der rechten Hirnhemisphäre (= Hirnhälfte) zu suchen. Grete Häusler (s. a. weiter oben) berichtete mir über plötzlich auftretende starke Kopfschmerzen und Schmerzen im Bereich von Leber und Bauchspeicheldrüse. Anatomisch passen die Reaktionen auch genau zu den vorbestehenden Leiden (chron. Stirnhöhlenvereiterungen, Leberschaden nach Hepatitis, rezidivierende (= immer wiederkehrende) Unterzuckerungen). Ähnlich bei der Heilung des Herrn S. aus Russland. Er erinnerte sich, immer bei Aufnahme des Heilstroms einen sehr starken Kopfdruck verspürt zu haben. Nach Eintreten der Heilung traten diese Reaktionen bei Aufnahme der Kraft nicht mehr auf. Auch bei den oben beschriebenen Heilungen der chronischen Polyarthritis (= Rheuma) und dem chronischen Magen- u. Zwölffingerdarm-geschwürsleiden sind die Heilungsreaktionen deutlich zu beobachten. Es ist hier nicht der Raum, die Zusammenhänge erschöpfend zu behandeln, doch werden, so meine ich, übergeordnete Gesetzmässigkeiten deutlich, deren Berücksichtigung in der Medizin vielen Menschen ein langes Leiden und einen frühen Tod ersparen könnte. Zusammenfassend sei noch gesagt: Anhand der mir vorliegenden Fakten ist die Existenz einer höheren Kraft zwingend anzunehmen. Diese Kraft vermag offensichtlich Regenerations- und Heilungsabläufe im Körper in Gang zu bringen, die vorher unmöglich schienen. Demjenigen, der sich ihr zu öffnen weiss und mit den Gesetzmässigkeiten ihres Wirkens vertraut ist, kann sie auf wunderbare Weise zur Gesundheit verhelfen. Auch kann ein Mensch durch eine gläubige Bitte sie offensichtlich seinem Nächsten oder auch Tieren und Pflanzen zukommen lassen. Ihr Wirken an Mensch, Tier und Pflanze ist durch objektive, apparative Methoden beweisbar. Ihre Herkunft bleibt der wissenschaftlichen Recherche verborgen und ist allein durch das Gefühl im Herzen erkennbar. Textstellennachweise:
FragenEin Teil der aufgeführten Fragen und Antworten sind aus Interviews aus dem internationalen Pressespiegel entnommen.Warum beschäftigen Sie sich als Arzt mit geistiger Heilung?Kamp: Ich arbeite in der Notaufnahme eines Spitals und schätze dort die Möglichkeiten der Schulmedizin. Realistischerweise sehe ich aber auch ihre Grenzen, vor allem bei chronischen Krankheiten. Ich sehe Leiden, das nie endet. Da ist es doch meine Pflicht als Arzt, im Interesse der Patienten über die Grenzen der Schulmedizin hinauszusehen. Wie funktioniert geistige Heilung?Kamp: Geistige Heilung ist das Natürlichste überhaupt und hat nichts mit Okkultismus oder Mystik zu tun. Geistige Heilung geschieht durch die bewusste Verbindung des Menschen mit der Kraft, die ihn geschaffen hat. Bruno Gröning sagte: "Es hilft, es heilt die göttliche Kraft." Nicht der Mensch heilt, sondern die höhere Kraft, die der Hilfesuchende in sich aufnehmen kann. Es ist wie bei einer Pflanze, die im Keller steht Sie bekommt zwar Wasser und Dünger, wird aber dennoch braun und krank. Stellt man dieses braune, unansehnliche Etwas dann an die Sonne, passiert das Wunder und die Pflanze wird grün. Werden jetzt Ärzte und Heilpraktiker überflüssig?Kamp: Auf gar keinen Fall. Es heisst nicht, dass jetzt alle Medikamente abgesetzt und notwendige Operationen nicht durchgeführt werden sollen. Die schulmedizinischen Therapieformen stehen nicht im Widerspruch zur Heilung auf geistigem Weg. Ziel ist eine Zusammenarbeit, um gemeinsam den Menschen zu den Quellen der Kraft aus Seele und Geist zurückzuführen. Nebst Bruno Gröning gibt es noch viele andere GeistheilerInnen. Weshalb interessieren Sie sich ausgerechnet für seine Lehre?Kamp: Das ganz grosse Plus ist für mich die Unabhängigkeit von einer anderen Person. Ich kann mich selber auf die Heilkraft einstellen und sie erhalten, ich brauche dazu keinen Heiler aufzusuchen. Ausserdem muss im Bruno Gröning-Freundeskreis niemand etwas für Heilung bezahlen. Heilung wird durch diese Lehre wieder zu dem, was sie vom Wesen her ist: ein Geschenk Gottes. Heilung ist ein erster Schritt im Prozess, ein innerlich liebevoller Mensch zu werden. Es gibt Menschen, die leiden an sogenannt "unheilbaren" Krankheiten wie Krebs. Können Sie diesen Menschen wirklich mit gutem Gewissen Hoffnung auf Heilung machen?Kamp: Kehren Sie die Frage um: Kann man ihnen mit gutem Gewissen die Hoffnung auf Heilung nehmen?! Die 75jährige Frau W. aus N. wurde von einem hochmalignen Non-Hodgkin-Lymphom, einen bösartigem Tumor, frei. Die 58jährige Frau K. aus W. erhielt Heilung von einer halbseitlichen Lähmung nach Hirnblutung, die über 13 Jahre bestand. Frau M. aus A. verlor spontan eine schwere, jahrelange Depression und ausgeprägte Krampfadern. Es gibt noch viele Beispiele. Heilung ist also möglich, aber versprechen kann und darf man nichts. Heilung ist ein Geschenk Gottes. Das sind grosse Worte. Wo sind die Beweise?Kamp: Ich habe persönlich sehr viele Geheilte begleitet und die Heilungen mit Nachuntersuchungen bei neutralen Fachärzten ärztlich dokumentiert. Das sind Fakten, die nicht widerlegt werden können. Kann jede und jeder geheilt werden?Kamp: Paracelsus sagte: "Alle Krankheiten sind heilbar, nur nicht jeder Mensch." Es kann jahrelang dauern, bis eine Heilung eintritt. Es kann spontan geschehen. Alles ist möglich. Welche Aufgabe hat die Medizinisch-Wissenschaftliche Fachgruppe (MWF)?Kamp: Uns liegt sehr an der Aufklärung von Kollegen und Fachkreisen, aber auch von interessierten Laien, über die Grundgesetze der Heilung, wie sie durch die vielen Heilerfolge nach der Lehre Bruno Grönings offenkundig sind. Weil Ärzte, andere Heilberufler und die breite Öffentlichkeit ansonsten kaum von diesen Dingen erfahren würden, halten wir regelmässige Fachvorträge und Tagungen ab und geben Zeitschriften und Bücher heraus. Das grosse internationale Interesse ermutigt uns, so weiterzumachen. Das Herzstück unserer Arbeit ist aber die schriftliche Erfassung und Dokumentation der Erfolgsberichte, denn damit können wir den Beweis antreten, dass Heilungen auf dem geistigen Wege wirklich geschehen. Wohin führen uns diese Erkenntnisse in der Zukunft?Kamp: Die Zukunft sehe ich in der Zusammenarbeit von Schulmedizin, Alternativmedizin und den Möglichkeiten der Geistheilung. Doch damit es dazu kommt, müssen wir mit Fakten argumentieren können. Wir von der Medizinisch-Wissenschaftlichen Fachgruppe des Bruno Gröning-Freundeskreises wollen das wissenschaftliche Fundament dazu schaffen, indem wir die Heilungen ärztlich dokumentieren. Die offiziellen Stellen dürfen uns nicht länger ausgrenzen. |